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Industrie 4.0 erfordert Umdenken auf ganzer Linie

Auszubildender arbeitet am Rechner
Digitale Technologien sind in der Berufsausbildung zunehmend von Bedeutung.
© BIBB/ES

Industrie 4.0 ist nicht nur in der deutschen Berufsbildung ein Thema. Auch im Ausland möchte man der wachsenden Digitalisierung gerecht werden und digitale Innovationen in der Berufsbildung verstärkt nutzen. Das ergab eine Umfrage, die das BIBB bei seinen Partnerinstituten durchgeführt hat.

Industrie 4.0 verbinden die Partnerinstitute des BIBB nicht nur mit Innovationen, sondern auch mit Deutschland. Das hat seine Richtigkeit, denn der Begriff geht zurück auf das 2011 entstandene Projekt Industrie 4.0 der Forschungsunion des BMBF. Das Projekt gehört zur Hightech-Strategie der Bundesregierung. Ziel ist es, digitale Neuerungen für die Industrie zu nutzen und damit Prozesse zu optimieren.

Erhöhte Produktivität und Energieeffizienz, verringerte Fehlerquoten: die Partnerinstitute des BIBB sehen ein hohes Potenzial in der Digitalisierung der Arbeitswelt. Dem muss die berufliche Bildung Rechnung tragen. Die Partnerinstitute des BIBB stehen somit vor großen Herausforderungen und wünschen sich eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem BIBB zum Thema Industrie 4.0. An der Umfrage haben 8 Partnerinstitute teilgenommen. Durchgeführt hat das BIBB die Umfrage im Zeitraum von Mai bis Juni 2016.

Alle Teilnehmer der Umfrage sehen Handlungsbedarf, wenn es um die Anpassung der Curricula und der Lehr- und Lernmethoden geht. So gab beispielsweise das chinesische CIVTE Institut an, dass es wichtig sei, Lehrmaterialien zu entwickeln, die digitale Neuerungen miteinbeziehen. Die mexikanischen Partner von CONALEP haben eine ähnliche Einschätzung. Sie beobachten einen wachsenden Einfluss der Technologie auf die Forschungsmethoden und Themen der Wissenschaftler.

Darüber hinaus sehen die Partnerinstitute des BIBB mit der Digitalisierung der Arbeitswelt eine Neuordnungswelle für Berufe auf sich zukommen. Dies gaben beispielsweise Brasilien und Südafrika an. Weiterhin gaben die befragten Partnerinstitute an, dass das Berufsbildungspersonal im Hinblick auf digitale Neuerungen entsprechend geschult werden müsste. „Die Lehrkräfte müssen auf diese grundlegenden Änderungen vorbereitet werden.“, sagt das brasilianische Partnerinstitut SENAI. Auch die Philippinen und Italien sehen Handlungsbedarf, wenn es darum geht, digitale Technologien in die Weiterbildung des Berufsbildungspersonals zu integrieren.