X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte von BIBB.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Govet

Mexikanische Delegation trifft auf das deutsche duale Ausbildungssystem

Gruppe am Frankfurter Flughafen
Die von Juan Pablo Castañón-Castañón, Präsident des Wirtschaftskoordinationsrats (Consejo Coordinador Empresarial) angeführte Delegation beim Besuch der FRAPORT AG.© FRAPORT AG

2018 war Mexiko das Gastland der größten Industriemesse der Welt, der Hannover Messe. Das GIZ-Vorhaben „Weiterentwicklung des Mexikanischen Modells der dualen Berufsausbildung“ (MMFD) nahm dies zum Anlass, eine Delegationsreise mit hochkarätigen Vertretern aus mexikanischen Wirtschaftsverbänden und Kammern zu organisieren. Im Vordergrund der Reise stand dabei das Ziel, den Delegationsmitgliedern einen profunden Einblick in das duale Ausbildungssystem in Deutschland zu vermitteln.

Den Auftakt der Reise bildete die Teilnahme an der Eröffnungsfeier der Messe sowie am Mexican-German Business Summit. Der Leiter der Delegation, Juan Pablo Castañón Castañón, Präsident des Wirtschaftskoordinationsrats, hielt bei diesem vom BDI organisierten Summit die Keynote, unter anderem in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel. In seiner Rede ging er auf den Anstieg der getätigten Direktinvestitionen Deutschlands in Mexiko ein und stellte weiterhin dar, welche Herausforderungen zur Verfolgung des Ziels der Industrie 4.0 in seinem Land existieren. Zudem würdigte Herr Castañón Castañón die Zusammenarbeit mit der GIZ im Bereich der dualen Ausbildung.

Nach dem Aufenthalt in Hannover trat die Delegation ihre Reise nach Berlin an, wo sie die Max-Bill-Berufsschule für Holz- und Bautechnik besuchte. Neben dem schulischen Teil der dualen Ausbildung stellten Lehrer/-innen der Schule Programme für Auszubildende aus bildungsfernen Familien sowie für Jugendliche mit Migrationshintergrund vor. Am Nachmittag desselben Tages präsentierte darauffolgend der Berufsbildungsexperte York Sievers des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Rolle der Kammern im dualen System. Im Anschluss an diese Etappe legte die Delegation auf dem Weg nach Frankfurt am Frankfurter Flughafen einen Boxenstopp ein, um die verschiedenen Ausbildungsberufe der FRAPORT AG kennenzulernen.

Auszubildender in einer Werkstatt
Auszubildender in einer mexikanischen Werkstatt

Azubis der FRAPORT stellten dazu technische Berufsbilder wie Mechatroniker/-in, aber auch kaufmännische Ausbildungszweige wie die Ausbildung zur/m Kauffrau/-mann für Büromanagement vor. Weitere Besuche folgten beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau und bei Festo sowie der Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (PAL) in Stuttgart. Bei Festo bot sich die Möglichkeit, die Initiative Girls'Day live mitzuerleben. Beim Girls'Day erweitern Schülerinnen ihr Berufswahlspektrum für technische Berufe und erhalten zudem die Möglichkeit, sich ihre eigenen Stärken in einem Umfeld weiblicher Vorbildfiguren bewusst zu machen.

Krönender Abschluss der Reise der GIZ-Delegation stellte der Besuch der Porsche Ausbildungsstätte in Zuffenhausen dar. Neben der Besichtigung einer Nachbildung einer kompletten Produktionslinie, bei der die Azubis unter anderem lackieren, schweißen und montieren lernen, konnten die Delegationsteilnehmer/-innen einen Blick auf die neuen Hybridfahrzeuge des Sportwagenherstellers werfen. Nach sechs intensiven, aber sehr interessanten Tagen kehrten die Multiplikatoren daraufhin mit vielen Ideen und Anregungen für die Implementierung der dualen Ausbildung nach Mexiko zurück.