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Äthiopien

Äthiopien

Berufsbildungszusammenarbeit mit Deutschland

  • Rahmen: Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit in der beruflichen Bildung
  • Zeitraum: Zusammenarbeit besteht seit 1996, aktuell geplant bis 2017

Bedarf nach Berufsbildungszusammenarbeit

  • Wirtschaft ist nicht in der Lage, beschäftigungsorientiert auszubilden
  • Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften
  • Geringe Produktivität, sehr niedriges Pro-Kopf-Einkommen, Armut
  • Ziel der Regierung ist es, wirtschaftliche Entwicklung durch arbeitsmarktorientierte Berufsbildung fördern.

Bundesressorts

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Ziele der Zusammenarbeit:

  • Die Beschäftigungsfähigkeit von äthiopischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat sich durch die reformierten Qualifizierungsleistungen des Berufsbildungssystems verbessert (Technische Zusammenarbeit)
  • Die Ausbildung für Berufsschüler und Berufsschullehrer in landwirtschaftlichen Berufen hat sich verbessert. (Finanzielle Zusammenarbeit)

Lokaler Partner: Ministry of Education – TVET Division
Grundlagen der Zusammenarbeit:

  • Abkommen Technische Zusammenarbeit
  • Regierungsverhandlungen
  • Umsetzung durch folgende Durchführungsorganisationen (Vorhaben siehe unten):
    • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
    • KfW Entwicklungsbank

Durchführungsorganisationen und regierungsnahe Einrichtungen

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Vorhaben 1: Kapazitätsaufbau im Bildungswesen, Modul Berufliche Bildung
Ziel: Die Beschäftigungsfähigkeit von äthiopischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat sich durch die reformierten Qualifizierungsleistungen des Berufsbildungssystems verbessert.
Lokaler Partner: Bildungsministerium (Ministry of Education MoE)
Zeitraum: 2015 – 2018     

 

Vorhaben 2: Finanzierungsbeiträge zu ecbp
Ziel: Der Einsatz von internationalen Lang- u. Kurzzeitexperten an Berufsbildungseinrichtungen u. ingenieurwissenschaftlichen Hochschuleinrichtungen trägt zur Verbesserung der Bildungsqualität in den Subsektoren Hochschul- und Berufsbildung bei.
Lokaler Partner: Bildungsministerium (Ministry of Education MoE)
Zeitraum: 2012 – 2015
Link zu Darstellung des Projektes "Finanzierungsbeiträge zu ecbp" auf der giz Website

 

KfW Entwicklungsbank
Vorhaben: FZ-Programm Berufsbildung und landwirtschaftliche Ausbildung
Ziel: Verbesserung der Ausbildung für Berufsschüler und Berufsschullehrer in landwirtschaftlichen Berufen
Lokaler Partner: Bildungsministerium (Ministry of Education MoE)
Zeitraum:       

Link zu Darstellung des Projektes "FZ-Programm Berufsbildung und landwirtschaftliche Ausbildung" auf der KFW Website.

Wirtschaft

  • Kontinuierliches Wirtschaftswachstum
  • Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften
  • Geringe Produktivität
  • Wirtschaft beteiligt sich bisher wenig an Berufsbildung und bietet wenig Ausbildungsmöglichkeiten an
  • Größter Sektor ist nach wie vor Landwirtschaft, gefolgt von Dienstleistungen


Gesellschaft

  • Steigende Anzahl an Jugendlichen schließt Grundbildung ab und erhöht dadurch die Nachfrage nach Ausbildung
  • Sehr geringes Pro-Kopf-Einkommen, zählt zu den ärmsten Ländern der Welt
  • Rang der menschlichen Entwicklung 2014 (Human Development Index): 173 von 187 Ländern
  • Starkes, anhaltendes Bevölkerungswachstum
  • 85% der Bevölkerung in der Landwirtschaft beschäftigt
  • Berufsbildung bei Jugendlichen wenig attraktiv aufgrund bisher nur geringer Entscheidungsspielräume bei der Berufswahl

Staat

  • Alphabetisierungsrate bei 39% (2010)
  • Berufsbildung befindet sich seit 1996 in einem kontinuierlichen Reformprozess
  • Regierung will
    • Entwicklung durch Wirtschaftswachstum
    • Produktivität der Wirtschaft durch beschäftigungsorientierte Berufsbildung stärken
    • Berufsbildung weiter verbessern und ausbauen
    • bisherigen Reformen auf allen Ebenen des Berufsbildungssystems implementieren
    • Folgende Ministerien hauptsächlich für Berufsbildung zuständig: Ministry of Education (MoE) – TVET Division

Berufsbildungssystem

  • Wahlmöglichkeiten nach Abschluss des allgemeinen Schulsystems
    (Klasse 10, Primar- und Sekundarstufe I):
    • ein-, zwei- oder drei-jährige formale schulische Ausbildung in Vollzeit, nach drei Jahren (10+3) Besuch eines Technical Colleges möglich
    • zweijährige allgemeinbildende Sekundarstufe, gefolgt von einem Hochschulstudiengang, Eintritt in das formale oder non-formale Berufsbildungssystem
    • Übergang in das non-formale oder informelle Berufsbildungssystem (Kurzkurse)
    • Eintritt in den Arbeitsmarkt als ungelernte Kraft
  • Herausforderungen für die Berufsbildung
    • Durchgängige Praxis- und Qualitätsorientierung in der Berufsbildung herstellen
    • Kompetentes Fach- und Lehrpersonal aufbauen
    • Management der Berufsbildungsinstitutionen entwickeln
    • Ausbildungsangebote an der Nachfrage des Arbeitsmarktes ausrichten
    • Bildungsplanung mit Arbeitsmarktzahlen abstimmen

Projekte in der Berufsbildungs­zusammenarbeit

Weitere Projekte finden Sie in der Datenbank Berufsbildungszusammenarbeit

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Leitlinien der deutschen Berufsbildungszusammenarbeit mit Afrika
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