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Projektsteckbrief

Verbundpartner
IG Metall Baden-Württemberg (Konsortialführerin)
Technische Akademie für berufliche Bildung Schwäbisch Gmünd e.V.
Technische Akademie Esslingen e.V.
ASSOZIIERTE PARTNER:
Bildungsakademie Handwerkskammer Region Stuttgart
Elektro Technologie Zentrum (etz) der Innung für Elektro- und Informationstechnik
GreenIng GmbH & Co. KG
Institut für Fahrzeugkonzepte am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
TÜV Süd Auto Service GmbH
Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg e.V. (VDKBW)

Zielsetzung
Zielgruppenspezifische Sensibilisierung und Qualifizierung mittels Schauwerkstatt

Vorgehensweise

Elektromobilität wird nicht nur die Lebens- sondern auch die Arbeitswelt verändern. Zur Bewältigung der Herausforderung braucht es geeignete Kompetenzen: seitens der Belegschaften, aber auch der Betriebsräte, denen als gewählte Interessensvertreter eine wichtige Rolle als Meinungsbildner und Multiplikatoren in die Belegschaften hinein zukommen.
In einem ersten Schritt wurde die Schauwerkstatt konzipiert und eingerichtet. Die Musterwerkstatt zum Anfassen und Ausprobieren musste beides leisten: Beschäftigten, Auszubildenden, Studierenden und einer interessierten Öffentlichkeit sowohl Lernort als auch Schaufenster für Elektromobilität sein. Der idealtypische Leitfaden beschreibt nun eine herstellerunabhängige, richtlinien- und arbeitsschutzkonforme Ausstattung zur Diagnose elektrisch angetriebener Autos. Die mobile Lerninsel Ladeinfrastruktur mit angeschlossener Wallbox vermittelt Einblick in die Planung, Installation und Prüfung von Ladesystemen der Elektromobilität. Ergänzt wird die Schauwerkstatt durch ein herstellerunabhängiges Konzeptfahrzeug, mit dem ein barrierefreier Daten- und Komponentenzugang möglich ist.
In einem zweiten Schritt wurden auf die Schauwerkstatt zugeschnittene zielgruppenspezifische Konzepte entwickelt, die Theorie und Praxis optimal verbinden. Niedrigschwellige Einstiegsangebote zur Sensibilisierung werden ergänzt von zertifizierten Aus- und Weiterbildungsbausteinen. Die Inhalte reichen von Basiswissen Technologie, Beschäftigungseffekte, Qualifikation bis zu fachspezifischen Schwerpunkten wie Arbeiten unter Spannung, Arbeitssicherheit oder Ladeinfrastruktur. Diese wurden in einem Set unterschiedlicher Formate (zertifizierte Lehrgänge, Info-Veranstaltungen, Workshops etc.) für unterschiedliche Zielgruppen (Beschäftigte entlang der automobilen Wertschöpfungskette, Handwerker, Betriebsräte, Studierende, Auszubildende, etc.) angepasst.
In einem dritten Schritt wurden die Konzepte nach Eröffnung der Schauwerkstatt im Juni 2013 umgesetzt. Die Partner des Konsortiums waren dabei für einige Monate Gastgeber für die teilmobile Schauwerkstatt.

Erkenntnisse / Ergebnisse
In rund 100 Lehrgängen, Seminaren und Workshops und Sonderveranstaltungen (Tag der offenen Tür, Symposium Elektromobilität, Konferenzen etc.) konnten knapp 12.000 Interessierte erreicht werden. Der Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer rekrutierte sich aus der in der baden-württembergischen Industrie dominanten automobilen Wertschöpfungskette. Darüber hinaus zeigten Kfz- und Elektrohandwerk starkes Interesse an den neuen (Markt-) Chancen, aber auch an den (Kosten-) Risiken der Elektromobilität. Mit dem wachsenden Hype um Smart Home wuchs – für lange nicht im Fokus - auch das Interesse seitens der Technischen Gebäudeausrüstung.
Die Verknüpfung von Theorie und Praxis, Informationen und Exponaten auf dem Hintergrund der Schauwerkstatt hat die Attraktivität v.a. der niederschwelligen Sensibilisierungsformate - gerade in einer Phase mit relativ geringer Fahrzeugdichte - enorm gesteigert. Werkstattleitfaden, Konzeptfahrzeug, Lerninsel Ladeinfrastruktur haben gemeinsam mit den dafür entwickelten Sensibilisierungs- und Schulungskonzepten einen wichtigen Beitrag dazu geliefert.
Da die Schauwerkstatt nicht an einem festen Standort untergebracht war, sondern quartalsweise bei den Projektpartner integriert worden ist, konnte sie für die jeweiligen Zielgruppen vor Ort sehr flexibler in die bestehenden Lernpläne und Angebote einbezogen werden. Eine Herausforderung mit Mehrwertcharakter stellte auch die Integration der Schauwerkstatt in die jeweils vorhandene technische Ausstattung der Gastgeber dar. Letztendlich wurde sie so jedoch zu einer sich ständig verändernden, wandlungsfähigen Schauwerkstatt.

Verwertbarkeit
Schulungskonzepte, Veranstaltungsformate und Schauwerkstatt werden von den Projektpartnern im Rahmen ihrer eigenen Angebote über die Projektlaufzeit hinaus genutzt und weiterentwickelt.


Angaben zum Projekt

Name:   Frau Christa Lang
Mail:     christa.lang@igmetall.de