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BWP 1/2026
Neue BWP erschienen
Der Strukturwandel in Wirtschaft und Arbeit erfordert gerade auf mittlerer Qualifikationsebene gut ausgebildete Fachkräfte. Bereits heute zeigen sich jedoch Fachkräfteengpässe in einzelnen Branchen und Berufen. Gleichzeitig nehmen Hinweise zu, dass ein erhebliches Potenzial an Fachkräften nicht genutzt wird. Die BWP-Ausgabe richtet den Blick auf Fachkräftepotenziale und geht der Frage nach, was heute zu tun ist, um Potenziale durch passgenaue Aus- und Weiterbildung, mehr qualifizierte Zuwanderung und zielführende Integrationsprozesse besser zu erschließen.
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© Ирина Трухина - stock.adobe.com
Jugendliche ohne Abschluss
Ungenutzte Fachkräftepotenziale erschließen
Die hohe Zahl nicht formal qualifizierter Jugendlicher ist besorgniserregend. Im Jahr 2023 erreichte die Zahl junger Erwachsener im Alter von 20 bis 34 Jahren ohne Berufsabschluss mit 2,79 Millionen Personen ihren bisherigen Höchststand. Im Jahr 2024 ist sie erstmals seit neun Jahren wieder rückläufig, wie Michael Kalinowski in seinem Beitrag anhand von Mikrozensusdaten zeigt. Auch wenn die Gruppe sehr heterogen ist, wirkt sich ein höherer allgemeinbildender Schulabschluss positiv auf den Ausbildungserfolg aus. Hier gilt es anzusetzen.
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© BWP
Näher dran – schneller weg?
Besteht ein Zusammenhang zwischen Vertragslösungsrisiko und Mobilitätsverhalten von Auszubildenden?
Der Weg zur Arbeit und damit empfundene Belastungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten. Sofern dies auch für Auszubildende zutrifft, stellt sich die Frage: Sind jene, die eine größere Distanz zu ihrem Ausbildungsbetrieb zurücklegen müssen, eher geneigt, ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig zu lösen, als junge Menschen die ihre Ausbildungsstelle am Wohnort haben? Robyn Schmidt untersucht diese Frage auf Basis von Daten der Berufsbildungsstatistik.
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© Kzenon - stock.adobe.com
Geschlechtsuntypische Berufsausbildung
Unterstützung ist auch im weiteren Erwerbsverlauf gefragt
Ausbildungen in einem vom anderen Geschlecht dominierten Beruf könnten das Potenzial haben, Geschlechtsunterschiede und damit verbundene Ungleichheiten am Arbeitsmarkt zu verringern. Studien deuten jedoch auf schlechtere Verwertungsperspektiven dieser Ausbildungsabschlüsse hin. Um dies näher zu beleuchten, haben Pia Wagner, Lisa Fournier und Ralf Dorau Herausforderungen identifiziert, mit denen Personen im weiteren Erwerbsverlauf konfrontiert sind, wenn sie eine geschlechtsuntypische Berufsausbildung absolviert haben. Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass es nicht allein ausreicht, junge Menschen beim Zugang in einen geschlechtsuntypischen Beruf zu unterstützen. Erforderlich sind ebenso Maßnahmen im weiteren Ausbildungs- und Erwerbsverlauf, die den Verbleib im Beruf begünstigen.
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© Calado - stock.adobe.com
Bauberufe neu geordnet
Jetzt geht es an die Umsetzung der modernisierten Ausbildungsordnung
Mit der neuen Ausbildungsordnung für die Berufe der Bauwirtschaft erfährt die Branche eine grundlegende Modernisierung. Inhaltlich wurden Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit stärker betont als in der bisherigen Verordnung von 1999. Auf struktureller Ebene sind vor allem die Einführung der gestreckten Gesellen- oder Abschlussprüfung als neue Prüfungsform und ein neues Modell zur Verknüpfung zwei- und dreijähriger Ausbildungen zu nennen. Kristina Schäfer stellt in ihrem Beitrag die wichtigsten Neuerungen vor. Der Beitrag enthält zudem eine Infografik, in der die 16 dreijährigen Berufe sowie die drei zweijährigen Facharbeiterqualifikationen in den Bereichen Ausbau, Hochbau und Tiefbau im Überblick dargestellt sind.
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© BWP
Die besondere Zahl
Die Anzahl der Anerkennungsverfahren steigt
Laut amtlicher Statistik zum Anerkennungsgesetz beschieden die zuständigen Stellen im Jahr 2024 insgesamt 81.900 Anerkennungsverfahren zu Berufen nach Bundes- und Landesrecht. Das waren rund 14.300 mehr als im Vorjahr (entspricht einem Plus von 21 %). Das häufigste Ergebnis lautete: »Volle Gleichwertigkeit« (rund 37.300 Fälle), gefolgt von »Auflage einer Ausgleichsmaßnahme« (reglementierte Berufe, rund 35.100, »Teilweise Gleichwertigkeit« (nicht reglementierte Berufe, rund 6.600), »Keine Gleichwertigkeit« (rund 2.700).
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