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Govet

Chinesische Provinz Henan an Berufsbildungszusammenarbeit mit Deutschland interessiert

Foto: Chinesische Delegation im BIBB

Am 27. April besuchte eine hochrangige Delegation aus der chinesischen Provinz Henan GOVET. Das Interesse an der Berufsbildungszusammenarbeit mit Deutschland ist groß. Auf einer Fläche halb so groß wie Deutschland leben in Henan fast 100 Millionen Menschen.

Im Rahmen einer Informationsreise besuchte am 27. April eine hochrangige Delegation aus der chinesischen Provinz Henan GOVET und das BMBF. Der Delegation gehörten unter anderem der Leiter der Bildungskommission Henan, Herr Zhu Qingmeng, und der Leiter eines der größten Kabelherstellers in China, Henan Kosen Enterprises, Herr Wie QIangqi, an.

Ziel des Besuches war es, sich vertiefte Kenntnisse über das deutsche Aus- und Weiterbildungssystem zu verschaffen.

Wie Herr Zhu Qingmeng betonte, ist gerade die Bildungskommission gefordert, für die rund 1 Mio. jungen Menschen, die jährlich in das Bildungssystem aufgenommen werden, gute berufliche Perspektiven zu entwickeln. Eine Chance sieht er im Aufbau von Aus- und Weiterbildungszentren, von Schulungen der Lehrkräfte und Manager der Zentren. Die Provinz Henan arbeitet bereits in der dualen Ausbildung mit der deutschen Auslandshandelskammer Shanghai erfolgreich zusammen. In näherer Zukunft soll die Ausbildung im Bereich Logistik verbessert werden. Hintergrund ist das Projekt einer „Neuen Seidenstraße“ als moderne Handelsroute.

GOVET stellte das deutsche duale System dar und skizzierte denkbare Unterstützungsleistungen deutscher Akteure. Anschließend informierte iMOVE über die Möglichkeiten der Kontaktanbahnung mit deutschen Bildungsanbietern.

Die chinesischen Gäste, die durch die Auslandshandelskammer Shanghai begleitet wurden, betonten bei der Gelegenheit das weiterhin  hohe Interesse der Provinz an der Berufsbildungszusammenarbeit mit Deutschland.

Die Provinz Henan gehört mit fast 100 Millionen Einwohnern zu den Bevölkerungsreichsten und am dichtesten besiedelten Regionen Chinas. Die Provinz ist gemessen an der Fläche weniger als halb so groß wie Deutschland, hat jedoch deutlich mehr Einwohner. Strategisch zwei Stunden mit der Bahn von der Hauptstadt Peking entfernt, kommt der Region eine erhöhte Bedeutung im Handel und der Logistik zu. In der Provinzhauptstadt Zhengzhou befindet sich der größte Güter- und Rangierbahnhof Asiens. Die Gegend gilt als Kornkammer Chinas und der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Durch die Baumwollfelder kommt der Gegend auch eine große Bedeutung in der chinesischen Textilindustrie zu. Gemessen am pro Kopf Einkommen gehört Henan zu den ärmsten Regionen des Landes.

Zwischen dem deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem chinesischen Bildungsministerium gibt es seit 2011 eine Kooperation in der Berufsbildungszusammenarbeit.