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Kräfte bündeln! – Geberkomitee für duale Berufsbildung gegründet

Thomas Greminger (DEZA), Roland Lindenthal (BMZ), Anton Mair; Stellvertretender Leiter der Sektion für Entwicklung (Österreich)
Von rechts nach links:Thomas Greminger (DEZA); Roland Lindenthal (BMZ); Anton Mair, Leiter der Abteilung für Entwicklungspolitik, Strategie und Evaluierung des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres (Österreich) ©GIZ/SV Berufliche Bildung

In Luzern (Schweiz) wurde von Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz das Geberkomitee für duale Berufsbildung lanciert. Für GOVET nahm Michael Wiechert an der Konferenz teil.

Berufsbildung ist für Deutschland, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Entwicklungspolitik. Um diese Stärke gemeinsam besser zu nutzen, haben diese vier Länder das Geberkomitee für duale Berufsbildung gegründet und es am 14. April 2016 in Luzern (Schweiz) der Öffentlichkeit vorgestellt. Gemeinsam wollen sie die Vorteile der dualen Berufsbildung für ihre Partner noch besser in Wert setzen, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Entwicklungsländern zu fördern.

Vor dem Hintergrund der internationalen Vereinbarungen zur Geberharmonisierung möchte das BMZ gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der Austrian Development Agency (ADA), des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (LED) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) der Schweiz eine effektivere Arbeitsteilung entwicklungspolitischer Förderung beruflicher Bildung im „Geberkomitee für duale Berufsbildung“ vorantreiben. Die Gründung des Komitees zeigt den gemeinsamen Wunsch nach noch mehr Kooperation unter den Gebern mit dem Ziel, die berufliche Bildung im Schulterschluss weiter voran zu treiben, so Roland Lindenthal, Leiter des Referats 303 für das BMZ.

Mit der Unterstützung des Geberkomitees
• sollen der institutionelle Austausch unter den Geber- und Umsetzungsorganisationen verstärkt und durch ein gemeinsames Themenverständnis das Engagement und die Berufsbildungsangebote in den Partnerländern verbessert werden.
• sollen Möglichkeiten aufzeigt werden, wie duale Berufsbildung in unterschiedlichen Kontexten zielorientiert und situationsbezogen eingesetzt werden kann.
• soll die Integration dualer Berufsbildungsansätze in der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt und die Öffentlichkeit weiter dafür sensibilisiert werden - ohne dabei das duale System eins zu eins übertragen zu wollen.

Die dualen Systeme der Mitgliedsländer des Komitees dienen für das Praxislernen in Betrieben sowie für die Rolle der Privatwirtschaft in der Steuerung, Umsetzung und Finanzierung von Berufsbildung als Referenz. Mit diesem System gelinge es, junge Menschen passgenau und auf hohem Niveau zu qualifizieren, so Thomas Greminger, stellvertretender Direktor der DEZA und Gastgeber der Veranstaltung in Luzern. Aus diesem Grund sind heute viele Länder dabei, ihre Berufsbildungssysteme zu reformieren, um den Anforderungen der Wirtschaft und der Jugendlichen besser entsprechen zu können.

Das Engagement des Geberkomitees für duale Berufsbildung ist langfristig angelegt. Sowohl personell als auch finanziell ist die Finanzierung bis 2022 sichergestellt.

Quelle des Textes, weitere Informationen: BMZ

Kontakt: www.dcdualvet.com