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Mongolei: Berufsausbildung im Rohstoffsektor stärken

Auszubildender mongolische Berufsschule
Arbeiter der Kupfer- und Goldmine Oyu Tolgoi in der Provinz Süd-Gobi ©GIZ / Dirk Ostermeier

Die Mongolei ist eines der rohstoffreichsten Länder der Welt – ein Hebel für wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand. Doch es fehlt an qualifizierten Fachkräften, um dieses Potenzial zu nutzen. Mehrere internationale Projekte steigern die Qualität der Berufsausbildung im mongolischen Rohstoffsektor.

Die Mongolei steht vor einer großen Herausforderung. Im Rohstoffsektor werden gut ausgebildete Arbeitskräfte gebraucht. Doch die technische Ausbildung ist auf den zukünftigen Bedarf der Industrie nicht zugeschnitten. Vor diesem Hintergrund hat das BMZ das Projekt „Kooperative Berufsbildung im Rohstoffsektor“ ins Leben gerufen, das gemeinsam von Deutschland, der Schweiz und Australien finanziert und mit dem mongolischen Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit umgesetzt wird. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit der mongolischen Jugendlichen und Erwachsenen im Rohstoffsektor und verwandten Industrien zu verbessern.

Unterzeichner der Absichtserklärung
Unterzeichnung des MoU zwischen RioTinto/Oyou Tolgoi, dem mongolischen Arbeitsministerium und GIZ (von links nach rechts: Andrew Woodley CEO Oyu Tolgoi, Garidkhuu Bayarsaikhan mongolischer Arbeitsminister und Ulrike Ebeling, GIZ Landesdirektorin) ©GIZ

Schon im November 2015 ist das globale Bergbauunternehmen Rio Tinto und seine mongolische Tochtergesellschaft Oyu Tolgoi eine Partnerschaft mit der GIZ eingegangen. Gemeinsam möchten Rio Tinto und GIZ die Qualität der Berufsausbildung im Rohstoffsektor steigern. Für diesen Zweck wurden drei Berufsschulen in den Städten Dalanzadgad, Darkhan und Dornod ausgewählt, die nun als Kompetenzzentren dienen. Die Kompetenzzentren werden nicht nur den Auszubildenden eine Ausbildung nach internationalen Standards bieten und auf die Industrie zugeschnitten sein, sondern auch Lehrern anderer Berufsschulen, Arbeitslosen und Selbstständigen die Möglichkeit geben, sich zu weiterzubilden. Darüber hinaus werden die Zentren mongolischen Teilnehmern am WorldSkills Berufswettbewerb als Trainingshub dienen.

Lernsysteme von Festo Didactic
Lernsysteme von Festo Didactic für den Mechatronik Ausbildungsgang ©GIZ

Während Rio Tinto/Oyu Tolgoi Werkzeuge, Ausstattung und den Einsatz von zwei Entwicklungshelfern an den Zentren finanziert, entwickelt die GIZ neue kompetenzbasierte Lehrpläne und qualifiziert die Lehrer und betrieblichen Ausbilder.

Im August 2016 trat Festo Didactic, einer der weltweit führenden Dienstleister im Bereich der technischen Bildung, im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft (develoPPP.de) dieser Partnerschaft bei. Mithilfe des Beitrags von Festo Didactic soll die erste Ausbildung in Industrie-Mechatronik in der Mongolei an dem Kompetenzzentrum in Darkhan eingeführt werden. Festo Didactic wird nicht nur Lernsysteme und Lehr- und Lernmaterial bereitstellen, sondern sich auch an der Erarbeitung eines nationalen Lehrplans beteiligen. Zudem wird Festo Didactic Fortbildungen an den Ausbildungszentrenten in Deutschland und China ermöglichen, um mongolische Lehrer und Ausbilder zu qualifizieren.

Auszubildender an einer mongolischen Berufsschule
Auszubildender an einer mongolischen Berufsschule ©GIZ

Die Einrichtung der Kompetenzzentren und der neue Ausbildungsgang in Mechatronik sind Meilensteine in der Entwicklung der beruflichen Ausbildung. Gemeinsam mit Rio Tinto, Festo Didactic und der GIZ ist die Mongolei ihrem Ziel näher, ihr Potenzial im Rohstoffsektor auszuschöpfen.

Die GIZ ist am Runden Tisch für internationale Berufsbildungszusammenarbeit vertreten. GOVET ist die Geschäftsstelle des Runden Tisches.