X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte von BIBB.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Berufsbildungsexperten bereiten sich auf den G20-Gipfel vor

Dr. Hannelore Kress, GOVET, stellt Vertretern aus den Arbeitsministerien der G20-Staaten das Berufsbildungssystem vor. © BMAS/D. Baller

Die Vorgespräche für den G20-Gipfel im Juli 2017 laufen. GOVET und die Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeber (BDA) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbunds (DGB) diskutierten im Dezember auf Einladung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) mit den G20-Staaten zum Thema Berufsbildung.

Deutschland hat Anfang Dezember 2016 den Vorsitz der G20-Präsidentschaft für das Jahr 2017 von China übernommen. Den Höhepunkt der deutschen G20-Präsidentschaft wird das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg darstellen. "Eine vernetzte Welt gestalten" lautet das Motto der G20- Präsidentschaft. Die Stabilität der Weltwirtschaft ist Top-Thema des Gipfels und dabei wird es auch um Berufsbildung gehen. Denn Berufsbildung ist ein entscheidender Faktor, wenn es darum geht, Volkswirtschaften langfristig zu stabilisieren. Und ein Beispiel dafür ist das deutsche Berufsbildungssystem.

Auf Einladung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) stellte Dr. Hannelore Kress, GOVET, Vertretern aus den Arbeitsministerien der G20-Staaten im Dezember 2016 das Berufsbildungssystem vor. Der Vortrag drehte sich um die fünf Kernelemente des deutschen Berufsbildungssystems und blickte schwerpunktmäßig auf die Rolle der Sozialpartner in der dualen Berufsausbildung. Es folgten Vorträge der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeber (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Im Anschluss daran diskutierten die Berufsbildungsexperten aus den G20-Staaten mit den deutschen Vertretern zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Berufsbildung.

Die deutschen Partner verwiesen dabei auf die Aufgaben, die duale Systeme der Aus- und Weiterbildung hätten und nannten drei große Herausforderungen, vor denen das deutsche duale System stehe. So müsse Aus- und Weiterbildung stetig an die Bedarfe der Wirtschaft angepasst werden. Jugendlichen müsse vermittelt werden, dass sie mit einer Ausbildung eine gesellschaftliche Perspektive haben. Zudem müsse das Konsensprinzip mit den Sozialpartnern eingehalten werden und zwar von lokaler Ebene bis hin zur Bundesebene.

Doch ein gutes Berufsbildungssystem zahle sich aus, betonten die deutschen Vertreter der Berufsbildung und verwiesen auf die aktuelle OECD-Studie „Gesellschaft auf einen Blick“. Die Studie belegt, dass in Ländern mit gut einem gut funktionierenden Berufsbildungssystem die Anzahl der NEETS (junge Menschen, die nicht in Arbeit, Berufs oder Schulausbildung) niedriger ist.

In der G20 wird Berufsbildung zunehmend zum Schlüsselthema. Mit der Erklärung von Beijing aus dem Jahr 2016 wurde eine G20 Initiative zur „Qualität der Lehrlingsausbildung“ ins Leben gerufen. Die Bedeutung guter beruflicher Bildung wird von allen Arbeitsministern und Arbeitsministerinnen der G20 Staaten anerkannt.