X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte von BIBB.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Govet

Friseurhandwerk goes international: BIBB veröffentlicht Filme zum Mehrwert internationaler Kooperation in der dualen Ausbildung

Zwei neue Filme des BIBB setzen den Mehrwert von bilateraler Berufsbildungszusammenarbeit in Szene: Wie fachlicher Austausch, gemeinsame Standardentwicklung und Mobilität die Berufswelt für alle Beteiligten bereichern, zeigen die beiden GOVET-Produktionen „Ausbildungsqualität gemeinsam verbessern“ und „Meine Auslandserfahrung in der Ausbildung“. Beide Videos entstanden innerhalb eines Projekts im Friseurhandwerk im Rahmen der deutsch-russischen Kooperation des BMBF. Sie liegen in deutscher, englischer und russischer Sprache vor.

Der Friseurberuf ist für junge Frauen der attraktivste handwerkliche Ausbildungsberuf in Deutschland. Um ihn dreht sich das GOVET-Kooperationsprojekt, das in gemeinsamen Demonstrationsprüfungen des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) und dem Russischen Berufsverband Friseur und Kosmetik seinen vorläufigen Höhepunkt fand. Das erfolgreiche Beispiel bringt auf den Punkt, welche Möglichkeiten Zusammenarbeit und Austausch in der dualen Ausbildung für die Berufswelt und den Erfahrungshorizont junger Menschen bieten: Die Ausbildungsqualität kann gemeinsam verbessert werden. Das passiert, indem Verbände, Prüfende und Auszubildende voneinander lernen und vergleichbare Standards entwickelt werden.

Der Clip Ausbildungsqualität gemeinsam verbessern stellt das GOVET-Projekt rund um den Friseurberuf in Russland und Deutschland vor. Die erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit hat Pilotcharakter im Bereich des Handwerks: Expertinnen und Experten beider Länder haben in der gegenseitigen Beobachtung von Theorie und Praxis gemeinsame Prüfungsgrundlagen entwickeln können – ein Beratungsmodell für die duale Ausbildung mit viel Potential für die internationale Berufsbildungskooperation.

„Es wäre doch toll, wenn alle Auszubildenden weltweit einen anerkannten Abschluss hätten, sie überall arbeiten könnten, Erfahrungen sammeln könnten und sich verbessern würden.“ Karina Küster, Auszubildende und Teilnehmerin im Friseurprojekt

Den Mehrwert von bilateralen Austauschen für die Auszubildenden unterstreicht der Clip Meine Auslandserfahrung in der Ausbildung. Eine aktuelle Studie der NA (Nationale Agentur am BIBB) zur Mobilität in der Berufsbildung bestätigt: Ein mehrwöchiger Auslandsaufenthalt im Rahmen einer Ausbildung verändert das berufliche Leben nachhaltig. Neben der neuen fachlichen Erfahrung, sind es interkulturelle Kompetenzen und die Vorbereitung für einen globalisierten Arbeitsmarkt, von denen junge Menschen im internationalen Austausch profitieren.

Noch immer sind Auslandserfahrungen in der dualen Ausbildung deutlich weniger anzutreffen als bei Studierenden. BIBB-Präsident Esser betont aber: „Mobilität wird immer wichtiger.“  Deshalb ist es auch ihm ein besonderes Anliegen, noch mehr Auszubildende und ihre Betriebe für Auslandsaufenthalte während der Ausbildung zu gewinnen. Dies ermöglichen die Programme AusbildungWeltweit und Erasmus+, die das BMBF zur Förderung der Austauschaktivität junger Menschen betreibt.