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Das Wichtigste in Kürze

Berufliche Bildung ist einem stetigen Veränderungs- und Modernisierungsprozess unterworfen. Dies gilt für die Übergänge zwischen Schule und Ausbildungssystem, zwischen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem und für die berufliche Weiterbildung. Zahlreiche Programme und Modellinitiativen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und anderer Akteure (z. B. Bundes- und Länderministerien, Europäische Kommission, Bundesagentur für Arbeit) zu unterschiedlichen Themenbereichen liefern wichtige Impulse und stoßen den Veränderungsprozess an. Eine wesentliche Rolle in diesem Prozess spielt der Ausbau von überbetrieblichen Berufsbildungszentren zu Kompetenzzentren.

Zunächst wird im Kapitel D1 ein umfassender Überblick über die Programme zur Förderung der Berufsausbildung der Bundes- und Länderministerien sowie der Bundesagentur für Arbeit und der Integrationsämter gegeben. Dabei handelt es sich um zeitlich begrenzte Programme und Programme im Bereich gesetzlicher Aufgaben nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Finanzierung erfolgt aus Haushaltsmitteln des Bundes, der Länder und der Kommunen, aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit sowie aus Eigenmitteln der Träger. Die Übersicht verdeutlicht die Vielfalt der Förderlandschaft. In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Initiativen zur Koordinierung der Maßnahmen des Bundes (z. B. die Initiative Bildungsketten) und der Länder; unterschiedliche Instrumente im Übergangsbereich wurden zu aufeinander abgestimmten Konzepten zusammengefasst (etwa in Hamburg und Nordrhein-Westfalen).

Kapitel D2 liefert einen Überblick über Modellversuche in der beruflichen Bildung. Modellversuche nehmen innovative Trends auf und leiten beispielhaft praktische Schritte für bildungspolitische Neuentwicklungen in inhaltlicher, methodischer und struktureller Perspektive ein. Im Jahr 2013 gab es insgesamt 34 Modellprojekte in den 3 Förderschwerpunkten „Neue Wege in die duale Ausbildung – Heterogenität als Chance für die Fachkräftesicherung“, „Qualitätsentwicklung und -sicherung in der betrieblichen Berufsausbildung“ sowie „Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Die einzelnen Projekte haben Ende des Jahres 2010 bzw. Anfang des Jahres 2011 begonnen und sind entweder im Jahr 2013 bereits beendet worden oder kommen im ersten Halbjahr 2014 zum Abschluss. Zurzeit erfolgt der Transfer der Ergebnisse in Berufsbildungswissenschaft und -praxis.

Ergänzend findet sich in Kapitel D2 eine Darstellung der im Jahr 2012 gestarteten BMBF-Initiative „ANKOM – Förderung von Maßnahmen für den Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung“.

Im Kapitel D3 wird das Instrument der überbetrieblichen Berufsbildungszentren und deren Entwicklung zu Kompetenzzentren dargestellt. Sie verfolgen Neuentwicklungen in Forschung und Technik, bewerten deren Nutzen für mittelständische Unternehmen und unterstützen die Umsetzung in die betriebliche Praxis durch passgenaue Qualifizierungsmaßnahmen. Kompetenzzentren tragen dadurch erheblich zur Implementierung neuer Technologien und damit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei. Der Fokus liegt in diesem Kapitel auf dem Bereich der Elektromobilität. Hier hat das BIBB im vergangenen Jahr rund 5 Mio. für das Programm „Spannende Ausbildung! – E-Mobilität in überbetrieblichen Berufsbildungszentren“ aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung zur Entwicklung neuer Qualifizierungsangebote für Auszubildende und für die zur Vermittlung des Themas erforderliche Ausstattung zur Verfügung gestellt.

(Michael Heister)