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Elektroniker für Automatisierungstechnik/ Elektronikerin für Automatisierungstechnik (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Betreuen von Automatisierungssystemen, Analysieren von Funktionszusammenhängen und Prozessabläufen, Entwerfen von Änderungen und Erweiterungen von Automatisierungssystemen, Programmieren von Automatisierungssystemen, Installieren, Konfigurieren und Parametrieren der Komponenten und Geräte, Betriebssysteme, Bussysteme und Netzwerke, Nutzen von Anwendungsprogrammen zur Messdatenerfassung, -übertragung und –verarbeitung sowie zur Fertigungs-, Maschinen- oder Prozesssteuerung, Verbinden der Komponenten zu komplexen Automatisierungseinrichtungen und Integrieren in übergeordnete Systeme, Übergeben der Systeme an Nutzer und Einweisen in die Bedienung, Überwachen, Warten und Betreiben von Anlagen, regelmäßiges Durchführung von Prüfungen, Optimieren von Regelkreisen, Analysieren von Störungen, Einsetzen von Testsoftware und Diagnosesystemen, Ergreifen von Sofortmaßnahmen und Instandsetzen von Anlagen, Arbeiten auch mit englischsprachigen Unterlagen und Kommunizieren auch in englischer Sprache, Zuordnung zu Elektrofachkräften im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften, Anwenden von Vorschriften.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Elektroniker/innen für Automatisierungstechnik arbeiten bei Herstellern von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen. Ebenso sind sie in Betrieben der Elektroinstallation tätig, z.B. bei technischen Gebäudeausrüstern. Darüber hinaus können sie in Wasser- und Klärwerken bzw. Recyclinganlagen der Abfallwirtschaft beschäftigt sein. Weiterhin arbeiten sie in Unternehmen, die Automatisierungslösungen entwickeln, herstellen oder einsetzen. Vor allem Unternehmen der Elektroindustrie oder des Maschinenbaus kommen in Betracht. Arbeitsplätze gibt es darüber hinaus auch z.B. in der Automobilindustrie, der chemischen Industrie, in Kunststoff verarbeitenden Betrieben und zahlreichen anderen Anwenderbranchen.

Hintergrund der Neuordnung (2018)

Anlass für die Änderungsverordnungen der industriellen Metall- und Elektroberufe sowie des/der Mechatroniker/in (2018) war, dass die Digitalisierung bisher in unterschiedlichem Umfang in den Ausbildungsbetrieben und an den Arbeitsplätzen der Fachkräfte angekommen ist. Dieser Situation entsprechend, sind Änderungen erfolgt, die sich in drei Punkten zusammenfassen lassen:

1. neue integrative Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“
2. Änderungen an einzelnen, weiteren Berufsbildpositionen
3. optionale Zusatzqualifikationen
Die in den Punkten 1 und 2 hinterlegten Qualifikationen werden künftig in Aufgabenstelllungen der gestreckten Abschlussprüfung berücksichtigt.

Die Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ ist bei den industriellen Metallberufen (Anlagenmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in, Konstruktionsmechaniker/-in, Werkzeugmechaniker/-in und Zerspanungsmechaniker/-in), den industriellen Elektroberufen (Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik, Elektroniker/-in für Geräte und Systeme und Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik) sowie beim Beruf Mechatroniker/-in inhaltsgleich.“
Parallel und ausgehend von den Ausbildungsrahmenplänen der einzelnen Berufe erfolgten Änderungen an den jeweiligen KMK-Rahmenlehrpläne für die Berufsschulen.
In den industriellen Elektroberufen können des Weiteren bis zu drei optionale Zusatzqualifikationen – Programmierung, IT-Sicherheit und Digitale Vernetzung - gewählt werden, die insbesondere veränderte aus der Digitalisierung sich ergebende Qualifikationsbedarfe bedienen. Ausbildungsinhalte, Prüfungsregelungen und Ausbildungsrahmenpläne sind in der Verordnung dokumentiert.

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Rechtsgrundlagen

VO Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen (PDF, 383 kb)
24.07.2007 (BGBl. I S. 1678) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Neufassung VO Berufsausbildung in den industriellen Elektroberufen (PDF, 10 mb)
28.06.2018 (BGBl. I S. 896) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Fortbildung / Umschulung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

26122

Statistik

Genealogie

Weiterführende Informationen

Zusatzmaterialien