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Welche Berufe gibt es?

Was bedeutet „anerkannte“ Ausbildungsberufe?

Der Begriff "anerkannter Ausbildungsberuf" beinhaltet keine Wertung. Er bezieht sich auf Ausbildungsberufe, die entweder auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO) erlassen wurden oder in anderer Form bundes- oder landesrechtlich geregelt sind.

Wie neue Berufe im Regelungsbereich von BBiG und HwO erlassen und bestehende Berufe modernisiert oder aufgehoben werden, lesen Sie in unserer Broschüre "Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen".
Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen (PDF)

Derzeit gibt es 326 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe (Stand: Juli 2018). Die nach BBiG/HwO anerkannten Berufe zeichnen sich dadurch aus, dass sie dual ausgebildet werden, also im Betrieb und in der Berufsschule. Die Auszubildenden sind Teil der Belegschaft und sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Pressemitteilung 41/2018: Neues Ausbildungsjahr startet mit 25 modernisierten Berufen

Darüber hinaus werden in Deutschland bundes- und landesrechtlich geregelte schulische Ausbildungsgänge an Berufsfachschulen angeboten, z.B. für die Berufe Altenpfleger/Altenpflegerin, Ergotherapeut/Ergotherapeutin, Erzieher/Erzieherin, Gesundheits- und Krankenpfleger/in (früher: Krankenschwester), Hebamme/Geburtshilfepfleger, Heilpraktiker/Heilpraktikerin, Physiotherapeut/Physiotherapeutin, Technischer Assistent/Technische Assistentin (wie MTA und PTA) u.a. Über diese Berufe können Sie sich im BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit (BA) informieren.
BERUFENET

Gibt es eine offizielle Liste mit allen Ausbildungsberufen?

Das BIBB gibt jährlich eine gedruckte Fassung des Verzeichnisses der nach Berufsbildungsgesetz (BBiG)/ Handwerksordnung (HwO) anerkannten Ausbildungsberufe heraus.
Die anerkannten Ausbildungsberufe

Das Verzeichnis informiert über die Dauer der einzelnen Ausbildungsgänge, die jeweiligen Rechtsgrundlagen und benennt Ausbildungsordnungen, Rahmenlehrpläne und weitere Regelungen der beruflichen Bildung. Dort finden Sie auch die Ausbildungsregelungen für Berufe im Gesundheitswesen sowie die landesrechtlichen Ausbildungsregelungen für sozialpflegerische und pädagogische Berufe, die außerhalb von BBiG/HwO geregelt sind.

Nicht enthalten sind dort die vollzeitschulischen Ausbildungsberufe nach Landesrecht außerhalb des Gesundheits- und Sozialbereichs, die an Berufsfachschulen ausgebildet werden und mit einer staatlichen Prüfung abschließen (Assistentenberufe). All diese Berufe lassen sich über die Berufe-Suche im BERUFENET - alphabetisch, thematisch oder nach bestimmten Qualifikationen - finden. Dort sind auch akademische Berufe wie beispielsweise Lehrer/Lehrerin, Arzt/Ärztin, Ingenieur/Ingenieurin, Psychologe/Psychologin, Architekt/Architektin sowie Weiterbildungsberufe im Gesundheitswesen wie zum Beispiel Fachkrankenschwester/Fachkrankenpfleger enthalten.
BERUFENET

Gibt es eine Liste mit allen Berufsschulen?

Listen von Berufsschulen können in den statistischen Landesämtern der 16 Bundesländer angefordert werden. Dieser Service ist zumeist kostenpflichtig. Darüber hinaus bietet der Deutsche Bildungsserver eine Linkliste mit Verzeichnissen beruflicher Schulen.
Bildungsserver: Verzeichnisse beruflicher Schulen

Wo kann ich die Gleichwertigkeit meines DDR-Abschlusses feststellen lassen?

Grundlage für die Gleichwertigkeitsfeststellung bildet Artikel 37(1) im Einigungsvertrag. Zuständig für die Feststellung der Gleichwertigkeit von in der ehemaligen DDR erworbenen Facharbeiter- und Meisterabschlüssen ist die für den vergleichbaren Ausbildungsberuf zuständige Stelle gemäß Berufsbildungsgesetz. Zumeist sind das die regionalen Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern. Das Verfahren kann kostenpflichtig sein.
Artikel 37(1) im Einigungsvertrag

Die Gleichwertigkeitsfeststellung von Abschlüssen im (hoch)schulischen Bereich liegt in der Zuständigkeit der Schul-/Kultusministerien der einzelnen Länder.
KMK: Gleichwertigkeit DDR-Abschlüsse

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Publikationen

  • Cover: Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen

    Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen

    Die vorliegende Broschüre informiert über ein Verfahren zur Entwicklung von Ausbildungsregelungen, das einmalig ist. Die Regelungen bilden die Grundlage für die Ausbildung im dualen System, in dem viele Jugendliche in Deutschland ihre berufliche Qualifizierung beginnen. Die 8. Auflage wurde aktualisiert.

  • Cover: Prüfungen in der dualen Berufsausbildung

    Prüfungen in der dualen Berufsausbildung

    Jedes Jahr werden im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) – im Auftrag der zuständigen Ministerien und in Zusammenarbeit mit den Sozialparteien – Ausbildungsordnungen neu geschaffen oder bereits bestehende Ausbildungsordnungen modernisiert. Im Rahmen dieser Neuordnung von Ausbildungsordnungen spielen, neben den Ausbildungsinhalten, auch die Prüfungsregelungen immer eine besondere Rolle. Sie müssen fortlaufend an gesellschaftliche, methodische, technische und rechtliche Veränderungen und Vorgaben angepasst werden. Diese Broschüre gibt einen Überblick über die aktuellen Gestaltungsmöglichkeiten von Prüfungsregelungen in Ausbildungsordnungen und richtet sich insbesondere an Sachverständige in Neuordnungsverfahren.

  • Cover: Berufsübergreifendes Konzept zur Evaluation von Ausbildungsordnungen

    Berufsübergreifendes Konzept zur Evaluation von Ausbildungsordnungen

    Die Evaluation von Ausbildungsordnungen ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung beruflicher Bildung, sondern spielt auch bei der Modernisierung von Berufen eine bedeutende Rolle. Herangehensweisen, die bei der Evaluation von Programmen, Projekten, Prozessen oder Organisationen häufig gewählt werden, lassen sich nicht automatisch auf die Evaluation von Ausbildungsordnungen übertragen. Deshalb wurde ein berufsübergreifendes Konzept zur Evaluation von Ausbildungsordnungen entwickelt, das speziell auf diesen Evaluationsgegenstand angepasst ist.

  • Cover: Fortbildungsordnungen und wie sie entstehen...

    Fortbildungsordnungen und wie sie entstehen...

    Die Broschüre beschreibt die Entwicklung von Fortbildungsordnungen im Rahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung unter der Federführung des BIBB. Sie gibt den an den Ordnungsverfahren Beteiligten und der interessierten Fachöffentlichkeit einen Überblick über die formalen Abläufe sowie die Komplexität des Ordnungsverfahrens, den Rahmen der zu leistenden Arbeiten des BIBB und der Beteiligten, die geltenden Vereinbarungen sowie die Empfehlungen für die Entwicklung von Fortbildungsordnungen.