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Zerspanungsmechaniker/ Zerspanungsmechanikerin (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Beurteilen und Analysieren von Fertigungsaufträgen auf technische Umsetzbarkeit, Auswählen von Informationsquellen und technischen Unterlagen zur Durchführung der Fertigung, Auftragsbezogenes Auswählen von Fertigungssystemen, Planen von Fertigungsprozessen, Erstellen, Optimieren und Einrichten der Programme für numerisch gesteuerte Fertigungssysteme, Nutzen von Datenblättern, Beschreibungen, Betriebsanleitungen und anderen berufstypischen Informationen auch in englischer Sprache, Einrichten des Arbeitsplatzes und Organisieren der Arbeitsabläufe unter Beachtung terminlicher und wirtschaftlicher Vorgaben, Herstellen von Bauteilen nach qualitativen Vorgaben durch maschinelle spanabhebende Fertigungsverfahren und Überwachen des Fertigungsprozesses, Anwenden von Qualitätsmanagementsystemen, Dokumentieren und Bewerten der Arbeits- und Prüfergebnisse und Ableiten von Maßnahmen zur Fertigungs- und Produktoptimierung, Überwachen und Prüfen der Sicherheitseinrichtungen, Warten und Inspizieren von Fertigungssystemen, Arbeiten im Team, Einweisen in die Bedienung von Fertigungssystemen, Abstimmen der Tätigkeiten mit vor- und nachgelagerten Bereichen, Beachten der Kundenforderungen, Nutzen von IT-Systemen auch in digitalisierten Prozessen, Anwenden von Vorschriften zu Datenschutz und Informationssicherheit.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Zerspanungsmechaniker und Zerspanungsmechanikerinnen arbeiten in Bereichen der Industrie und des Handwerks, in denen durch spanende Verfahren Bauteile gefertigt werden. Typische Einsatzgebiete sind Drehmaschinensysteme, Fräsmaschinensysteme, Drehautomatensysteme und Schleifmaschinensysteme der Einzel- und Serienfertigung.

Hintergrund der Neuordnung (2018)


„Durch die Digitalisierung und Industrie 4.0 wandeln sich die Arbeitsprozesse in den Betrieben. Diese Themen und auch die damit einhergehenden Veränderungen müssen in der Berufsausbildung aufgegriffen werden, um ein solides Fundament für die berufliche Handlungsfähigkeit der Fachkräfte zu legen. Jedoch sind die Digitalisierungsgrade der Unternehmen sehr heterogen. Darüber hinaus ist derzeit nicht absehbar, wie sich dieser Veränderungsprozess auf die Struktur der Berufe auswirken wird. Daher wurden die fünf industriellen Metallberufe – Anlagenmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in, Konstruktionsmechaniker/-in, Werkzeugmechaniker/-in und Zerspanungsmechaniker/-in – mittels einer Änderungsverordnung aufgefrischt. Das heißt, es wurden nur Anpassungen vorgenommen. Eine komplette Überarbeitung der Ausbildungsinhalte und der Struktur der Berufe erfolgte nicht.

Die integrative Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ wurde in die gemeinsamen Kernqualifikationen aufgenommen. Die Berufsbildposition „Betriebliche und technische Kommunikation“ wurde marginal geändert. Bei der Berufsbildposition „Geschäftsprozesse und Qualitätssicherungssysteme im Einsatzgebiet“ wurde der Buchstabe „l) Lebenszyklusdaten von Aufträgen, Dienstleistungen, Produkten und Betriebsmitteln auswerten und Vorschläge zur Optimierung von Abläufen und Prozessen erarbeiten“ hinzugefügt.

Die nachzuweisenden Qualifikationen werden im Teil 2 der gestreckten Abschlussprüfung berücksichtigt. Parallel und ausgehend von den Ausbildungsrahmenplänen der einzelnen Berufe erfolgte die Überarbeitung der jeweiligen KMK-Rahmenlehrpläne für die Berufsschulen.

Des Weiteren können vier optionale Zusatzqualifikationen – Systemintegration, Prozessintegration, Additive Fertigungsverfahren und IT-gestützte Anlagenänderung – gewählt werden. Diese werden mit einem empfohlenen zeitlichen Umfang von jeweils acht Wochen vermittelt. Die Prüfung der Zusatzqualifikationen erfolgt durch ein fallbezogenes Fachgespräch als gesonderte Prüfung im Rahmen des Teil 2 der Abschlussprüfung.
Die Zusatzqualifikationen sind ein attraktives Angebot, sowohl für Auszubildende als auch für Betriebe, das einen gezielten Kompetenzaufbau für die neuen Anforderungen ermöglicht. Darüber hinaus sind sie ein guter Ausgangspunkt für die berufliche Weiterbildung der Fachkräfte.

Die Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“ ist bei den industriellen Metallberufen (Anlagenmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in, Konstruktionsmechaniker/-in, Werkzeugmechaniker/-in und Zerspanungsmechaniker/-in), den industriellen Elektroberufen (Elektroniker/-in für Gebäude- und Infrastruktursysteme, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik, Elektroniker/-in für Geräte und Systeme und Elektroniker/-in für Informations- und Systemtechnik) sowie beim Beruf Mechatroniker/-in inhaltsgleich.“

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Rechtsgrundlagen

VO Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen (PDF, 26 mb)
23.07.2007 (BGBl. I S. 1599) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Erste VO zur Änderung (PDF, 332 kb)
01.03.2011 (BGBl. I S. 326) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Zweite VO zur Änderung (PDF, 8 mb)
07.06.2018 (BGBl. I S. 746) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Neufassung der VO Berufsausbildung in den industriellen Metallberufen (PDF, 10 mb)
28.06.2018 (BGBl. I S. 975) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufliche Fortbildung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

24232

Statistik

Genealogie

Weiterführende Informationen