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Informationen zu Aus- und Fortbildungsberufen

Böttcher/ Böttcherin (Ausbildung)

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Hintergrund der Neuordnung (2010 )

Die Berufsausbildung im Böttcherhandwerk wurde zuletzt 1978 neu geordnet. Zur damaligen Zeit gewann die Verwendung von Behältern aus "moderneren" Werkstoffen wie Kunststoff und Edelstahl stark an Bedeutung. Die Betriebe des Böttcherhandwerks wollten dieser Entwicklung entsprechen und die Ausbildung der Böttcher/der Böttcherinnen wurde unter Berücksichtigung der steigenden Nachfrage nach Behältern aus Metall und Kunststoff auf eine breitere Basis gestellt. Bereits in den achtziger Jahren zeigte sich jedoch ein eindeutiger Trend zurück zum traditionellen Holzfass, der bis heute ungebrochen ist. Aus diesem Grunde galt es nun, die Böttcherausbildung unter Berücksichtigung des traditionellen Holzfassbaus wieder ausschließlich mit den entsprechenden Inhalten auszustatten. Das alte Berufsbild und der Ausbildungsrahmenplan sowie die Prüfungsanforderungen entsprachen nun nicht mehr den gegenwärtigen Anforderungen an einen Böttcher/eine Böttcherin, eine Neuordnung war deshalb notwendig.
Auszubildende in diesem Beruf erlernen nicht nur die Herstellung von "geraden, offenen Behältern", also Bottichen, sowie "bauchigen, geschlossenen Behältern", also Fässern, sondern auch die Reparatur von Bottichen und Fässern aller Art und erlangen u.a. auch die Qualifikation, Berechnungen zur Konstruktion von Fässern, Bottichen und Behältern durchzuführen. Diese werden nun wieder ausschließlich aus Holz gefertigt.
Dieses jahrhundertealte Handwerk erhält mit einer modernen Ausbildungsordnung unter Rückbesinnung auf die alten Traditionen die Grundlage, auch zukünftigen Generationen von "Fassmachern" die anspruchsvollen Tätigkeiten zu vermitteln - so widersprüchlich dies auch klingen mag.
Eine Besonderheit in der Ausbildung von Böttchern und Böttcherinnen besteht darin, dass die Beschulung in Österreich stattfinden wird. Nachdem das Berufsbild des Böttchers/der Böttcherin in beiden Ländern nun wieder sehr ähnlich gesehen wird, macht eine gemeinsame Beschulung auf der Grundlage eines erst im Jahre 2006 entwickelten Lehrplanes Sinn, zumal die niedrigen Ausbildungszahlen eine sinnvolle Beschulung in jedem Lande für sich gesehen nahezu unmöglich machen. Schon wird angedacht, auch die Böttcher/Böttcherinnen aus anderen europäischen Ländern ebenfalls in Österreich zu beschulen. Damit scheint ausgerechnet ein traditionsreicher Handwerksberuf eine gewisse Vorreiterrolle in der "Europäisierung der Ausbildung" zu übernehmen.

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Rechtsgrundlagen

Rahmenlehrplan

Berufsklassifikation nach KldB 2010

22382

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