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Hörakustiker/ Hörakustikerin (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Bestimmen und Beurteilen des individuellen Hörprofils durch Erheben der Anamnese, Einordnen der vorliegenden und ermittelten Befunde sowie Ermitteln des Hörbedarfs, Erheben und Bewerten audiologischer und otoskopischer Befunde unter Berücksichtigung anatomischer und pathologischer Gegebenheiten der Patienten, der Ergebnisse der Reinton- und Sprachaudiometrie sowie weiterführender Messverfahren, Beraten von Patienten hinsichtlich der Versorgung mit Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen unter Einbeziehung individueller Hörerwartungen sowie bezüglich Hörtraining, Hörtaktiken, Tinnitus, Implantaten, Pädakustik, individuellem Gehörschutz und Zubehör, Erstellen dreidimensionaler Abbilder des äußeren Ohrs unter Berücksichtigung psychologischer, anatomischer, pathologischer, akustischer, hörsystemtechnischer sowie kosmetischer Gegebenheiten, Herstellen von Otoplastiken, individuellem Gehörschutz und Sonderotoplastiken unter Berücksichtigung anatomischer, pathologischer, akustischer, hörsystemtechnischer sowie kosmetischer Gegebenheiten, Auswählen von Hörsystemen, Hörassistenzsystemen, Sonderversorgungen und Zubehör, Voreinstellen und Anpassen von Hörsystemen, Hörassistenzsystemen und Sonderversorgungen entsprechend des individuellen Hörprofils, Feinanpassen entsprechend dem individuellen Hörprofil, unter Durchführung und Beurteilung der vergleichenden Anpassung und Anleiten der Patienten zur Nutzung, Betreuen von Patienten und Durchführen von Rehabilitationsmaßnahmen, insbesondere durch fortlaufende audiologische Nachsorge sowie Einsatz von Hörassistenzsystemen und Kommunikationstraining, Durchführen von Service- und Instandhaltungsmaßnahmen an Hörsystemen, Hörassistenzsystemen, Sonderversorgungen und Zubehör, Organisieren und Ausführen von Geschäfts- und Abrechnungsprozessen.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Hörakustiker und Hörakustikerinnen arbeiten vorwiegend in Handwerksbetrieben im engen Kontakt mit Patienten und Kunden.

Hintergrund der Neuordnung (2016)

Schnell anwachsendes Fachwissen, neue Technologien und fortschreitende Digitalisierung haben eine Modernisierung der Ausbildungsverordnung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin unumgänglich gemacht.
Moderne Messverfahren, audiologische Befunde, dreidimensionale Abbilder des Ohres, programmierbare und technisch hochsensible Hörsysteme ermöglichen heute verbesserte Wege der Hilfe für Personen mit Hörbeeinträchtigungen. Darüber hinaus wird der Bereich des Gehörschutzes - in einer zunehmend lauter werdenden Umwelt - immer wichtiger.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat daher, gemeinsam mit Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis, die Ausbildungsverordnung zum Hörakustiker und zur Hörakustikerin auf den neuesten Stand gebracht.
Die modernisierte Ausbildungsordnung dieses anspruchsvollen Handwerksberufs hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit Datum vom 28. April 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie trat am 1. August 2016 in Kraft und löste damit die Vorgängerverordnung aus dem Jahr 1997 ab.

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Rechtsgrundlagen

Erste VO zur Änderung (PDF, 301 kb)
05.09.2016 (BGBl. I S. 2139)

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufliche Fortbildung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

82532

Statistik

Genealogie

Weiterführende Informationen