X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte des Internetauftritts www.bibb.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Tiermedizinischer Fachangestellter/ Tiermedizinische Fachangestellte (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Assistieren bei Untersuchung, Behandlung und chirurgischen Eingriffen, Betreuen von Patienten vor, während und nach der Behandlung, Versorgen und Pflegen der Patienten bei stationärer Unterbringung, Sorgen für tierartgerechte und verhaltensgemäße Haltung von Tieren, Beachten der Einhaltung des Tierschutzgesetzes, Anwenden der Vorschriften und Richtlinien des Umweltschutzes, Durchführen von Hygienemaßnahmen, Schützen vor Infektionen und Seuchen, Erstellen von Röntgenaufnahmen, Durchführen von Laborarbeiten, Beraten und Betreuen der Tierhalter und Tierhalterinnen, Informieren der Tierhalter und Tierhalterinnen über die Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation, Organisieren der Betriebsabläufe und Überwachen von Terminplanungen, Mitwirken bei Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Durchführen von Verwaltungsarbeiten, Dokumentieren der Behandlungsabläufe und Erfassen und Abrechnen der erbrachten Leistungen, Ermitteln des Bedarfs an Material, Beschaffen und Verwalten von Material, Anwenden von Informations- und Kommunikationssystemen, Beachten der Regeln des Datenschutzes und der Datensicherheit, team- und prozessorientiertes Arbeiten.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Tiermedizinische Fachangestellte sind vorwiegend in Tierarztpraxen sowie Tierkliniken tätig. Sie werden auch in veterinärmedizinischen Laboratorien, Zoos, Tierheimen oder in der Tierhaltung eingesetzt. Darüber hinaus sind sie in der tiermedizinischen Forschung, der chemischen Industrie oder bei Institutionen und Organisationen des Gesundheits- und des Veterinärwesens beschäftigt.

Hintergrund der Neuordnung (2005)

In den tierärztlichen Praxen sind Prävention und Rehabilitation zu einem wesentlichen Handlungsgebiet in der Tierheilkunde geworden. In dem Maße wie Vor- und Nachsorge zum Behandlungskonzept werden, wird die Qualifizierung von Tiermedizinischen Fachangestellten auf diesem Gebiet immer wichtiger, um mit entsprechend ausgebildetem Personal ein adäquates Leistungsspektrum in den Praxen anbieten zu können. Die dazu notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse, insbesondere im Bereich des Tierschutzes, der Tierernährung, der Diätetik sowie der Tierverhaltenskunde sind verstärkt in die neue Ausbildungsordnung aufgenommen worden, die die alte Verordnung "Tierarzthelfer / Tierarzthelferin" von 1985 ersetzt. Die gewachsenen Anforderungen an das Röntgen und den Strahlenschutz in der Tierheilkunde, das Notfallmanagement sowie die Organisation der Tierärztlichen Apotheke spielen in der neuen Ausbildungsordnung ebenfalls eine wichtige Rolle.
Neben den genannten Veränderungen im Bereich der Tierheilkunde berücksichtigt die Neuordnung eine tierartgerechte und verhaltensgemäße Pflege, Versorgung und Betreuung von Patienten sowie eine personenorientierte, situationsgerechte Beratung und Betreuung von Tierhaltern durch die Tiermedizinische Fachangestellte. Dementsprechend erwerben Auszubildende Fertigkeiten und Kenntnisse zur Berücksichtigung tierpsychologischer Aspekte, zu Methoden und Techniken der Kommunikation, zur Motivation, zum Arbeiten im Team, zur Lösung von Konfliktsituationen und zum eigenverantwortlichen Handeln. Darüber hinaus haben durch die erheblich veränderten Rahmenbedingungen und Arbeitsinhalte im Bereich der Praxisorganisation und -verwaltung Qualifikationen zur systematischen Planung von Arbeitsabläufen, zur Sicherung von Qualitätsstandards, zur Förderung der Kundenzufriedenheit, zur Abrechnung und Dokumentation von Leistungen sowie zur Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter Beachtung von Datenschutz und Datensicherheit stark an Bedeutung gewonnen.

vollständigen Text anzeigen langen Text ausblenden

Rechtsgrundlagen

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufsklassifikation nach KldB 2010

81142

Statistik

Genealogie