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Bankkaufmann/ Bankkauffrau (Ausbildung)

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Vorläufige Informationen

Für diesen Beruf läuft zurzeit ein Neuordnungsverfahren. Diese Informationen geben einen Zwischenstand wieder, der sich im Laufe des Verfahrens ändern kann.

Berufsstruktur

Monoberuf

Ausbildungsdauer

36 Monate

Hintergrund der Neuordnung

Um den veränderten Anforderungen der beruflichen Praxis gerecht zu werden, wird das Kompetenzprofil des Berufsbildes der Bankkaufleute neu beschrieben und auch der Rahmenlehrplan neu gefasst. In der Banken-Arbeitswelt kommt es in den letzten Jahren zu umfassenden Weiterentwicklungen und Umstrukturierungen, die nicht nur aber in besonderen Maße durch digitale Technologien neuerer Generation angetrieben werden. Zwar sind die Tätigkeiten der Bankkaufleute bereits seit Jahrzehnten digital geprägt, jedoch gewinnt die Digitalisierung im Bankgewerbe weiter an Dynamik und verändert die Geschäftsprozesse sowie Arbeitsformen grundlegend. So zum Beispiel auch in der Kundenberatung. Hier ergeben sich Chancen im Sinne einer verstärkten Kundenorientierung, denn gerade in den Bereichen, wo Computer an Grenzen stoßen, erhält das persönliche Gespräch und die ganzheitliche Betreuung der Kunden durch das Bankpersonal eine besondere Bedeutung. Verbunden mit diesen Entwicklungen steigt die Relevanz z. B. von kommunikativen Kompetenzen, der Fähigkeit zu vernetztem Denken und dem professionellen Umgang mit digitalen Arbeitsmitteln.
Die neue Ausbildungsordnung soll kompetenzorientiert gestaltet werden. Das bedeutet, dass sich die Beschreibung der beruflichen Tätigkeiten an den betrieblichen Arbeits- und Geschäftsprozessen orientiert und dabei fachliche, methodische, soziale sowie personale Kompetenzen berücksichtigt. Hierbei ist es geplant, die Berufsbildpositionen nach den Handlungsfeldern einer Kundenbeziehung aufzubauen. Gemäß den Vorüberlegungen der Sozialpartner ist es vorgesehen, die berufsspezifischen Inhalte in nachfolgende Bereiche zu bündeln:
Kundenbeziehung eingehen, Service anbieten und Liquidität sicherstellen, Vermögen bilden, Kundenbeziehung ausbauen und pflegen, Vermögen ausbauen, Vorsorge und Absicherung anbieten und beraten und Finanzierungen anbieten und beraten.

Das Thema Digitalisierung allgemein und im konkreten die digitalen Technologien, die Zugangswege zu Kunden ermöglichen oder Entscheidungen unterstützen, spielen für viele der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten eine Rolle. Daher sollen die notwendigen Lerninhalte jeweils in den entsprechenden Berufsbildpositionen integriert berücksichtigt werden. Außerdem sollen fachübergreifende Ausbildungsinhalte besser in einzelne Handlungsfelder eingebunden werden. Auch überholte Ausbildungsinhalte, z.B. in den Bereichen Zahlungsverkehr und Rechnungswesen, sollen überarbeitet sowie die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen verankert werden.

Die Berufsschulinhalte und Abschlussprüfungen basieren im Wesentlichen auf den Vorgaben der 1990er Jahre, was zu einem Auseinanderdriften zwischen schulischen sowie geprüften Inhalten und den Anforderungen der beruflichen Praxis geführt hat. Daher ist auch für diese Bereiche eine grundlegende Überarbeitung geplant. Insbesondere das Prüfungsinstrument „Kundenberatungsgespräch“ soll unter Verwendung zeitgemäßer, auch technischer, Hilfsmittel an realistische, praktische Kundensituationen angepasst werden. Des Weiteren ist beabsichtigt, als Prüfungsform die gestreckte Abschlussprüfung einzuführen. Das bedeutet, dass die Abschlussprüfung aus zwei zeitlich voneinander getrennten Teilen besteht. Der erste Prüfungsteil ersetzt hierbei die bisherige Zwischenprüfung und wird zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt.

Die dargestellten angedachten Änderungen bilden die Arbeitsgrundlage, sie werden im Neuordnungsverfahren diskutiert, geprüft und ausdifferenziert. Die Beteiligten des Verfahrens auf Bundesseite haben ihre Arbeit an der Ausbildungsordnung Mitte Dezember 2018 aufgenommen. Auch die Kultusministerkonferenz der Länder mit den Vertretern und Vertreterinnen der einzelnen Bundesländer hat zeitnah mit der Erarbeitung des berufsschulischen Rahmenlehrplans begonnen.
Das Inkrafttreten der Verordnung des novellierten Ausbildungsberufs ist für den 1. August 2020 geplant.

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