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Glasveredler/ Glasveredlerin - FR Kanten- und Flächenveredelung (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Bearbeiten insbesondere von Flachglas durch verschiedene Schliff- und Poliertechniken an Flächen und Kanten, Verändern der Werkstücke an Kanten und Oberflächen, Herstellen von Strahlmattierungen und Ätzungen in verschiedenen Tiefen, Tönen und Strukturen, Beschichten von Oberflächen, insbesondere mit Silberbelag, Verformen und Verschmelzen von Gläsern und glasähnlichen Werkstoffen, Verbinden der bearbeiteten Werkstücke zu flächigen und körperhaften Glasgestaltungen und Glaskonstruktionen, Ein- und Ausbauen von Glasgestaltungen und Glaserzeugnissen, Instandsetzen von Glasgestaltungen und Glaserzeugnissen, Be- und Verarbeiten von Glas, Glaserzeugnissen und glasähnlichen Stoffen durch Sägen, Bohren, Schleifen und Polieren, Veredeln von Glas und Glaserzeugnissen mit chemischen und mechanischen Techniken, Anfertigen von Zeichnungen und Erstellen von Entwürfen, Entwerfen und Gestalten von Ornamenten und Dekoren sowie Schriften und Monogrammen, Anfertigen von komplexen Glasgestaltungen, Nehmen von Aufmaßen und Erstellen von Arbeitsunterlagen, Handhaben von Werkzeugen, Geräten und Maschinen, Planen und Koordinieren der Arbeiten allein und im Team und kundenorientiertes Ausführen auf der Grundlage von technischen Unterlagen, Entwürfen und Arbeitsaufträgen, Nutzen von Informations- und Kommunikationssystemen und Durchführen von Maßnahmen zum Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, Kontrollieren, Beurteilen und Dokumentieren der Arbeiten und Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Hauptsächlich arbeiten Glasveredler/innen der Fachrichtung Kanten- und Flächenveredlung in handwerklichen oder industriellen Glasveredlungsbetrieben oder Glasveredlungsabteilungen von Glashütten. Darüber hinaus können sie auch in Glasereien beschäftigt sein.

Hintergrund der Neuordnung (2004)

Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Glasveredler/zur Glasveredlerin aus dem Jahre 1989 wurde den branchenspezifischen Erfordernissen angepasst sowie die Struktur der Fachrichtungen neu entwickelt. In die neue Verordnung wurde darüber hinaus der Teil der Ausbildungsinhalte des Glasmalers aus dem Erlass über die Anerkennung des Berufsbildes für Glas- und Porzellanmaler aus dem Jahre 1962 integriert.
Neue Qualifikationsanforderungen wie das Vorbereiten von Arbeitsabläufen, der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken, die Qualitätssicherung sowie das Arbeiten im Team und die Kundenorientierung wurden in die Ausbildungsordnung aufgenommen. Berücksichtigt wurden ebenfalls neue bzw. veränderte fachliche Anforderungen in den Bereichen Schmelz-, Klebe- und Fügetechniken und das Bearbeiten von glasähnlichen Stoffen. Das selbstständige Entwickeln und Erarbeiten von Entwürfen fordert die Kreativität angehender Glasveredlerinnen und Glasveredler.
Die Fachrichtung Kanten- und Flächenveredelung wurde ergänzt um die Qualifikationen zur Herstellung von Glaskonstruktionen und um Grundkenntnisse aus der Elektrotechnik. In der Fachrichtung Schliff und Gravur wird im dritten Ausbildungsjahr für 20 Wochen zwischen der Qualifizierung in den Bereichen Gravieren oder Schleifen gewählt. Die neu hinzu gekommene Fachrichtung Glasmalerei und Kunstverglasung beinhaltet neben der Glasmalerei auch die Kunstverglasung einschließlich der Montage.
Die Struktur der Zwischen- und Abschluss-/Gesellenprüfung wurde grundlegend verändert und dem heutigen Standard angepasst. Der praktische Prüfungsteil soll einem Kundenauftrag entsprechen. Für diesen reichen die Prüflinge vorab eigene Entwürfe ein.
Der Rahmenlehrplan für den Berufsschulunterricht wurde in Form von Lernfeldern entwickelt.

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Struktur der Ausbildung

Fachrichtungen

  • Kanten- und Flächenveredelung
  • Schliff und Gravur
  • Glasmalerei und Kunstverglasung

Rechtsgrundlagen

VO Berufsausbildung zum Glasveredler/ zur Glasveredlerin (PDF, 126 kb)
27.04.2004 (BGBl. I S. 661) / Ausbildungsdauer 36 Monate

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufsklassifikation nach KldB 2010

21342

Statistik

Genealogie