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Produktprüfer-Textil/ Produktprüferin-Textil (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Unterscheiden von textilen Fertigungs- und Verarbeitungsprozessen sowie Konfektions- und Fügetechniken, Planen und Dokumentieren der Arbeitsschritte und Arbeitsabläufe, Analysieren von Mustervorlagen, Bestimmen der Konstruktionstechniken und Produktmerkmale, Bestimmen und Klassifizieren von Oberflächen- und Konstruktionsfehlern, Anwenden von Techniken zur Beseitigung von Fehlern, Auswerten von Prüfergebnissen und Erstellen von Prüfprotokollen, Beurteilen der Qualität der Produkte, Beachten der Kundenforderungen und Bearbeiten von Reklamationen, Beachten der Grundsätze der Sicherheit bei der Arbeit, des Gesundheits- und Umweltschutzes.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Produktprüfer/-innen - Textil werden zur Fehlererkennung und Fehlerbehebung in textilen Produktionsbereichen, in denen hochwertige Produkte hergestellt werden, eingesetzt, z. B. in Webereien, Stickereien und Strickereien und bei der Herstellung von Bekleidung.

Hintergrund der Neuordnung (2007)

Bei diesem Berufsbild handelt es sich um eine Modernisierung des zweijährigen Ausbildungsberufes "Textilstopfer/Textilstopferin". Als neue Berufsbezeichnung wurde die Bezeichnung "Produktprüfer/Produktprüferin - Textil" gewählt, um zum einen eine attraktivere Berufsbezeichnung und zum anderen eine den Bereich umfassendere und auf die neu zu definierenden Qualifikationen ausgerichtete Berufsbezeichnung zu erhalten.
Dem Hauptverfahren war ein Vorverfahren vorgeschaltet, in dem der Bedarf an dem Ausbildungsberuf, eine Ausweitung auf andere Produktionsbereiche, eine Integration in andere Berufe und die Ausbildungsdauer anhand des neuen Qualifikationsprofil geprüft wurde.
Produktprüfer/-innen - Textil werden zur Fehlererkennung und Fehlerbehebung in allen textilen Produktionsbereichen, in denen hochwertige Produkte hergestellt werden, benötigt (z. B. in Webereien, Stickereien und Wirkereien, aber auch bei der Herstellung von Teppichwaren, Bekleidung und technischen Textilien). Am Ende des Fertigungsprozesses begutachten Produktprüfer/-innen - Textil die hochwertigen Produkte. Sie bestimmen die typischen Schadensbilder, analysieren die Fehlerursachen und informieren die Produktion über die Fehler und ihre Ursachen. Sie entscheiden anschließend, welche Fehler und Mängel zu beheben sind und wenden dabei unterschiedliche - meist handwerkliche Techniken - an. Nicht zu reparierende Fehler werden gekennzeichnet und klassifiziert. Bei Fortsetzung der Berufsausbildung zum/zur Produktionsmechaniker/-in - Textil wird eine einjährige Anrechnung auf den dreijährigen Beruf ermöglicht, d. h., die Berufsausbildung  Produktionsmechaniker - Textil kann im zweiten und dritten Ausbildungsjahr fortgeführt werden. Die Beschulung findet nach dem Rahmenlehrplan für die Berufsausbildung zum/zur Produktionsmechaniker/-in - Textil im ersten und zweiten Ausbildungsjahr statt (Modulvariante). Im ersten  Ausbildungsjahr sind die ersten vier Lernfelder identisch; es gibt ein neues Lernfeld für den/die Produktprüfer/-in - Textil: Lernfeld 5 " Textile Produkte visuell beurteilen und Mängel ausbessern". Im zweiten Ausbildungsjahr hingegen gibt  es nur eine gemeinsames Lernfeld: Lernfeld 10 "Textilien kundengerecht veredeln und aufmachen". Die anderen vier Lernfelder wurden neu erstellt.
Der Ausbildungsberuf ist bereits nach der neuen Empfehlung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung für die Regelung von Prüfungsanforderungen in Ausbildungsordnungen (Bundesanzeiger  Nr. 50 a vom 13. 03. 2007) erlassen worden.  Ebenso wurden die neuen Standardformulierungen im Paragraphenteil von  Ausbildungsordnungen vom 15. 12. 2006 berücksichtigt.

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Rechtsgrundlagen

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufliche Fortbildung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

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Statistik

Genealogie