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Ausbaufacharbeiter/ Ausbaufacharbeiterin - SP Zimmerarbeiten, - SP Stukkateurarbeiten, - SP Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten, - SP Estricharbeiten, - SP Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten, - SP Trockenbauarbeiten (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Auswählen von Fliesen, Platten und Mosaiken im Hinblick auf die Gestaltung von Flächen, Prüfen und Vorbereiten von Untergründen, Herstellen von Putzen, Estrichen und Stuck, Verlegen von Fliesen, Platten und Mosaik im Dick- und Dünnbettverfahren, Herstellen von Bekleidungen und Belägen für gegliederte, vertikale, horizontale und geneigte Flächen, Herstellen und Montieren von Ummantelungen und Verkleidungen, Montieren im Rahmen des Trockenbaus von vorgefertigten Bauteilen, insbesondere Sanitärsystembauteile, Tragkonstruktionen und Montagewände, Ausführen von Abdichtungen im Verbund mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen, Platten und Mosaiken, Einbauen von Dämmstoffen für den Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz, Selbständiges Ausführen der Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und von Arbeitsaufträgen allein und in Kooperation mit anderen, Planen und Koordinieren der Arbeit, Einrichten von Baustellen, Festlegen der Arbeitsschritte und Ergreifen von Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz auf der Baustelle,., Prüfen der Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung, Dokumentieren der Arbeiten und Räumen des Arbeitsplatzes, Einsetzen von Geräten und Maschinen, Auf und Abbauen von Arbeits-, Schutz- und Traggerüsten, Einmessen von Bauwerken und Bauteilen.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Ausbaufacharbeiter und Ausbaufacharbeiterinnen mit Schwerpunkt Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten sind vor allem in handwerklichen und industriellen Betrieben des Ausbaugewerbes, insbesondere im Fliesenlegergewerbe tätig.

Hintergrund der Neuordnung (1999)

Am 1. August 1999 trat die neue "Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft" in Kraft. Die Ausbildungsverordnung erstreckt sich auf insgesamt 18 Bauberufe.

Die folgende Übersicht zeigt die in der "Verordnung der Berufsausbildung in der Bauwirtschaft" zusammengefaßten Berufe. Dreizehn Bauberufe gelten für die Bereiche Industrie und Handwerk. Im Bereich der Industrie sind darüber hinaus weitere fünf Bauberufe anerkannt.
(Weitere Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft)

1. Stufe:
Hochbaufacharbeiter / Hochbaufacharbeiterin
Ausbaufacharbeiter / Ausbaufacharbeiterin
Tiefbaufacharbeiter /Tiefbaufacharbeiterin
2. Stufe:
die auf dem Hochbaufacharbeiter/auf der Hochbaufacharbeiterin aufbauenden Ausbildungsberufe:
Maurer / Maurerin
Beton- und Stahlbetonbauer / Beton- und Stahlbetonbauerin
Feuerungs- und Schornsteinbauer / Feuerungs- und Schornsteinbauerin
die auf dem Ausbaufacharbeiter/auf der Ausbaufacharbeiterin aufbauenden Ausbildungsberufe:
Zimmerer / Zimmerin
Stukkateur / Stukkateurin
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger / Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerin
Estrichleger / Estrichlegerin
Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer / Wärme-, Kälte- und Schallschutzisoliererin
Trockenbaumonteur / Trockenbaumonteurin
)
die auf dem Tiefbaufacharbeiter/auf der Tiefbaufacharbeiterin aufbauenden Ausbildungsberufe:
Straßenbauer / Straßenbauerin
Rohrleitungsbauer / Rohrleitungsbauerin

Kanalbauer / Kanalbauerin

Brunnenbauer / Brunnenbauerin
Spezialtiefbauer / Spezialtiefbauern
Gleisbauer / Gleisbauerin

Diese Berufe sind für die Industrie staatlich anerkannt. Zum Teil bilden auch Ausbildungsbetriebe des Handwerks in diesen Berufen aus.
Neuer Ausbildungsberuf Spezialtiefbauer
Der Spezialtiefbauer gehört zu den Berufen der Gruppe Tiefbau. Es handelt sich um einen neuen industriellen Ausbildungsberuf der zweiten Stufe. In der ersten Stufe wird der Ausbildungsgang als Tiefbaufacharbeiter im Schwerpunkt Brunnenbau- und Spezialtiefbauarbeiten durchgeführt.
Einheitliche Berufsbezeichnung: Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
Bisher lautete die Berufsbezeichnung für diesen Bauberuf im Bereich der Industrie Isoliermonteur. Nun gilt für diesen Ausbildungsgang in Industrie und Handwerk eine einheitliche Berufsbezeichnung.
Hinweis zu den weiblichen Berufsbezeichnungen:
Die neue Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft nennt für alle Bauberufe männliche und weibliche Berufsbezeichnungen. Aufgrund des Gesetzes zur Vereinheitlichung und Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts vom 6. 6. 1994 (BGBl. I S. 1170) trat das bis zu diesem Zeitpunkt in einigen Bauberufen geltende Beschäftigungsverbot von Frauen außer Kraft. Deshalb werden nun für alle Bauberufe auch die weiblichen Berufsbezeichnungen genannt.


Die Ausbildungsordnung legt zwei zeitlich und sachlich aufeinander aufbauende Stufen der Berufsausbildung fest. Diese Regelung gilt für Industrie und Handwerk. Sie galt bisher nur für den Bereich der Industrie.
Der Abschluß auf der zweiten Stufe wird nach insgesamt drei Jahren Berufsausbildung erreicht. Die zweite Stufe erstreckt sich auf zehn Bauberufe in den Bereichen Industrie und Handwerk sowie auf weitere fünf Bauberufe im Bereich der Industrie. Die in Industrie und Handwerk einander entsprechenden Bauberufe haben gleiche Berufsbezeichnungen. Für sie gelten gleiche Ausbildungsinhalte und gleiche Prüfungsanforderungen.
Die erste Stufe schließt nach zwei Jahren Berufsausbildung mit den Berufen Hochbaufacharbeiter, Ausbaufacharbeiter oder Tiefbaufacharbeiter ab (vgl. Übersicht, word-Dokument zum download).
Für die Lehrlinge mit einem dreijährigen Ausbildungsvertrag ist ein Sicherheitsnetz eingebaut: Bestehen die Jugendlichen die Gesellen- oder Abschlußprüfung nicht, erhalten sie unter bestimmten Voraussetzungen den Facharbeiterabschluß der ersten Stufe, ohne daß sie sich dieser Prüfung noch einmal stellen müssen. Bisher war das nicht möglich.

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Struktur der Ausbildung

Schwerpunkte

  • Zimmerarbeiten
  • Stukkateurarbeiten
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikarbeiten
  • Estricharbeiten
  • Wärme-, Kälte- und Schallschutzarbeiten
  • Trockenbauarbeiten

Rechtsgrundlagen

VO Berufsausbildung Bauwirtschaft (PDF, 22 mb)
02.06.1999 (BGBl. I S. 1102) / Ausbildungsdauer 24 Monate

Erste VO zur Änderung (PDF, 3 mb)
02.04.2004 (BGBl. I S. 522)

Zweite VO zur Änderung (PDF, 397 kb)
20.02.2009 (BGBl. I S. 399)

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufsklassifikation nach KldB 2010

33302

Statistik

Genealogie