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Chemikant/ Chemikantin (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Durchführen von Arbeiten der chemischen Verfahrenstechnik sowie der Prozessleit- und Anlagentechnik, interdisziplinäre Zusammenarbeit entlang der Prozesskette, Überwachen, Steuern und Dokumentieren chemischer Produktionsabläufe und Verarbeitungsprozesse, Planen, Kontrollieren und Dokumentieren der Arbeitsschritte zur Herstellung und Verarbeitung verschiedener Produkte, Gewährleisten eines störungsfreien Prozessablaufs im Team, Zusammenarbeiten mit Fachpersonal (z. B. Industriemechaniker, Elektroniker für Automatisierungs- bzw. Betriebstechnik) bei Wartung, Störungsbeseitigung und Instandhaltung, Prozessbegleitendes Bestimmen von Stoffkonstanten und Stoffeigenschaften, Einsetzen von Computer und Prozessleittechnik zur Geräte- und Anlagensteuerung, zur Datenerfassung und -verarbeitung sowie zur Dokumentation, Informationsbeschaffung und für logistische und organisatorische Zwecke, Berücksichtigen von Regelungen des Gesundheits- und Umweltschutzes, des Arbeitsschutzes, der Anlagensicherheit sowie der Qualitätssicherung ("responsible care"), Umweltgerechtes Verwerten und Beseitigen von Abfällen.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Chemikanten und Chemikantinnen arbeiten in Produktionsbetrieben der chemischen Industrie sowie verwandter Industrien (z. B. Kunststoff- Kautschuk-, Mineralölverarbeitung, Wirkstoffproduktion, Entsorgungswirtschaft) ; Tätigkeitsfelder sind: Herstellen, Aufbereiten und Verarbeiten chemischer Stoffe und Zubereitungen; Bedienen und Überwachen von Produktionsanlagen; Wartung und Instandhaltung sowie chemisch-technische Arbeiten.

Hintergrund der Neuordnung (2018)

In einer wachsenden Zahl an Chemieunternehmen hatte die Digitalisierung auch die Produktion erreicht. Die Vernetzung von IT- mit Produktionssystemen, der Einsatz mobiler Endgeräte und neuer Software, Simulationen und Datenanalysen ermöglichten Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung. Dieser technologische Fortschritt hatte auch Auswirkungen auf die Arbeitsweise und Tätigkeiten der Mitarbeiter/innen in der Produktion und führte somit auch zu veränderten Qualifikationsanforderungen an den Facharbeiterberuf „Chemikant“.
Als modern gestaltete Ausbildungsordnung, welche offen und technikneutral formuliert ist, war die Verordnung zum Berufsbild des Chemikanten/der Chemikantin schon eine gute Grundlage, um im Zuge der Digitalisierung auftretenden neuen Kompetenzen bedarfsbezogen zu vermitteln.
Die ab dem 1. August 2018 in Kraft tretende Änderungsverordnung fügte der bestehenden Ausbildungsordnung des Chemikanten/der Chemikantin eine weitere Wahlqualifikation „Digitalisierung und vernetzte Produktion“ hinzu. Durch das Element der Wahlqualifikation ist es nun den Unternehmen, welche auf dem Weg in die digitalisierte Produktion schon etwas weiter sind, möglich, eine vertiefende Vermittlung einschlägiger Fähigkeiten und Fertigkeiten zu realisieren.

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Rechtsgrundlagen

VO Berufsausbildung zum Chemikanten/zur Chemikantin (PDF, 104 kb)
10.06.2009 (BGBl. I S. 1360) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Erste VO zur Änderung (PDF, 24 kb)
20.03.2018 (BGBl. I S. 382) / Ausbildungsdauer 42 Monate

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Fortbildung / Umschulung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

41312

Statistik

Genealogie

Weiterführende Informationen