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Modist/ Modistin (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Herstellen von Kopfbedeckungen aus Filz und Stroh, Appretieren von Materialien, in Form Bügeln von Hüten, Nähen von Kopfbedeckungen z. B. aus Stoff, Leder und Pelz, Erstellen und Handhaben von Schnittschablonen sowie Abändern von Schnittmustern, Anfertigen von Kopfbedeckungen nach Bild- und Modellvorlagen, Entwickeln, Gestalten und Erarbeiten von Entwürfen nach modischen, historischen, funktionalen und technologischen Gesichtspunkten, Erstellen von Skizzen, Zeichnungen und Mustervorlagen, Ausgestalten von Kopfbedeckungen z. B. durch Anwenden von Schneidetechniken, Rollieren, Blumen und Herstellen von Federgestecken, Aufarbeiten und Ändern von Kopfbedeckungen, Erstellen von Unterformen aus verschiedenen Materialien, Handhaben und Warten von Arbeitsgeräten, Werkzeugen und Maschinen, Führen von Kundengesprächen, insbesondere bei Beratung, Verkauf und Reklamation, Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken, Ergreifen von qualitätssichernden Maßnahmen, Kontrollieren der Arbeitsabläufe und -ergebnisse, Selbständiges Durchführen der Arbeiten auf der Grundlage von Arbeitsaufträgen und eigenen Entwürfen, unter Beachtung der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes, des Umweltschutzes sowie qualitativer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte, Beherrschen des Zusammenhangs zwischen Gestaltung, Konstruktion und Verarbeitung sowie des Einsatzes unterschiedlicher Werk- und Hilfsstoffe, Planen und Organisieren, teilweise im Team, der Tätigkeit bis hin zu Präsentation und Verkauf, kundenorientiertes Arbeiten.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Im Handwerk sind Modisten und Modistinnen meist im Atelier oder der Werkstatt tätig, denen oft ein Ladengeschäft angeschlossen ist. In der Industrie arbeiten sie ebenfalls im Atelier oder in der Serienfertigung in Fertigungshallen. Im Handel sind sie in Verkaufsräumen zu finden, vor allem in Hutabteilungen von Warenhäusern und speziellen Hutfachgeschäften.

Hintergrund der Neuordnung (2004)

Mit der Verordnung über die Berufsausbildung zum Modisten/zur Modistin wurden die Regelungen des Lehrlingswesens im Modistenhandwerk aus dem Jahre 1966 (HW) und über die Berufsausbildung zum Modisten/zur Modistin aus dem Jahre 1969 (IH) aufgehoben. In die neue Verordnung, die sowohl für das Handwerk als auch für die Industrie gilt, wurden ebenfalls die Ausbildungsinhalte des Hut- und Mützenmacherhandwerks (bisherige Regelung von 1939) integriert.

Neue Qualifikationsanforderungen wie das Vorbereiten von Arbeitsabläufen, der Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken, die Qualitätssicherung sowie das Arbeiten im Team und eine stärkere Kundenorientierung wurden in die Ausbildungsordnung aufgenommen.
Berücksichtigt wurden ebenfalls veränderte fachliche Anforderungen im Bereich Schnitttechnik.
Das selbstständige, kundenorientierte Entwickeln und Erarbeiten von Modellentwürfen auch unter Berücksichtigung historischer Gesichtspunkte sowie das Präsentieren von Kopfbedeckungen stellen neue Herausforderungen an die Kreativität angehender Modisten und Modistinnen dar.
Im ersten Ausbildungsjahr erfolgt die Ausbildung auf der Basis der Inhalte des Berufsgrundbildungsjahres im Berufsfeld Textiltechnik und Bekleidung.
Die Struktur der Zwischen- und Abschluss-/Gesellenprüfung wurde grundlegend verändert und dem heutigen Standard angepasst. Im praktischen Prüfungsteil werden drei Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, durchführt. Für eine Arbeitsaufgabe reichen die Prüflinge vorab eigene Entwürfe ein.
Der Rahmenlehrplan für den Berufsschulunterricht wurde in Form von Lernfeldern entwickelt.

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Rechtsgrundlagen

VO Berufsausbildung zum Modisten/ zur Modistin (PDF, 88 kb)
Ausbildungsordnung vom 15.04.2004 (BGBl. I S. 580) / Ausbildungsdauer 36 Monate

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufliche Fortbildung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

28222

Statistik

Genealogie