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Industriekeramiker Verfahrenstechnik/ Industriekeramikerin Verfahrenstechnik (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Kundenorientiertes und kostenbewusstes Arbeiten, selbständiges und teamorientiertes Planen und Organisieren der Arbeit unter Anwendnung von Informations- und Kommunikationsmitteln, Be-, Verarbeiten und Prüfen von keramischen Werkstoffen, Gips und Kunststoffen auf der Grundlage technischer Unterlagen und Fertigungsvorschriften, Warten und Pflegen der Betriebsmittel sowie der Mess- und Prüfmittel, Herstellen keramischer Massen und Glasuren zur Produktion und Prüfen dieser auf ihre Eignung für den weiteren Prozess, Fertigen von Einrichtungen für die Formenherstellung und Gießen von Arbeitsformen aus Gips, Formen keramischer Massen z. B. durch Gießen, Drehen, Pressen, Glasieren und Dekorieren von keramischen Produkten, Trocknen und Brennen keramischer Rohlinge, Steuern und Überwachen des Produktionsprozesses, Durchführen von qualitätserhöhenden und qualitätssichernden Maßnahmen für die hergestellten Produkte im ganzen Fertigungsablauf, Beachten der Vorschriften des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der Qualitätssicherung.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Industriekeramiker / Industriekeramikerinnen Verfahrenstechnik führen ihre Tätigkeiten zur Herstellung von Porzellan, Gebrauchs- und Zierkeramik, Baukeramik, Feuerfestkeramik, Sanitärkeramik und Technischer Keramik in Werk- und Produktionsstätten der Keramik- und Porzellanindustrie durch.

Hintergrund der Neuordnung (2005)

Der/die Industriekeramiker Verfahrenstechnik/ Industriekeramikerin Verfahrenstechnik wurde mit drei weiteren Berufen der keramischen Industrie modernisiert, neu strukturiert und der handlungsorientierten Ausbildung angepasst. Neben der neuen Berufsbezeichnung verfügt der Ausbildungsberuf über Ausbildungsinhalte aus dem/der ehemaligen Kerammodelleinrichter/Kerammodelleinrichterin und aus dem/der ehemaligen Industriekeramiker/-in Fachrichtung Formgebung, was einerseits der betrieblichen Praxis entspricht und andererseits den Absolventen eine größere Einsatzbreite ermoglicht. Somit werden Schwerpunkte in der Ausbildung zum einen auf das Herstellen von Einrichtungen und zum anderen auf das Formen keramischer Massen gelegt.
Wie die anderen drei modernisierten industriellen keramischen Berufe hat auch der Industriekeramiker Verfahrenstechnik / Industriekeramikerin Verfahrenstechnik

12 Monate gemeinsame, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse mit den anderen industriellen keramischen Berufen sowie 24 Monate berufsspezifische Fertigkeiten und Kenntnisse,

seine/ihre Stärken in der permanenten Durchführung qualitätssichernder Maßnahmen, im Anwenden von Prüfverfahren sowie im prozessorientierten Arbeiten.
Hierzu zählen die Teamarbeit, die Arbeitsplanung, -durchführung und -kontrolle nach betriebswirtschaftlichen und terminlichen Vorgaben unter Beachtung der Zusammenhänge von Prozessabläufen und Teilprozessen bei der Auftragsabwicklung.
Neue Qualifikationen sind in der betrieblichen und technischen Kommunikation durch das Anwenden englischer Fachbegriffe, der situationsgerechten und zielorientierten Gesprächsführung mit Vorgesetzen, im Team und mit Kunden sowie in der Anwendung von technischen Kommunikationsmitteln hinzu gekommen.
Die Zwischen- und Abschlussprüfung wurden grundlegend verändert und dem heutigen Standard angepasst. So besteht die Zwischenprüfung aus einer praktischen Arbeitsaufgabe, die mit betriebsüblichen Unterlagen dokumentiert wird. Diese Dokumentation der praktischen Arbeitsaufgabe ersetzt die ehemalige schriftliche Zwischenprüfung. Darüberhinaus wird während der Zwischenprüfung ein 10-minütiges Fachgespräch geführt.
Die Abschlussprüfung besteht aus einer umfangreichen praktischen Arbeitsaufgabe, in der der Prüfling entweder eine Einrichtung herstellen, ein keramisches Werkstück formen oder ein keramisches Werkstück glasieren und dekorieren und mit betriebsüblichen Unterlagen dokumentieren soll. Innerhalb dieser Zeit soll ein 20-minütiges Fachgespräch geführt werden, bei dem der Prüfling fachbezogene Sachverhalte darstellen, Hintergründe aufzeigen und die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsaufgabe begründen soll. Anstelle von Prüfungsfächern werden umfassende Prüfungsbereiche wie Fertigungstechnik, Technische Kommunikation und Qualitätssicherung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde angesetzt.

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Rechtsgrundlagen

VO Berufsausbildung in der keramischen Industrie (PDF, 4 mb)
03.06.2005 (BGBl. I S. 1541) / Ausbildungsdauer 36 Monate

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufliche Fortbildung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

21412

Statistik

Genealogie