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Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss

Die Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ unterstützt Jugendliche dabei, ihren Schulabschluss zu schaffen, einen Ausbildungsplatz zu finden und die Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen.

Das Foto zeigt den Jugendlichen Morris mit seiner Berufseinstiegsbegleiterin Heike Freiheit.
Copyright: Bildungsketten/Fotograf: Jakob Ebert

Ziel ist es, möglichst jeden ausbildungsfähigen jungen Menschen in eine betriebliche Berufsausbildung zu integrieren, die Zahl der Schulabbrüche deutlich zu verringern, die Übergänge von der Schule in die Ausbildung und später ins Berufsleben zu verbessern und dadurch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Gegründet wurde die Initiative Bildungsketten im Jahr 2010 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die Bildungsketten sind ein wichtiger Bestandteil der Initiative „Chance Beruf – Zukunft der beruflichen Bildung“, mit der das BMBF die berufliche Aus- und Weiterbildung in Deutschland stärkt.

Bund und Länder verzahnen Förderinstrumente

Das BMBF setzt zusammen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Bundesagentur für Arbeit auf eine systemische, bundesweite Verstetigung erfolgreicher Förderinstrumente, damit junge Menschen möglichst schnell und effizient den Weg in eine Berufsausbildung finden. Hierzu zählen im Wesentlichen:

  • Potenzialanalysen
  • Berufsorientierung
  • Berufseinstiegsbegleitung
  • Ehrenamtliches Coaching (Initiative VerA)
  • Maßnahmen im Übergangsbereich

Der Berufsorientierungsprozess beginnt frühzeitig und systematisiert. Bei Bedarf unterstützen Begleiterinnen und Begleiter die Jugendlichen individuell, um den Schulabschluss und den Übergang in eine Ausbildung zu schaffen. Der gesamte Verlauf wird durch den Berufswahlpass oder ein ähnliches Instrument dokumentiert und reflektiert – von der Schule bis zur Ausbildung.

Die bundesweit einheitlichen Förderinstrumente werden mit den Aktivitäten und Instrumenten der Länder am Übergang Schule-Beruf verzahnt. Verbindliche Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern unterstützen den Aufbau eines kohärenten Förderkonzeptes im Berufsorientierungs- und Übergangsbereich. Die Initiative Bildungsketten trägt so entscheidend dazu bei, den Bildungserfolg junger Menschen präventiv und ganzheitlich zu sichern.

Servicestelle Bildungsketten unterstützt Fachkräfte

Koordiniert wird die Initiative von der Servicestelle Bildungsketten beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Die Servicestelle ist zentraler Anlaufpunkt für die an der Initiative beteiligten Akteurinnen und Akteure und übernimmt u.a. folgende Aufgaben:

  • sie ist die Geschäftsstelle der Bund-Länder-Begleitgruppe (aus Vertretern/innen des Bundes, der Länder und der Bundesagentur für Arbeit), welche die Initiative auf der Fachebene begleitet,
  • sie koordiniert die Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass,
  • sie vernetzt Institutionen, Fachwelt und Praxis und moderiert den fachlichen Austausch,
  • sie begleitet die Initiative wissenschaftlich,
  • sie erstellt hilfreiche Materialien für den Arbeitsalltag der Fachkräfte und
  • sie bereitet wissenschaftliche Erkenntnisse sowie gute Praxisbeispiele auf und leistet Öffentlichkeitsarbeit.

Fachinformationen zum Thema Übergang Schule-Beruf

Das Internetportal www.bildungsketten.de hält viele Informationen und ein breites Serviceangebot zum Thema Übergang Schule-Beruf bereit.
Ein Film und eine interaktive Projektlandkarte laden zum Beispiel dazu ein, die Initiative Bildungsketten näher kennen zu lernen.
Die Materialsammlung bietet Anregungen für die praktische Arbeit mit Jugendlichen, Schulen und Betrieben.
Kostenlos erhältlich sind auch das Bildungsketten-Journal und eine Broschüre über die Berufseinstiegsbegleitung.

Hier geht es zur Internetseite der Initiative Bildungsketten