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BIBB goes didacta 2026

Wohin die Reise geht

Auch in diesem Jahr begegnet das BIBB mit spannenden Projekten, Programmen und Initiativen Bildungsinteressierten auf der Reise durch die Bildungslandschaft, die sich vom 10. bis 14. März 2026 auf der „didacta“ in Köln präsentiert. Sie finden uns in Halle 7 am Stand C 31, 33 und A 36 sowie auf der Bühne des Forums "Berufliche Bildung" in Halle 6.

Menschen auf einem Messegang in Zeitraffer nach links oder rechts laufend

Welchen Beitrag kann die berufliche Bildung zur Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs leisten? Wie können nachhaltige und demokratische Kompetenzen in der beruflichen Bildung vermittelt werden? Und wie gelingt moderne Berufsorientierung im digitalen Zeitalter? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom 10. bis 14. März 2026 auf der Bildungsmesse „didacta“ in Köln.

Reise durch die Phasen der Beruflichen Orientierung

Reisekoffer und Kompass mit Logos der beteiligten Projekte

Am gemeinsamen Stand der Initiative Bildungsketten, der berufswahlapp und zynd in Halle 7, C 31 steht die Berufliche Orientierung im Mittelpunkt: Welche Herausforderungen gilt es künftig zu meistern? Welche Maßnahmen des BIBB und der angedockten Angebote unterstützen Jugendliche und ihre pädagogischen Fachkräfte dabei? Besuchende können sich über über die Berufliche Orientierung informieren, Podcasts entdecken und spannende digitale Angebote an Touchscreens vor Ort testen.

Die vier Phasen der Beruflichen Orientierung

Einstimmen, Erkunden, Entscheiden und Erreichen – das sind im Thüringer Berufsorientierungsmodell die vier Phasen, welche die meisten jungen Menschen durchlaufen.

Die Berufliche Orientierung ist nicht immer linear oder altersgebunden. Sie ist eine Entwicklung von der Selbsterkenntnis bis zur praktischen Umsetzung der Berufsentscheidung.

Gehen Sie gemeinsam mit uns auf die Reise der Beruflichen Orientierung. Wie können wir junge Menschen bedarfsgerecht und zielgruppenorientiert auf dieser Reise unterstützen? 

Jugendliche übernehmen die Verantwortung für ihre berufliche Zukunft: Sie entdecken und reflektieren ihre Stärken und Interessen.

Zentrale Fragen

  • Was kann ich?
  • Was interessiert mich?
  • Wie soll meine berufliche Zukunft aussehen?

Herausforderungen dieser Phase

  • Unsicherheit durch die große Herausforderung „Berufsorientierung“
  • Über-/Unterschätzung der eigenen Stärken und Ressourcen
  • Geringe Selbstkenntnis und fehlende Praxiserfahrung

So unterstützen Sie Jugendliche

  • Selbst- und Fremdeinschätzung
    Jugendliche finden heraus, wie gut sie sich selbst kennen – und wie andere sie wahrnehmen. Der Abgleich am Ende gibt ihnen eine realistische Einschätzung. Jetzt ausprobieren!
    https://zynd.de/play/selbst-fremdeinschaetzung
     
  • Ressourcenrucksack
    Ressourcen haben alle! Hier entdecken Jugendliche spielerisch, welche sie haben und wie diese bei der Berufswahl unterstützen. Minigame starten!
    https://zynd.de/play/ressourcenrucksack

Jugendliche lernen (neue) Berufe kennen. Vorurteile und falsche Vorstellungen werden abgebaut und eine realistische Idee von Berufen entwickelt. Diese werden mit den eigenen Job-Visionen abgeglichen.

Zentrale Fragen

  • Welche Berufe gibt es?
  • Ausbildung oder Studium?
  • Welcher Job passt zu meinen Lebenszielen?

Herausforderungen dieser Phase

  • Flut an Möglichkeiten und Informationen
  • Unklare Vorstellung vom Arbeitsmarkt
  • Zugang zu Praktikumsplätzen
  • Finanzielle, zeitliche und organisatorische Hürden im Bewerbungsprozess
  • Unvollständige oder einseitige Darstellung von Berufen verzerrt deren Wahrnehmung 

So unterstützen Sie Jugendliche 

  • Berufsfeldpanoramen
    Jugendliche tauchen in verschiedene Ausbildungsberufe ein. Sie bewegen sich durch virtuelle 360°-Räume und bekommen authentische Einblicke in den Arbeitsalltag. Sie erfahren von Gleichaltrigen, was ihre Jobs besonders macht und gleichen die eigene Berufsvorstellung mit realistischen Arbeitsalltagsbildern ab. Jetzt entdecken! 
    https://zynd.de/play?tags=437
     
  • Berufequiz WTF? 
    327 Berufe, 60 Sekunden, 1 Frage: Who´s the Fachkraft?
    Spielerisch das eigene Wissen über die dualen Ausbildungsberufe testen – und sich von der Vielfalt überraschen lassen. Jetzt quizzen!
    https://zynd.de/play/berufequiz
     
  • Berufsorientierungsprogramm (BOP)
    Dieses Programm setzt sich aus zwei Kernbestandteilen zusammen: der Potenzialanalyse ab Klasse 7 und den „praxisorientierten Tagen zur Beruflichen Orientierung“ (BO-Tage) ab Klasse 8. Videos zu den im Rahmen der BO-Tage erkundbaren Berufsfeldern:
    https://www.berufsorientierungsprogramm.de/bop/de/bo-tage/videos/videos_node.html
     
  • Potenzialanalyse
    Die Potenzialanalyse ist ein erster Schritt in der Berufsorientierung, bei dem Jugendliche ihre eigenen Talente, Stärken und Interessen erkennen, bevor sie in den praxisorientierten BO-Tagen konkrete Berufe ausprobieren. Die Analyse umfasst handlungs- und biografieorientierte Aufgaben und fördert die Selbstreflexion.
    https://www.berufsorientierungsprogramm.de/bop/de/potenzialanalyse/allgemeine-infos/allg-infos_node.html
     
  • Berufliche Orientierung an Gymnasien (BOGy) 
    Ausbildung und Studium sind gleichwertig, aber unterschiedlich. Die praxisorientierten BO-Tage an Gymnasien ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Bildungswege zu erleben und ihre Erfahrungen mit qualifiziertem Personal zu reflektieren. 
    https://www.berufsorientierungsprogramm.de/bop/de/programm/bop-am-gym/allgemeine-infos/bop-am-gymnasium_node.html

Die Jugendlichen sortieren und gewichten alle gesammelten Informationen. So entsteht eine konkrete Planung zur Berufswahl. In dieser Phase gewinnt die Selbstreflexion an besonderer Bedeutung.

Zentrale Fragen

  • Welcher Beruf passt wirklich zu mir und meinen Fähigkeiten?
  • Welche Ausbildung bzw. welches Studium kommt für mich in Frage?
  • Wie weiß ich, ob ich die richtige Entscheidung treffe?

Herausforderungen in dieser Phase

  • Der Druck, die „richtige“ Entscheidung zu treffen
  • Beeinflussung des Umfeldes: Soziale und familiäre Erwartungen stimmen ggf. nicht immer mit den eigenen Wünschen überein
  • Überwältigung, z. B. aufgrund der Vielzahl an Angeboten, aus denen das passendere herausgesucht werden muss

So unterstützen Sie Jugendliche

  • Die Berufliche Orientierung strukturieren
    Durch das Führen eines Portfolios können Jugendliche ihre Stärken dokumentieren und alle Informationen und Erfahrungen sammeln. Maßgeblich für die Entwicklung von Orientierung und Berufswahlkompetenz ist die Reflexion dieser Inhalte, idealerweise angeregt durch externe Impulse, zum Beispiel von Lehrkräften, der Familie, Berufsberatenden und auch Personen aus den favorisierten Berufsfeldern. Sprechen Sie die Jugendlichen an und fragen Sie, wo die Unterlagen zur Beruflichen Orientierung gesammelt sind!

    ⇒ Die berufswahlapp ist ein Berufsorientierungs-Portfolio für den Schulunterricht, die eine Doppelrolle ausfüllt: Für die Lernenden ist sie ein Portfolio für die Berufliche Orientierung. Den Lehrkräften dient sie zur Strukturierung des Unterrichts. Die Web-App wurde gemeinsam von Bund und Ländern entwickelt. www.berufswahlapp.de
     
  • Recherche konkretisieren
    In dieser Phase bauen die Jugendlichen auf ihrer bereits gewonnen Berufswahlkompetenz auf – und nun beginnt die Recherche von konkreten Berufs- und Ausbildungswegen.

    ⇒ Über das Berufenavi finden Jugendliche verlässliche Informationen zu Berufen und Berufsfeldern, Beratungsangeboten sowie Ausbildungs- und Praktikumsangeboten an ihrem Wunschort. https://www.berufenavi.de
     
  • Rambly
    Entscheiden kann man üben! In diesem Lernspiel muss ständig zwischen zwei Möglichkeiten gewählt werden. So kann das Entscheiden stressfrei, weil ohne Konsequenzen, ausprobiert werden. Nebenbei werden Informationen über Wege nach der Schule vermittelt. https://zynd.de/play/rambly
     
  • Battle of Choices
    Salat oder Pizza, sozial oder technisch, Nachtmensch oder früher Vogel: Nicht jede Entscheidung ist leicht. Aber manchmal muss einfach eine getroffen werden. Und manchmal wird dadurch sogar der eigene Berufsweg klarer. Wie viele Entscheidungen schaffst du in 50 Sekunden? https://zynd.de/play/battle-of-choice

Jetzt ist die Entscheidung gefallen und es geht darum, den Übergang zwischen Schule und Beruf erfolgreich zu gestalten. In dieser Phase fokussieren die Jugendlichen sich auf den Bewerbungsprozess.

Zentrale Fragen

  • Wie finde ich einen Ausbildungs- oder Studienplatz?
  • Wie schreibe ich eine erfolgreiche Bewerbung?
  • Was mache ich, wenn ich nicht sofort eine Stelle finde?

Herausforderungen in dieser Phase

  • Überwältigung durch die mangelnde Erfahrung und Unsicherheit im Bewerbungsprozess
  • Umgang mit Rückschlägen und Ablehnungen

So unterstützen Sie Jugendliche

Passende Berufe für alle! Die Initiative Klischeefrei auf der didacta

Mitarbeiterin der Intiative Klischeefrei steht am Messetand auf der didacta und berät

Am Stand A 36 in Halle 7 informiert die Initiative Klischeefrei über alle Themen rund um eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees.

Geschlechterstereotype festigen sich schon früh in den Köpfen der Kinder und färben auf die Vorstellungen von Tätigkeiten und Berufen ab. Umso wichtiger ist es, Kindern von klein auf zu vermitteln, dass im Prinzip alle alles werden können. Die Angebote der Initiative unterstützen Fach- und Lehrkräfte dabei, Klischees bewusst zu machen und junge Menschen frei von einengenden Klischees zu begleiten.

Interessierten bietet sich beim Meet & Greet am Donnerstag, dem 12.03.2026 ab 17:00 Uhr die Gelegenheit, das Team hinter der Initiative besser kennenzulernen und mit dem Leiter der Servicestelle, Miguel Diaz, in den Austausch zu gehen.

Darüber hinaus werden Miguel Diaz und Arzu Sahin (Servicestelle der Initiative Klischeefrei) am Stand des Didacta Verband e. V. (Halle 7, D 045) über „Berufswahl frei von Rollenbildern“ sprechen (Donnerstag, 12.03.2026, 13:00–13:45 Uhr). Christoph Kröger (Servicestelle der Initiative Klischeefrei) hält am Stand von mobile.schule (Halle 7.1, C069, C065, B060) einen Vortrag über „Klischees, KI und Kompetenzen: Berufsorientierung im Schulkontext“ (Mittwoch, 11.03.2025, 12:15–12:45 Uhr).

MIKA - Medien- und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal: OER für alle

MIKA-Lernwelt Grafik

In Halle 7 am Stand C 33 stellt das BIBB das berufsbegleitende Qualifizierungsangebot MIKA – Medien- und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal vor. Das Weiterbildungsangebot unterstützt Ausbildungspersonal beim Einsatz digitaler Technologien. Im Fokus stehen offene Bildungsressourcen (OER - Open Educational Resources), die lernortübergreifend entwickelt und auf der digitalen Pinnwand MIKA-Do gebündelt werden. Dort kann Ausbildungspersonal die Materialien gemeinsam nutzen und weiterentwickeln.

Aktiv im Forum Berufliche Bildung

Während der gesamten Messezeit finden darüber hinaus im Forum „Berufliche Bildung/myQ-Qualifizierung“ Talkrunden mit Expertinnen und Experten des BIBB statt:

Zukunft lernen: Nachhaltigkeit in der Berufsausbildung (10.03.2026, 13:45 Uhr)
Auf dem Podium diskutiert Barbara Hemkes mit Expertinnen und Experten aus Praxis und Bildungsarbeit über konkrete Ansätze, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen einer nachhaltigen Berufsbildung.

Demokratie geht nur gemeinsam (12.03.2026, 15:00 Uhr)
Dr. Monika Hackel präsentiert Ansatzpunkte und Ideen zur Vermittlung demokratischer Kompetenzen in der beruflichen Bildung. Praxisbeispiele, Lernortkooperationen und Unterstützungsangebote für das Ausbildungspersonal und Lehrkräfte stehen im Mittelpunkt.

Neue Wege zur beruflichen Ausbildung und Qualifizierung ausländischer Fachkräfte (13.03.2026, 10:15 Uhr)
Dr. Ralf Hermann spricht mit Vertreterinnen und Vertretern aus Praxis, Politik und Forschung über (neue) Wege der Ausbildung und Qualifizierung internationaler Fachkräfte. Im Fokus stehen innovative Konzepte, die internationale Berufsbildungszusammenarbeit und die Zukunft der Fachkräftesicherung in Deutschland.

Heterogenität in der beruflichen Bildung. Die Herausforderung beginnt schon bei der Berufsorientierung (13.03.2026, 14:00 Uhr)
Prof. Dr. Michael Heister und Sanja Ahmadsei diskutieren mit Rita Petry (Handwerkskammer der Pfalz), wie passgenaue analoge sowie digitale Angebote bereits in der Berufsorientierung ansetzen können, um der wachsenden Heterogenität in der beruflichen Erstausbildung zu begegnen.

Demokratiestärkung – insbesondere durch berufliche Bildung (14.03.2026, 10:30 Uhr)
Nach einer Keynote von Prof. Dr. Mona Massumi (Fachhochschule Münster) zur Bedeutung von Demokratiebildung in der beruflichen Bildung wird auf dem Podium unter Leitung von Prof. Dr. Michael Heister der Frage nachgegangen, durch welche Aktivitäten die Stärkung von Demokratie durch berufliche Bildung gelingen kann.

Informationen zur Veranstaltung

didacta 2026
Datum: 10.03.2026 – 14.03.2026
Veranstalter: koelnmesse

Einblick, Überblick, Ausblick – die didacta ist die führende Fachmesse und Weiterbildungsveranstaltung für das gesamte Bildungswesen. 

Sie finden uns an folgenden Ständen:

Messestand zur Beruflichen Orientierung: Halle 7, Stand C 31
Messestand MIKA: Halle 7, Stand C 33
Messestand Klischeefrei: Halle 7, Stand A 36
Forum „Berufliche Bildung“: Halle 6, Stand B 30/C 39

Das BIBB freut sich auf den Austausch in Köln!
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