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Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik/ Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik - FR Faserverbundtechnologie (Ausbildung)

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Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Herstellen von Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen mit Hilfe verschiedener Verfahren, Bearbeiten und Reparieren von Faserverbundbauteilen, Fügen, Montieren und Demontieren von Bauteilen und -gruppen aus Faserverbundwerkstoffen, Anwenden technischer Zeichnungen, isometrischer Darstellungen, Legeplänen sowie Erstellen von Abwicklungen, Planen von Fertigungsabläufen, Aufbereiten von Polymeren, Reaktionsmitteln, Fasermaterialien und Stützstoffen, Kernwerkstoffen, Zuschlag- und Hilfsstoffen, Abwickeln von Produktionsaufträgen, Kontrollieren und Optimieren des Fertigungsprozesses entsprechend den Qualitätsstandards und Umweltvorschriften, Durchführen und Dokumentieren von Mess- und Prüftätigkeiten im Rahmen der Qualitätssicherung, Bedienen von Steuerungs-, Regelungs- und Messeinrichtungen sowie Prozessleitsystemen, Durchführen von Inspektionen und Wartungen an Maschinen, Fertigungsmitteln und Peripheriegeräten sowie Mitwirkung an Instandsetzungen, Kunden- und prozessorientiertes Arbeiten selbstständig und im Team, Beachten von ökonomischen und ökologischen Aspekten, Kommunizieren mit vor- und nachgelagerten sowie Service-Bereichen zur Optimierung des Fertigungsprozesses, Mitwirken beim Planen von Fertigungsprozessen und der Entwicklung kundenspezifischer Anwendungen, werkstoffgerechtes Transportieren von Bauteilen und Baugruppen.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Verfahrensmechaniker/Verfahrensmechanikerinnen für Kunststoff- und Kautschuktechnik - Fachrichtung Faserverbundtechnologie arbeiten in Betrieben der kunststoffverarbeitenden Industrie sowie im Fahrzeugbau, Flugzeugbau, Anlagenbau, Bootsbau, Sportgeräteherstellung.

Hintergrund der Neuordnung (2012)

Die neue Ausbildungsverordnung für Verfahrensmechaniker/Verfahrensmechanikerinnen für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist am 1. August 2012 in Kraft getreten.
Augenfälligstes Kennzeichen ist die neue Struktur der Berufsausbildung Sie spiegelt die Veränderung der Arbeitswelt in der Branche wider. Anstelle der bisherigen Gliederung in Schwerpunkte tritt die stärker ausgeprägte Differenzierung in folgende sieben Fachrichtungen:
Formteile
Halbzeuge
Mehrschichtkautschukteile
Compound- und Masterbatchherstellung
Bauteile
Faserverbundtechnologie
Kunststofffenster
Die Fachrichtungen sind, anders als die Schwerpunkte, Teil der Berufsbezeichnung. Sie werden in der Klassifikation der Berufe gesondert ausgewiesen und somit auch statistisch erfasst.
Verbunden mit der neuen Struktur erfolgte eine Neubestimmung gemeinsamer sowie spezifischer Inhalte, eine Veränderung der zeitlichen Gliederung der Ausbildung sowie die Einführung einer neuen Prüfungsform.
Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und - im zeitlichen Umfang von 52 Wochen -in die Ausbildung in einer der Fachrichtungen. Die gemeinsamen Ausbildungsinhalte weisen gegenüber der Ausbildungsverordnung aus dem Jahr 2006 folgende wesentliche Änderungen auf:
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten im Hinblick auf den Umgang mit Polymeren bekommen einen größeren inhaltlichen und auch zeitlichen Stellenwert.
Ausbildungsinhalte zur Fertigungsplanung und -steuerung sind bereits im ersten Ausbildungsabschnitt - vor Teil 1 der Abschlussprüfung beginnend - zu vermitteln. Dadurch kann die Ausbildung von Beginn an besser an betriebliche Abläufe angepasst werden.
Das mechanische Bearbeiten von polymeren Werkstoffen sowie das Herstellen von Bauteilen und Baugruppen wird in den gemeinsamen Qualifikationen inhaltlich und zeitlich auf das für alle Fachrichtungen notwendige Maß zurückgeführt; darüber hinausgehende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind v.a. in den Fachrichtungen Bauteile, Faserverbundtechnologie und Kunststofffenster zu vermitteln.
Mit der Neuordnung wird die getreckte Abschlussprüfung eingeführt. Sie besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2, wobei Teil 1 zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden soll.
Teil 1 der Abschlussprüfung ist für alle Fachrichtungen einheitlich gestaltet, Teil 2 fachrichtungsspezifisch. Für alle Fachrichtungen wird bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses Teil 1 der Abschlussprüfung mit 25 Prozent und Teil 2 der Abschlussprüfung mit 75 Prozent gewichtet. Prüfungsrelevant für Teil 1 sind die Ausbildungsinhalte der ersten 18 Ausbildungsmonate.

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Struktur der Ausbildung

Rechtsgrundlagen

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufsklassifikation nach KldB 2010

22102

Statistik

Genealogie