Wer rettet die Arbeit?

BIBB präsentiert vom 6. bis 8. Mai Innovationen in der Berufsbildung auf der „re:publica“ in Berlin

©GOVET

Die fortschreitende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft sowie der verstärkte Einsatz von Computern, Robotern und Künstlicher Intelligenz wird die Arbeit radikal verändern. Welche Art von Arbeit werden wir in Zukunft leisten? Wie viele Fachkräfte werden dafür benötigt? Und über welche Kompetenzen und Qualifikationen müssen Beschäftigte verfügen, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern?

Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf der Konferenz „re:publica“ vom 6. bis 8. Mai in Berlin (Standnummer: 3b02).

Als nationales Kompetenzzentrum für die berufliche Aus- und Weiterbildung in Deutschland wird das BIBB auf dieser Konferenz verdeutlichen, wie in Zukunft notwendiges prozessorientiertes und systemisches Denken, Problemlösungs-, Medien- und IT-Kompetenz, Nachhaltigkeit und Kommunikation bereits jetzt Einzug in die 325 staatlich anerkannten dualen Ausbildungsberufe hält, um die Auszubildenden von heute auf ihre Tätigkeit als Fachkraft von morgen vorzubereiten.  

Im Format einer sogenannten „Lightning Box“ wird BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl den Besucherinnen und Besuchern der „re:publica“ am 8. Mai ab 11:45 Uhr – unterstützt von Videos und Expertendiskussionen – die qualitativen und quantitativen Veränderungen aufzeigen, die die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt mit sich bringen wird.

Für BIBB-Forschungsdirektor Ertl ergeben sich aus diesen Veränderungen weitreichende Herausforderungen für die berufliche Aus- und Weiterbildung: „Die mit der Digitalisierung verbundenen Anforderungen dynamisieren Lern- und Lehrprozesse in allen Bereichen der beruflichen Bildung. Neue pädagogische Konzepte müssen im Zusammenwirken von Berufsbildungsforschung und Praxis entwickelt und implementiert werden.“

Neben der „Lightning Box“ zum Thema Digitalisierung informiert die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET im BIBB) über das vielfältige Engagement Deutschlands in der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. Denn im Zeitalter globaler und digitaler Produktions- und Lieferketten muss die Berufsbildung noch internationaler gedacht werden als bisher. Dem Aspekt, dass Berufsbildungszusammenarbeit auch einen wesentlichen Beitrag für die diplomatischen Bemühungen Deutschlands leistet, widmet sich eine Session am 7. Mai ab 13 Uhr („Education and Science Diplomacy“).

Am Stand und im Rahmenprogramm präsentieren das BIBB und GOVET unter dem Titel „skills4future:needs“ mit Projekten, Exponaten und Expertengesprächen ein breites Spektrum weiterer gelungener Praxisbeispiele innovativer Berufsbildung. Dazu gehören unter anderem:

  • der neue Ausbildungsberuf „Kaufmann/-frau im E-Commerce“
  • Innovationen in Pflege- und Gesundheitsberufen sowie in der Textilindustrie
  • der Einsatz von Drohnen in Landwirtschaft, Gartenbau, Vermessungswesen und Bausanierung
  • Virtual- und Augmented Reality (VR + AR) in der Berufsbildung
  • Nachhaltigkeit in Lebensmittel- und Dienstleistungsberufen
  • frei verfügbares Wissen mit Open Educational Resources und Bürgerbeteiligung in der wissenschaftlichen Datenerhebung durch Citizen Science

Die „re:publica“ ist eine seit 2007 jährlich in Berlin stattfindende national und international viel beachtete Konferenz zum gesellschaftlichen Umgang mit Internet und Digitalisierung. Die „re:publica 2018“ besuchten nach Angaben des Veranstalters rund 20.000 Personen aus 82 Ländern, die sich in rund 1.000 Vorträgen und 500 Programm-Sessions informierten und aktiv beteiligten.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten von BIBB und GOVET auf der „re:publica“ finden Sie im Internetangebot des BIBB unter www.bibb.de/rp19

Ansprechpartner:

BIBB: Andreas Pieper, pieper@bibb.de, Tel.: 0228 / 107-2801

GOVET: Thorsten Schlich, schlich@govet.international, Tel.: 0228 / 107-2835

Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.