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Wettbewerbsthema: „Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch berufliche Bildung“

© goodluz/fotolia

„Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch berufliche Bildung“ – so lautet das Thema des Wettbewerbs um den Hermann-Schmidt-Preis 2018. Die Bewerbungsfrist endet am 19. Januar 2018.

Es ist eine Abstimmung mit den Füßen und sie vollzieht sich momentan nach der Devise: Hörsaal statt Werkbank! In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um rund 100.000 zurückgegangen. Dies geht zwar in einem erheblichen Maße auf den Rückgang bei den Schulabgängern und damit auf die demografische Entwicklung zurück, doch entscheiden sich auch immer mehr junge Menschen für den Erwerb einer Studienberechtigung und ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule. Gleichzeitig steigt die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze von Jahr zu Jahr und die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt verschärfen sich.

Andererseits ist das Interesse der Jugendlichen an einer dualen Berufsausbildung aber nach wie vor vorhanden. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Berufen. Bestimmte Ausbildungsberufe stoßen so bei den Jugendlichen auf immer weniger Interesse, betroffen davon sind insbesondere einige Handwerksberufe. Hier können die angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzt werden, während andererseits einige Berufe zum Teil hoffnungslos überlaufen sind und auch von Abiturienten angestrebt werden. So wächst der Anteil der Jugendlichen mit Studienberechtigung unter den Auszubildenden stetig.

Laut einer aktuellen BIBB-Befragung setzen die Fachkräfte von morgen bei der Wahl ihres Ausbildungsbetriebs vor allem auf Sicherheit und ein gutes Betriebsklima und weniger auf materielle Anreize, wie zum Beispiel ein vom Betrieb als Eintrittsgeschenk zur Verfügung gestelltes Smartphone. Es geht ihnen also an erster Stelle um das Potenzial des Betriebs als langfristiger Arbeitgeber. Dies machen sie vor allem an einem guten Image sowie einem positiven Betriebsklima, an einer guten Ausbildungsqualität und an guten Übernahmechancen auf einen sicheren Arbeitsplatz fest.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Befunden und Entwicklungen für die künftige Nachwuchsgewinnung durch die Betriebe? Welche Rekrutierungsstrategien, welche Kooperationsformen und Netzwerke erweisen sich als tragfähig, um die Attraktivität der beruflichen Bildung für Jugendliche und junge Erwachsene zu fördern? Wie sehen betriebliche Berufslaufbahnkonzepte zur Karriereförderung aus? Wie sehen Modelle zur Integration von Seiteneinsteigerinnen aus?

Mit dem zum 22. Mal ausgeschriebenen Hermann-Schmidt-Preis des Vereins „Innovative Berufsbildung e.V.“ sollen im Jahr 2018 daher gezielt Projekte und Initiativen prämiert werden, die innovative, beispielhafte und bewährte Konzepte und Modelle zur Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch die duale Berufsbildung entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben.

Folgende Bereiche sind dabei von besonderem Interesse:

  • Netzwerke für Ausbildungskarrieren,
  • Integration von Seiteneinsteigern,
  • Betriebliche Karrieremodelle,
  • Integration von Aus- und Weiterbildung, z. B. Berufslaufbahnkonzepte.

Duale Studiengänge sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Antragsberechtigt sind Betriebe, berufliche Schulen und berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Betrieben und/oder beruflichen Schulen.

Der Hermann-Schmidt-Preis 2018 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist.
Die Preisverleihung findet öffentlichkeitswirksam im Zusammenhang mit dem BIBB-Kongress im Juni 2018 in Berlin statt.

Der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.

Bewerbungsunterlagen
Erklärung (mit rechtsverbindlicher Unterschrift)

Die Bewerbungsunterlagen, einschließlich der Erklärung mit der rechtsverbindlichen Unterschrift, müssen bis zum
19. Januar 2018
bei der Geschäftsstelle des Vereins eingegangen sein.

Geschäftsstelle „Innovative Berufsbildung e. V.“
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Leitungsbüro
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228 / 107-2833
Fax: 0228 / 107-2981
E-Mail: leitungsbuero@bibb.de
Internet: www.bibb.de/hermannschmidtpreis

Hinweis:
Zur Vereinfachung der Bearbeitung reichen Sie Ihre Bewerbung und die Erklärung mit Ihrer rechtsverbindlichen Unterschrift bitte jeweils als PDF-Datei per E-Mail an leitungsbuero@bibb.de ein. Es ist vorgesehen, Auszüge aus den Einsendungen in einer „Good-Practice-Broschüre“ zu veröffentlichen. Mit der Einreichung gestatten Sie dem Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“, Auszüge aus den Bewerbungsunterlagen für die Berichterstattung über den Hermann-Schmidt-Preis in gedruckter oder elektronischer Form zu veröffentlichen oder veröffentlichen zu lassen. Wir werden Sie nach der Einreichung gegebenenfalls um die Zusendung von „offenen“ Dateien mit druckfähiger Auflösung bitten.

Zum Hintergrund:
Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld, gegründeten gemeinnützigen Vereins „Innovative Berufsbildung e.V.“ ist es, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein verliehenen „Hermann-Schmidt-Preis“ werden besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet. Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war.