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Deutsch-Brasilianische Fachkonferenz zum Thema Digitalisierung in São Paulo

© FAPESP

Unter dem Motto "Working and Learning in a Digital World" fand vom 30. bis 31. Oktober 2018 der 7. Deutsch-Brasilianische Dialog über Wissenschaft, Forschung und Innovation in São Paulo, Brasilien statt. Ca. 200 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten über die Entwicklungen im Themenfeld der Digitalisierung. Auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) war am Dialog beteiligt.

Veranstalter war das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo. Das DWIH mit seinen Universitätsvertretern und den deutschen Forschungsfördereinrichtungen fungiert als Aushängeschild der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft am zentralen Wissenschaftsstandort São Paulo. Ziel der bilateralen Einrichtung ist die Vernetzung und die Suche nach neuen Lösungen und Synergien im gegenseitigen Interesse beider Länder. Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung war die FAPESP (Fundação de Amparo à Pesquisa do Estado de São Paulo). Die FAPESP ist eine der größten staatlichen Einrichtung zur Forschungsförderung in Brasilien. Die Veranstaltung wurde vom Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in São Paulo, Herr Axel Zeidler, eröffnet.

© FAPESP

Frau Dr. Monika Hackel vom BIBB wies in Ihrem Vortrag „Leaving nobody behind on the way to a digital world of work“ auf die besonderen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für spezifische Zielgruppen hin. Sie stellte die aktuellen Bestrebungen in Deutschland dar, durch Instrumente zur Ausbildungsunterstützung sowohl auf individueller als auch auf betrieblicher Ebene zur Inklusion unterschiedlicher Zielgruppen auf dem Ausbildungsmarkt beizutragen. Sie betonte die Bedeutung einer barrierefreien Gestaltung digitaler Arbeitsmittel und die notwendige (analoge) Unterstützung von Betrieben bei der Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen. Grundlage waren die Daten des Berufescreenings das im Rahmen der BIBB-BMBF Initiative „Berufsbildung 4.0 - Fachkräftequalifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen“ durchgeführt wurde. Hier zeigten die Befragten sich eher verhalten optimistisch bezüglich der Einschätzung, ob die Digitalisierung eher Chancen oder Risiken für Menschen mit Behinderung biete.


© FAPESP

Gemeinsamer Tenor der Veranstaltung war, dass Digitalisierung eine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe sei, die man aktiv im Sinne aller Akteure in der Gesellschaft aufgreifen muss. Dabei spielen auch digitale Lernangebote eine wichtige Rolle, um eine breite gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. Die Veranstaltung demonstrierte ebenfalls den unterschiedlichen Stand der technologischen Entwicklung in beiden Ländern und den Wunsch nach partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Hier eröffnet sich auch weiterer Gestaltungsspielraum für Forschung und Entwicklung, insbesondere im internationalen Dialog. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Deutsch-Brasilianische Dialog einen gelungenen Rahmen zum Aufbau weiterer Arbeitskontexte schuf.