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Maßschuhmacher/ Maßschuhmacherin - FR Schaftbau (Ausbildung)


Profil der beruflichen Handlungsfähigkeit

Herstellen von Schuhschäften, Reparieren und Ändern von Maß- und Konfektionsschuhen, Ausarbeiten von Modellentwürfen für Schuhschäfte, Auswählen und Bearbeiten von Leder sowie anderen Werk- und Hilfsstoffen nach Verwendungszweck und Wirtschaftlichkeit, Erarbeiten von technischen Unterlagen und Festlegen von Arbeitsabläufen, Vermessen von Füßen und Anfertigen von Trittspuren, Herstellen von Schablonen und Schnittmustern sowie Zuschneiden von Schaftteilen, Vorrichten und Gestalten von Schaftteilen, Zusammenfügen von Schaft- und Futterteilen, Anfertigen und Anbringen von schmückenden und funktionellen Elementen, Anwenden von Kenntnissen der Anatomie von Stütz- und Bewegungsorganen, Betreuen und Beraten von Kunden, Verkaufen von Schuhen, Schuhzubehör und Dienstleistungen, Beurteilen von Produktqualität und Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen, Einhalten von Maßnahmen zur Nachhaltigkeit, zum Umweltschutz sowie zur Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.

Berufliche Tätigkeitsfelder

Maßschuhmacher und Maßschuhmacherinnen in der Fachrichtung Schaftbau fertigen Schuhschäfte für Maßschuhe individuell an und führen Reparatur- und Änderungsarbeiten an Maß- und Konfektionsschuhen aus. Sie sind u.a. in handwerklichen Schäftemachereien und Maßschuhwerkstätten, in industriellen Schuhbetrieben und in Theatern beschäftigt. .

Hintergrund der Neuordnung (2018)

Der dreijährige Ausbildungsberuf Schuhmacher/Schuhmacherin aus dem Jahr 2004 wurde aufgrund von technischen, strukturellen und organisatorischen Veränderungen und Entwicklungen in den Betrieben des Schuhmacherhandwerks überarbeitet. U.a. wurden Inhalte zur Modellgestaltung, Qualitätssicherung, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung verstärkt bzw. neu aufgenommen. In einem Vorprojekt wurde geprüft, ob und wie auch das Herstellen von Schäften in die Ausbildung integriert werden konnte und entsprechende Ausbildungsinhalte festgelegt. Bisher gab es für diesen Berufsbereich keine geregelte Ausbildungsmöglichkeit – mit Ausnahme einer Kammerregelung gemäß § 66 BBiG/§ 42m HwO für besondere Personengruppen. Den Schäftemachereien, die zum Schuhmacherhandwerk gehören, wird zukünftig ermöglicht, ebenfalls nach der neuen Verordnung auszubilden. Aus diesem Grund wurden im dritten Ausbildungsjahr die beiden Fachrichtungen „Maßschuhe“ und „Schaftbau“ verankert, zwischen denen gewählt werden kann.
Der Ausbildungsberuf erhielt die neue Berufsbezeichnung „Maßschuhmacher/-in“. Dadurch sollten die individuelle und handwerkliche Fertigung und somit der Unterschied zur industriellen Serienfertigung hervorgehoben werden.
In den ersten beiden Ausbildungsjahren steht das Reparieren und Ändern von Maß- und Konfektionsschuhen im Vordergrund, bevor sich die Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr in einer der beiden Fachrichtungen spezialisieren. Die Fachrichtung „Maßschuhe“ führt die Ausbildungsinhalte des bisherigen Berufsbildes weiter. In ihr wird das Herstellen von Maßschuhen mit verschiedenen Techniken vertieft. Die neu verankerte Fachrichtung „Schaftbau“ widmet sich der Herstellung der Schuhschäfte, die bei der Herstellung der Maßschuhe als vorgefertigte Teile zum Einsatz kommen. Dem Schuhschaft kommt als sichtbares Schuhoberteil eine besondere Bedeutung zu, da er vielfältig gestaltet werden kann (z.B. durch Materialkombinationen, Ziernähte, Lochungen, Schuhverschlüsse und Verzierungen) und äußerst exakt gearbeitet werden muss.
Die Nachhaltigkeit nahm in diesem Berufsbild einen hohen Stellenwert ein. Deshalb wurde eine eigene Berufsbildposition zur Nachhaltigkeit verankert. Es sollte deutlich gemacht werden, wie wichtig nachhaltiges Arbeiten und der langlebige Einsatz von Materialien im Schuhmacherhandwerk sind. Dies unterscheidete das Handwerk von anderen Berufen und wurde so wirksam herausgestellt.
Ebenfalls wurde das Präsentieren und Verkaufen von Dienstleistungen, Waren und Produkten in den Geschäftsräumen in die Ausbildung aufgenommen, da diese Tätigkeiten ebenfalls zum Profil des/der Maßschuhmacher(s)/-in gehören.
Die Prüfung wurde neu konzipiert. Es wurde die Gestreckte Gesellenprüfung eingeführt, d.h., es gibt eine Prüfung, die in zwei Teile zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten fällt. Beide Prüfungsteile fließen in die Bewertung ein.

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Struktur der Ausbildung

Fachrichtungen

  • Maßschuhe
  • Schaftbau

Rechtsgrundlagen

Rahmenlehrplan

Zeugniserläuterungen

Berufliche Fortbildung

Berufsklassifikation nach KldB 2010

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Statistik

Genealogie

Weiterführende Informationen