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Pressemitteilung

Digitale Kompetenzen im Arbeitsprozess stärken

Neue Förderrichtlinie veröffentlicht – BIBB mit Umsetzung betraut

23/2026 | Bonn, 23.07.2026

Mehrere Personen stehen in einem Lager, haben Laptops und Tablets und besprechen sich

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) verändern Arbeitsprozesse in nahezu allen Branchen. Die damit verbundenen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind jedoch ungleich verteilt. Mit der am 22. Juli 2026 veröffentlichten Förderrichtlinie „Digitale Kompetenzen geringqualifizierter Beschäftigter im Arbeitsprozess stärken“ (DiKAp) des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) soll auch geringqualifizierten Beschäftigten in einfachen Tätigkeiten eine umfassende Teilhabe an diesem Wandel ermöglicht werden. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurde als programmumsetzende Einrichtung mit der fachlichen und administrativen Begleitung beauftragt. Projektskizzen sowie Anträge können bis zum 30. September 2026 beim BIBB eingereicht werden. Zur Bewerbung aufgerufen sind unter anderem Verbände, Kammern, Bildungsträger, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Ziel der Förderung ist die Entwicklung und Erprobung praxisnaher Ansätze, um die digitalen Fähigkeiten von geringqualifizierten Beschäftigten und Beschäftigten in einfachen Tätigkeiten nachhaltig zu stärken. Das Programm unterstützt dabei die Umsetzung der zentralen Ziele der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS). Die neue Förderrichtlinie trägt dazu bei, digitale Ungleichheiten in der Arbeitswelt abzubauen und die Beschäftigungsfähigkeit im Strukturwandel zu sichern. Es unterstützt Beschäftigte dabei, ihre berufliche Zukunft aktiv zu gestalten, und fördert ihre Beteiligung an Weiterbildung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und auf überbetrieblichen Lösungen, die KMU den Zugang zu Qualifizierung erleichtern.

Hierzu erklärt BIBB-Forschungsdirektor Prof. Hubert Ertl: „Digitale Kompetenzen sind eine zentrale Voraussetzung für berufliche Teilhabe und Beschäftigungsfähigkeit. Mit der neuen Förderrichtlinie rücken wir Beschäftigtengruppen in den Mittelpunkt, die von Weiterbildung bislang häufig weniger erreicht werden. Entscheidend ist, Qualifizierung so zu gestalten, dass sie an konkrete Arbeitsprozesse anschließt und im Berufsalltag unmittelbar wirksam wird.“

Bis zum Jahr 2030 werden Entwicklungsprojekte gefördert, die innovative Ansätze zum Aufbau digitaler Kompetenzen im Arbeitsprozess entwickeln und erproben. Die Projekte sollen die digitalen Anforderungen konkreter beruflicher Tätigkeiten aufgreifen und geeignete Wege finden, um die Zielgruppe anzusprechen und einzubeziehen. Zugleich sollen erworbene Kompetenzen nachvollziehbar dokumentiert und für weitere Qualifizierungsschritte nutzbar gemacht werden.

Mögliche Ansätze sind zum Beispiel kurze arbeitsplatznahe Lernmodule, Angebote zur Lernbegleitung und modulare Kompetenznachweise. Ein ergänzendes übergeordnetes Projektvorhaben begleitet die Entwicklungsprojekte wissenschaftlich. Es untersucht Erfolgsfaktoren und Hemmnisse, unterstützt die Vernetzung der Projekte und fördert den Transfer der Ergebnisse in Fachöffentlichkeit und Berufsbildungspraxis.

Weitere Informationen zur neuen Förderrichtlinie sowie zum Antragsverfahren im Internetangebot des BIBB unter:
www.bibb.de/dikap und www.bibb.de/de/222337.php

Kontakt:
Florian Köster; E-Mail: dikap@bibb.de

Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.