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Pressemitteilung

Vielfalt, klare Profile und Resilienz für die Landwirtschaft von morgen

Ausbildungsordnung für Landwirte und Landwirtinnen modernisiert

33/2026 | Bonn, 05.11.2026

Frau lehnt lächelnd am Zaun und schaut auf eine Kuh, die den Kopf über den Zaun streckt

Landwirte und Landwirtinnen arbeiten in einem breiten Spektrum von Tätigkeiten – vom Pflanzenbau bis zur Tierhaltung. Kulturen und Tierarten können dabei regional sehr unterschiedlich ausfallen. Diese Vielfalt bildet die neue Ausbildungsordnung systematisch ab: Aus den Bereichen Pflanze und Tier ist künftig jeweils mindestens ein Einsatzgebiet auszuwählen. So lassen sich betriebliche Bedarfe mit individuellen Interessen der Auszubildenden gezielt kombinieren. Eine wesentliche Neuerung ist zudem die Verankerung personaler Kompetenzen. Zukünftige Fachkräfte sollen ihre unterschiedlichen beruflichen Rollen bewusster wahrnehmen, physische und psychische Belastungen erkennen und Maßnahmen zur Stärkung ihrer Resilienz ergreifen können.

Gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien, den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung daher die Ausbildungsordnung zum Landwirt und zur Landwirtin modernisiert. Sie tritt zum 1. August 2027 in Kraft.

Landwirte und Landwirtinnen arbeiten in Betrieben unterschiedlicher Größe und Bewirtschaftungsformen im Pflanzenbau und in der Tierhaltung. Sie planen ihre Arbeitsprozesse, setzen moderne Agrartechnik ein und sichern die Qualität ihrer Erzeugnisse. Dabei dokumentieren sie ihre Abläufe sorgfältig. Zum Berufsprofil gehört zudem, betriebliche Abläufe wirtschaftlich zu steuern, landwirtschaftliche Produkte zu vermarkten und Geschäftsvorgänge abzuwickeln. Digitalisierung und Nachhaltigkeit prägen die Arbeit dabei zunehmend.

Bundesweit werden derzeit jährlich rund 9.000 Fachkräfte ausgebildet. Für die Auszubildenden bestehen sehr gute Übernahmechancen. Im Anschluss an die Ausbildung können sie eine Aufstiegsfortbildung zum/zur Landwirtschaftsmeister/-in oder zum/zur Fachagrarwirt/-in, zum/zur Staatlich geprüften Agrarbetriebswirt/-in oder zum/zur Wirtschafter/-in in unterschiedlichen Fachrichtungen absolvieren.

Der Ausbildungsrahmenplan wurde auf Grundlage der BIBB-Hauptausschuss-Empfehlungen 158 und 160 erarbeitet. Die modernisierte Ausbildungsordnung und der darauf abgestimmte, von der Kultusministerkonferenz (KMK) für den schulischen Teil der dualen Ausbildung entwickelte Rahmenlehrplan lösen die bestehende Regelung aus dem Jahr 1995 ab.

Das BIBB entwickelt derzeit gemeinsam mit Sachverständigen aus der Praxis eine Umsetzungshilfe, in welcher Neuerungen erläutert und praktische Tipps für die Planung und Durchführung der Ausbildung gegeben werden. Die Publikation wird in der BIBB-Reihe „Ausbildung gestalten“ veröffentlicht und kostenlos über die BIBB-Webseite abrufbar sein.

Weitere Informationen:


Kontakt:
Markus Bretschneider: bretschneider@bibb.de

Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.

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