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Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) führt gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf Weisung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Abstand von 2 Jahren eine Befragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch, die bei der BA als Ausbildungsstellenbewerber/ -innen registriert waren. Die BA/BIBB-Bewerberbefragung findet jeweils nach Abschluss des aktuellen Vermittlungs- bzw. Berichtsjahres statt und verfolgt das Ziel, die Daten der Ausbildungsmarktstatistik der BA (vgl. Kapitel A1.3) durch wichtige zusätzliche Informationen zu ergänzen. Durch die Erhebung können detaillierte Angaben zu den Such- und Bewerbungsprozessen der Ausbildungsstellenbewerber/ -innen, zu ihren schulischen Voraussetzungen und ihrem Verbleib gewonnen werden. Insbesondere ist es auch möglich, 2 Bewerbergruppen genauer zu untersuchen, die im Rahmen der Ausbildungsmarktstatistik der BA derzeit nicht exakt identifiziert werden können: die Altbewerber/ -innen und die Bewerber/ -innen mit Migrationshintergrund. Zudem kann festgestellt werden, welchen Weg die offiziell unbekannt verbliebenen Bewerber/ -innen eingeschlagen haben, für die die Vermittlungsbemühungen eingestellt wurden, da sie sich bei den Arbeitsagenturen oder Jobcentern nicht mehr zurückgemeldet hatten. Für diese 3 bildungspolitisch besonders relevanten Bewerbergruppen werden nachfolgend erste Ergebnisse aus der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2014 dargestellt. 

BA/BIBB-Bewerberbefragung 2014

Hierbei handelt es sich um eine schriftlich-postalische Repräsentativbefragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die im Vermittlungsjahr 2014 (1. Oktober  2013 bis 30. September 2014) bei den Arbeitsagenturen und den Jobcentern in gemeinsamer Trägerschaft (JCgE) als Ausbildungsstellenbewerber/ -innen gemeldet waren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen konnten Bewerber/ -innen aus dem Zuständigkeitsbereich von Jobcentern in kommunaler Trägerschaft (JCzkT) nicht berücksichtigt werden. Die BA zog für die Erhebung eine Stichprobe aus der Grundgesamtheit von 478.162 Bewerbern und Bewerberinnen, die ihren Wohnsitz in Deutschland hatten. 11.886 zufällig ausgewählte Bewerber/ -innen erhielten den Fragebogen zugesandt (Bruttostichprobe). Nach Abschluss der Erhebungsphase, die von November bis Ende Dezember 2014 dauerte, lagen rund 3.300 weitgehend vollständig ausgefüllte und auswertbare Fragebogen vor (Nettostichprobe). Die Rücklaufquote betrug somit 28 %. Die Erhebungsdaten wurden über eine Soll-Ist-Anpassung nach den Merkmalen Wohnregion und offiziell registrierter Verbleib der Bewerber/ -innen gewichtet.33