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Portrait Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser

Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht wird in diesem Jahr vom Bundesinstitut für Berufsbildung bereits zum zehnten Mal herausgegeben. Der BIBB-Datenreport ist in der Wissenschafts-Politik-Praxis-Community von Beginn an auf eine positive Resonanz gestoßen und hat sich rasch als zentrales Informationsinstrument für die berufliche Aus- und Weiterbildung etabliert. Er enthält umfassende Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über das Monitoring zur Internationalisierung der Berufsbildung. Die Berichterstattung stützt sich auf Indikatoren und lange Zeitreihen und wird durch vertiefende Analysen primär und sekundärstatistischer Datenquellen ergänzt.

Ein Blick in die ersten Ausgaben des Datenreports zeigt, dass sich in den letzten Jahren die Ausbildungsmarktsituation für Betriebe und ausbildungsinteressierte Jugendliche und die Verhältnisse von Angebot und Nachfrage sehr stark verändert haben: Ende der 2010er-Jahre dominierten die Stichworte Ausbildungsplatzmangel, fehlende Ausbildungsreife und Einmündung in den Übergangsbereich die Darstellungen im BIBB-Datenreport. In den folgenden Jahren ging dann die Ausbildungsplatznachfrage zurück und verschob sich zugleich zugunsten von Jugendlichen mit höheren Schulabschlüssen. In der Folge wurde es zunehmend schwieriger, das betriebliche Ausbildungsangebot unddie Nachfrage der Jugendlichen zusammenzuführen – Passungsprobleme traten in den Fokus.

2017 haben die Betriebe und Unternehmen in Deutschland mehr Ausbildungsplätze als im Vorjahr zur Verfügung gestellt, die Nachfrage der Jugendlichen nach Ausbildungsstellen stieg ebenfalls an und es wurden erstmals seit 2011 wieder mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die BIBB-Analysen zeigen aber auch, dass der Anteil der unbesetzten Stellen am betrieblichen Gesamtangebot gestiegen ist und sich der Anteil der noch suchenden Bewerber/-innen hingegen kaum verändert hat.

Angepasst an die aktuellen Herausforderungen setzt der Datenreport jährlich neue inhaltliche Schwerpunkte. So wird im Hinblick auf die genannten Passungsprobleme im diesjährigen Schwerpunktthema „Berufsorientierung“ über den aktuellen Stand der Berufsorientierung in Deutschland berichtet und neuere Entwicklungen in Bund und Ländern thematisiert. Ausgehend von den Evaluationsergebnissen des Berufsorientierungsprogramms des BMBF werden Weiterentwicklungsmöglichkeiten und Gestaltungsoptionen in der Berufsorientierung diskutiert. Darüber hinaus werden zentrale Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Studien zur Berufsorientierung von Jugendlichen vorgestellt und die Bedeutung der Berufswahl für die Identität und das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung durch Familie und Freunde erörtert.

Die Druckausgabe wird durch zusätzliche Tabellen, Schaubilder und Expertisen ergänzt; diese stehen wie in den Vorjahren auf dem Internetportal www.bibb.de/datenreport zum Abruf bereit.

Wir wünschen uns, dass Sie auch in diesem Datenreport wieder viel Informatives wie auch Anregendes finden werden. Auf Ihr Feedback, Ihre Anregungen und Anmerkungen freuen wir uns (datenreport@bibb.de).

Ihr

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser

Präsident