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Im Jahr 2018 sind sowohl die Nachfrage der Jugendlichen nach Ausbildungsstellen als auch die Zahl der von Betrieben und Unternehmen in Deutschland angebotenen Ausbildungsplätze erneut gestiegen. Infolge dieser positiven Entwicklungen wurden mehr Ausbildungsverträge neu abgeschlossen als im Vorjahr. Es konnten jedoch viele der von den Betrieben angebotenen Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Gegenüber den vorangegangenen Jahren haben sich diese Besetzungsprobleme sogar noch verschärft. Auch der Anteil der noch eine Ausbildungsstelle suchenden Bewerber/-innen hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verringert. Die Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigen, dass regionale, qualifikatorische und berufsspezifische Disparitäten bestehen, die trotz vielseitiger Bemühungen nicht vollständig ausgeglichen werden können.

Der Datenreport zum Berufsbildungsbericht wird in diesem Jahr zum elften Mal vom Bundesinstitut herausgegeben. Er enthält umfassende Informationen und Analysen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung, gibt einen Überblick über Programme des Bundes und der Länder zur Förderung der Berufsausbildung und informiert über internationale Indikatoren und Benchmarks. Die mittlerweile etablierten Standardindikatoren und langen Zeitreihen werden durch vertiefende Analysen auf Basis eigener Primärerhebungen ergänzt. Zu nennen sind hier insbesondere die von BIBB und der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeinsam durchgeführte Bewerberbefragung 2018 und die Fluchtmigrationsstudie 2018 sowie die von BIBB und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) konzipierte Erwerbstätigenbefragung 2018. Während die BA/BIBB-Bewerberbefragung und die BA/BIBB Fluchtmigrationsstudie Aufschluss über die Situation von jungen Menschen am Übergang in Ausbildung geben, wird anhand der Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 zum beruflichen Erfolg nach Qualifikation und Geschlecht und zum Themengebiet „über- und unterwertige Erwerbstätigkeit“ von Personen mit dualer Berufsausbildung berichtet. Wie bereits in den Vorjahren wurden auch sekundärstatistische Datenquellen für die Ergebnisdarstellung im Datenreport genutzt. So wurden z. B. anhand der Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) die Übergangsverläufe von Jugendlichen in Ausbildung analysiert. Das Schwerpunktthema ist in diesem Jahr „Berufsbildung 4.0 – Fachkräftequalifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen“.

Im Zusammenspiel einer standardisierten zeitreihengestützten Berichterstattung mit wechselnden Erhebungen zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen liegt die wesentliche Stärke des Datenreports. Mit seiner Gesamtschau ist er für Wissenschaft, Politik und Praxis ein zentrales Nachschlagewerk zur beruflichen Bildung. Die Druckausgabe wird durch zusätzliche Tabellen ergänzt, die auf dem Internetportal www.bibb.de/datenreport zum Abruf bereitstehen.

Wir wünschen uns, dass Sie auch in diesem Datenreport wieder viel Informatives wie auch Anregendes finden werden. Auf Ihr Feedback, Ihre Anregungen und Anmerkungen freuen wir uns (datenreport@bibb.de).

Ihr

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser
Präsident