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Spatenstich für ÜBS-Neubau in Geradstetten

Mit einem Neubauprojekt stellt die Bauwirtschaft Baden-Württemberg die Weichen für eine zukunftsorientierte Ausbildung am Bau. Mit rund 37 Mio. fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) den Neubau. Die Förderung wird umgesetzt vom BIBB.

Eine Gruppe von Menschen bei einem Spatenstich.
Erfolgreicher Startschuss: Zahlreiche Gäste kamen zum symbolischen Spatenstich für den Neubau des Bildungszentrums Bau Geradstetten.

Im Beisein zahlreicher Gäste, darunter Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, und Markus Böll, Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg, fiel am 2. März 2026 der Startschuss für den Neubau des Bildungszentrums Bau Geradstetten. Vorrangiges Ziel des Bauprojekts ist die bedarfsgerechte Erweiterung der Ausbildungsstätte, in der bereits heute jährlich rund 700 junge Menschen in Bauberufen ausgebildet werden. „Mit der Realisierung des neuen Campus kann die hohe Qualität der Aus- und Weiterbildung am Standort Geradstetten langfristig gesichert und die Attraktivität und damit die Anzahl der angebotenen Lehrgänge gesteigert werden“, erklärte Landesministerin Hoffmeister-Kraut.

Gebaut werden 13 neue Ausbildungshallen, ein Seminar- und Verwaltungsgebäude mit modernen Unterrichtsräumen sowie ein Gästehaus knapp 200 Betten. Zudem werden mehrere Außenflächen für die Ausbildung der Baugeräteführer/-innen und Straßenbauer/-innen entstehen.

Zwei Personen bei einem Spatenstich.
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden- Württemberg, und Markus Böll, Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg waren beim Spatentisch im Bildungszentrum Bau Geradstetten zu Gast.

Gezielte Investition in Qualität

Die Investition beläuft sich auf rund 84 Millionen Euro. Das BMBFSFJ übernimmt davon im Rahmen der Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS) 44 Prozent, wobei das BIBB für die Umsetzung der Förderung verantwortlich zeichnet. Bereits seit den siebziger Jahren unterstützt der Bund Bau- und Ausstattungsmaßnahmen von ÜBS. Bundesbildungsministerin Karin Prien betont die besondere Bedeutung dieser ÜBS-Förderung mit Blick auf das Vorhaben in Geradstetten und die Bauwirtschaft: „Dieser Neubau markiert einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der beruflichen Bildung am Standort Geradstetten. Gemeinsam setzen wir ein klares Signal: Duales Lernen und Fachkräftesicherung haben für uns höchste Priorität – gerade in der Bauwirtschaft, die auf neue wirtschaftliche und konjunkturelle Impulse angewiesen ist. Deshalb investieren wir gezielt in Qualität. Die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten sichern die Ausbildungsfähigkeit unserer Betriebe, stärken die Fachkräftesicherung und geben der Bauwirtschaft wichtige Zukunftsperspektiven. Mit diesem Projekt bündeln wir Aus- und Weiterbildung unter einem Dach und setzen neue Maßstäbe für die berufliche Bildung.“

An der Finanzierung beteiligt sich des Weiteren das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg mit 25 Prozent. Den verbleibenden Anteil trägt die Bauwirtschaft Baden-Württemberg als Bauherrin. Die Fertigstellung des Neubaus ist bis 2030 vorgesehen.