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Produkte für die Azubi-Firma

Weg vom U-Stahl-Feilen – hin zu einer innovativeren, überbetrieblichen Ausbildung: Dieses Ziel hat sich das Projektteam von „U-Stahl ade“ gesetzt. Bei einem Produktfindungs-Workshop im „Learning and Collaboration Hub“ des Bildungszentrums Wittgenstein (BZW) in Bad Berleburg wurden nun erste Ideen für nützliche Produkte erarbeitet, die ihren Weg in die ÜBA in der Metall- und Elektroindustrie finden sollen.

2 Personen sitzen in einem Besprechungsraum an einem Tisch und unterhalten sich.
In einem Workshop des Projekts U-Stahl ade im „Learning and Collaboration Hub“ des Bildungszentrums Wittgenstein (BZW) in Bad Berleburg wurden Ideen für neue Produkte für die Azubi-Firma gesammelt.

Ein praxisnaher Ansatz: Durch die Gründung und Führung einer Azubi-Firma innerhalb der ÜBA sollen sich Auszubildende mit realen Betriebsprozessen vertraut machen und in ihrer Ausbildung auf das spätere Berufsleben in der echten Geschäftswelt vorbereitet werden.

Im Workshop, der unter der Leitung von Christopher Förster des Verbundpartners Universität Siegen stattfand, analysierten die Teilnehmenden nun konkret, wie die Azubi-Firma aufgestellt werden soll. Dabei ging es im Schwerpunkt um folgende Fragestellungen:

  • welche Produkte sich realistisch in einer Azubi-Firma herstellen lassen
  • wie sich komplette Wertschöpfungsketten in den Lernprozess integrieren lassen
  • welche fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen gezielt gefördert werden können
  • wie sich Kreativität, Problemlösefähigkeit und Selbstorganisation in produktive Arbeitsprozesse einbinden lassen

Als Ergebnis des Workshops steht ein Produktportfolio, das in den kommenden Wochen weiter ausgearbeitet werden soll. Das Sortiment umfasst Produkte aus dem Bereich der Freiraumausstattung wie etwa Sitzbänke, Gewächshäuser, öffentliche Abfallbehälter oder Pfandringe.

„Durch das Produktportfolio können wir unterschiedliche Kompetenzen der beteiligten Gewerke abbilden und die jeweiligen Fertigungsmöglichkeiten in den ÜBS berücksichtigten“, sagt Björn Eckert, Projektleiter von U-Stahl ade.

Nächster Meilenstein: Evaluation der Ergebnisse

Nach erfolgreicher Auswertung der Workshopergebnisse werden die ausgewählten Produktideen weiterentwickelt – von der technischen Konstruktion und Zeichnung über die Planung der Fertigungsprozesse bis hin zur Integration in die spätere Azubi-Firma. Außerdem wird die Ausarbeitung des didaktischen Gesamtkonzeptes weiter vorangetrieben. Ziel ist es, fachliche Inhalte, Methodenkompetenz und selbstorganisiertes Lernen so miteinander zu verzahnen, dass Auszubildende in einer interdisziplinären Lernumgebung entlang realer Geschäfts- und Produktionsprozesse lernen können.