Fokusförderungen
Digitalisierung, Dekarbonisierung, Demografie: Entwicklungen, die sich auf den Arbeitsmarkt auswirken, betreffen auch ÜBS. Daher existieren neben der investiven Förderung spezifische und zeitlich begrenzte Förderprogramme, die sich auf die inhaltliche Weiterentwicklung der überbetrieblichen Ausbildung fokussieren. Aktuell läuft die Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung, kurz INex-ÜBA.
Links eine junge Frau mit VR-Brille auf dem Kopf. Sie schaut etwas nach oben und lächelt. Daneben ein junger Mann, der ebenfalls eine VR-Brille trägt und nach unten schaut. Rechts eine Ausbilderin, die etwas zu der Anwendung erklärt.
BIBB / Fotograf: Marco Rothbrust
ÜBS bei Transformationen begleiten
Technologische, ökologische oder ökonomische Entwicklungen erfordern, dass Ausbildungsberufe beständig weiterentwickelt werden. Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) sind gefordert, diese Entwicklungen im Blick zu haben und ihre Ausbildungskurse daran anzupassen. Nur so können sie eine hohe Ausbildungsqualität garantieren und die betriebliche Ausbildung sinnvoll ergänzen.
Neben der rein investiven Förderung setzt das BIBB daher Förderprogramme des Bundesbildungsministeriums um, die ÜBS bei der inhaltlichen Weiterentwicklung ihres Ausbildungsangebots unterstützen.
Aktuell wird die Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA) umgesetzt. Für dieses Programm können keine Anträge mehr gestellt werden.
Im Folgenden finden Sie auf dieser Seite Informationen über bisherige Fokusförderungen.
Überblick über bisherige Fokusförderungen
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Seit 2023: INex-ÜBA
Mit INex-ÜBA wurden Projekte auf den Weg gebracht, die die Qualität der ÜBA sichern und anheben.
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2016: Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung
Im Sonderprogramm ÜBS-Digitalisierung ergänzten Projekte die ÜBA mit digitalen Technologien und Inhalten.
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2012: Elektromobilität
Für mehr Qualifizierung im Bereich E-Mobilität startet das Förderprogramm „Spannende Ausbildung!“.
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2008: Berufsorientierung
Das Berufsorientierungsprogramm wird ins Leben gerufen.
Über INex-ÜBA
Mit der „Initiative für eine exzellente überbetriebliche Ausbildung (INex-ÜBA)“ werden überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) darin bestärkt, sich zu exzellenten Lehr- und Lernorten weiterzuentwickeln. Ziel der Initiative ist es, die Qualität und Attraktivität der ÜBA zu steigern, unter anderem durch den Einsatz von zukunftsorientierten Technologien und innovativen Methoden. ÜBS wurden daher aufgerufen, Ideen und Konzepte für eine qualitativ hochwertige und innovative überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) einzureichen.
INex-ÜBA im Überblick
Fördermittelgeber
Aufgesetzt wurde INex-ÜBA im Sommer 2023 vom damaligen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Seit August 2025 ist INex-ÜBA beim Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) angesiedelt.
Antragsverfahren
Das Verfahren erfolgte in zwei Stufen: Zuerst reichten ÜBS ihre Projektskizzen beim BIBB ein. Diese wurden durch das BIBB bewertet und durch ein Fachgremium aus BMBF, BIBB und ausgewählten Expert/-innen aus der beruflichen Bildung ausgewählt.
Eckdaten zu den Projekten
Insgesamt wurden 28 Projekte ausgewählt. Sie starteten versetzt im Laufe des Jahres 2025 und haben alle eine Laufzeit von 36 Monaten.
Projektideen
Ausbildende qualifizieren, mit heterogenen Lernvoraussetzungen umgehen, digitale Technologien einsetzen und die Potentiale von künstlicher Intelligenz erproben – das sind die Kernthemen, zu denen die Projekte Konzepte entwickeln.
Projektumsetzung
Die ÜBS setzen die Projekte allein oder im Verbund mit anderen ÜBS, Forschungseinrichtungen oder Hochschulen um. Sie arbeiten darüber hinaus häufig mit (über-) regionalen und/oder branchenspezifischen Akteuren zusammen.
Welche Ideen werden gefördert?
Zeitgemäße Unterstützung von Auszubildenden
Es werden Projekte gefördert, die mit digitalen Technologien und KI-gestützten Systemen die Organisation und Durchführung der überbetrieblichen Ausbildung verbessern. Sie nehmen dabei die Kompetenz-, Lern- und Unterstützungsbedürfnisse der Auszubildenden in den Blick und versuchen möglichst effiziente Betreuungs- und Begleitstrukturen zu etablieren. Dadurch soll unter anderem die Ausbildungsmotivation erhalten oder gesteigert sowie der Erfolg der beruflichen Qualifizierung befördert werden.
Aufbau neuer Partnerschaften
Es werden Projekte gefördert, die neuartige Kooperationsstrukturen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft aufbauen und damit besonders zur Bewältigung der Herausforderungen der digitalen und ökologischen Transformation beitragen. Sie erarbeiten beispielsweise neue überbetriebliche Ausbildungsangebote am Puls der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung.
Qualifizierung von Ausbildungspersonal
Es werden Projekte gefördert, die neue Konzepte und innovative Maßnahmen entwickeln, um die fachliche, methodische und soziale Kompetenz des Personals in der ÜBS zu erhöhen. Um die Leistungsfähigkeit der ÜBS zu sichern, entwickeln sie zum Beispiel Maßnahmen, mit denen besonders qualifiziertes Personal gewonnen werden kann.
Schaffung moderner Ausbildungsräume
Es werden Projekte gefördert, die attraktive, moderne und innovative Werkstätten einrichten, um die Ausbildung an soziale, ökologische und digitale Transformationsprozesse anzupassen. Sie entwickeln beispielsweise innovative Konzepte zur Neugestaltung von Ausbildungsräumen.
Begleitung der digitalen und ökologischen Transformation
Es werden Projekte gefördert, die darauf abzielen, die überbetriebliche Ausbildung im Zuge gesellschaftlicher und ökologischer Transformationsprozesse zu stärken. Dazu setzen sie innovative Ausbildungsinhalte und -methoden ein, gestützt durch digitale, moderne und/oder nachhaltige Technologien wie künstliche Intelligenz.
Weiterentwicklung des Lernorts ÜBS
Es werden Projekte gefördert, die innovative Maßnahmen zur weiteren Qualitäts- und Prozessentwicklung der Organisation von ÜBS in den Blick nehmen, indem sie neue Themen für die Zukunftsfähigkeit einer exzellenten überbetrieblichen Ausbildung erschließen, z. B. bezüglich technischer, berufspädagogischer und sozialer Innovationen.