Weiterbildung für betriebliches Ausbildungspersonal zu Beruflicher Rehabilitation und Inklusion – Angebote, Nutzung, Perspektiven
Einzelvorhaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)
Inklusions- und rehabilitationsorientierte Qualifizierung des betrieblichen Ausbildungspersonals kann einen wichtigen Beitrag zum Gelingen beruflicher Ausbildungsverläufe leisten. Entsprechende Kompetenzen des Ausbildungspersonals tragen wesentlich dazu bei, Auszubildende mit Beeinträchtigungen und Behinderungen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten und damit zugleich Teilhabechancen in der beruflichen Bildung zu verbessern. Bisherige Forschungsbefunde weisen jedoch darauf hin, dass entsprechende Qualifizierungsangebote bislang nur begrenzt verbreitet sind. Zugleich ist die Datenlage zur Verfügbarkeit und Nutzung dieser Angebote noch unzureichend.
Fragestellungen
Das Projekt untersucht insbesondere das Angebot an Weiterbildungen zu Beruflicher Rehabilitation und Inklusion für betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Verfügbarkeit und Nutzung entsprechender Angebote sowie die Gründe für deren Inanspruchnahme oder Nichtinanspruchnahme. Darüber hinaus werden mögliche Entwicklungsperspektiven betrachtet, um Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung von Weiterbildungsangeboten zu identifizieren.
Vorgehen
Zur Untersuchung der Fragestellungen wird ein Mixed-Methods-Ansatz verfolgt, der verschiedene Datenquellen mit den Perspektiven relevanter Akteursgruppen verbindet, um möglichst belastbare und aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen.
Transfer
Ein übergreifendes Projektziel ist der Transfer der Ergebnisse in Politik, Wissenschaft und Praxis. Dies erfolgt insbesondere über Vorträge und Veröffentlichungen der Projektmitarbeitenden, unter anderem der Stabsstelle Berufliche Bildung behinderter Menschen, sowie über eine Präsentation im Ausschuss für Fragen behinderter Menschen (AFbM). Transfer und fachlicher Austausch mit relevanten Akteuren sollen die Untersuchungserkenntnisse verbreiten, die bestehenden Weiterbildungsangebote bekannter machen und eine breitere Diskussion über das Themenfeld anstoßen. Zudem sollen durch das Projekt identifizierte Handlungsbedarfe in die Politik-Wissenschaft-Praxis-Kommunikation eingebracht werden.