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Das Projekt MoVA zielt darauf ab, Strategien und Konzepte zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen zu identifizieren, die in ausgewählten europäischen und außereuropäischen Staaten zur Anwendung kommen. Im Kern wird versucht, eine Bestandsaufnahme und Systematisierung von entsprechenden Ansätzen in den Ländern vorzulegen, die ggf. als "Modelle guter Praxis" in Deutschland Verwendung finden können. Seinen Begründungszusammenhang zieht MoVA aus den aktuellen Diskussionen um das neue Anerkennungsgesetz in Deutschland, mit dem hohe Erwartungen verbunden sind. Der Blick ins Ausland soll zeigen, welchen Stellenwert dort die Anerkennung beruflicher Abschlüsse im Hinblick auf ökonomische, politische und/oder gesellschaftliche Zielvorgaben einnimmt und wie entsprechende Modelle konzipiert und institutionell eingebunden sind. Neben diesem auf der Ebene der Bildungssysteme angesiedelten Monitoringansatz bilden die zur Anwendung kommenden Verfahren - und damit die Betrachtung der konkreten Umsetzungsebene - einen weiteren Schwerpunkt des Projektes. Untersucht werden die Kriterien der Beurteilung, Verbreitung und de-facto-Nutzung der Verfahren sowie der potenzielle Nutzen aus Sicht unterschiedlicher Akteure. In der aktuellen Projektplanungsphase wird davon ausgegangen, dass die in Dänemark, Norwegen, Australien und Kanada praktizierten Modelle und Verfahren der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen aufschlussreiche Erkenntnisse für die in Deutschland geführte Diskussion liefern könnten. Die Länderauswahl wird in der ersten Projektphase ("Screening" über bestehende Regelungen in mindestens je vier europäischen und außereuropäischen Ländern) überprüft und konkretisiert.

 

Projektdaten:
Projekt-Nr.
1.3.301
Laufzeit
I-13 bis II-15