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TTnet Herbsttagung

vom 06. bis 07. November 2014 in Bonn

Das betriebliche Bildungspersonal wird mit wachsenden Anforderungen konfrontiert. Zu den Herausforderungen, über die in den letzten Jahren häufiger berichtet wurde, gehören u. a.:

  • die heterogener gewordene soziokulturelle Herkunft der Ausbildungsinteressierten. Hier zeigt sich, dass der demografische Wandel nicht nur einen Rückgang der Bewerberzahl bedeutet, sondern auch mit tiefgreifenden soziostrukturellen Veränderungen verbunden ist,
  • eine wachsende Anzahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, denen eine mangelnde oder vermeintlich zu geringe Ausbildungsreife attestiert wird,
  • die Notwendigkeit, das Potenzial handlungsorientierte Lernkonzepte in der Ausbildung besser auszuschöpfen.

Weniger im Blickpunkt standen bis jetzt die Herausforderungen, die mir den Begriffen „Inklusion“ und „Nachhaltigkeit„ umschrieben werden. Mit Inklusion in der Bildung ist der Anspruch verbunden, allen Menschen - unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen - die Teilhabe an hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Die Debatte darüber, was dies konkret für Einrichtungen und Bildungspersonal bedeutet, hat nun auch verstärkt den Bereich der beruflichen Bildung erreicht. Das Thema Nachhaltigkeit hat zwar schon stärker eine Rolle in den Diskussionen über die Herausforderungen an das Bildungspersonal gefunden, beispielsweise durch die Modellversuche im Förderschwerpunkt „berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Welche Schlussfolgerungen für das Wirken von Ausbildern und Ausbilderinnen und für deren Qualifikationsbedarf daraus gezogen werden sollten, wurden allerdings bis jetzt kaum thematisiert. Beide Herausforderungen standen im Mittelpunkt der Herbsttagung und wurden auch vor dem Hintergrund diskutiert, inwieweit das betriebliche Bildungspersonal, das in der Regel eine Doppelbelastung als Fachkraft und als Ausbilder zu tragen hat, bei der Bewältigung seiner Aufgaben besser unterstützt werden kann. (Zur Inklusion, siehe den Beitrag und die Präsentation von Dr. Gerhard Herz).

Die hier skizzierten Herausforderungen machen deutlich, wie heterogen die Aufgaben des ausbildenden Personals sind, und wie schwierig es dadurch ist, adäquate Qualifizierungsstrategien- und Professionalisierungskonzepte (im Sinne eines umfassenden Kompetenzerwerbs) zu entwickeln. Umso erfreulicher ist es, dass aus den Diskussionen früherer TT Net-Sitzungen heraus, in denen vor allem die Situation der ausbildenden Fachkräfte und deren Qualifikationsbedarf einen Schwerpunkt bildete, ein überzeugendes Beispiel für eine Qualifizierung dieser zentralen Gruppe des betrieblichen Bildungspersonals entstanden ist. Diese Initiative, die von unserem Kollegen Jochen Weisgerber im Rahmen seiner Tätigkeit als Ausbildungsleiter ergriffen und umgesetzt wurde, bildete einen weiteren Höhepunkt unserer Tagung (siehe hierzu die Präsentation: „Die Ausbildende Fachkraft – betriebliche Umsetzung der BMBF-Handreichung in einem mittelständischen Unternehmen“ und weiterführende Hinweise).

Weitere Themen der Herbsttagung waren ein Kurzbericht über ein deutsch-portugiesisches Pilotprojekt zur Qualifizierung von Tutoren sowie ein Beitrag über das betriebliche Bildungspersonal in Frankreich (Siehe Tagesordnung).

 

Zu folgenden Themen der Tagung stehen die Präsentationen sowie ergänzende Informationen zur Verfügung:

Die ausbildende Fachkraft

Die ausbildende Fachkraft - Betriebliche Umsetzung der Handreichung für ausbildende Fachkräfte in einem mittelständischen Unternehmen, Jochen Weisgerber

Präsentation

Bericht

 

INCLUFAR

Inclusive Farming – Transfer of concepts, experiences, skills and training tools for Social Farming and eco-social inclusion, Dr. Gerhard Herz/Hartwig Ehlers

Präsentation

Bericht