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Beschreibung der Stichprobe

Der finale Datensatz der Studierendenbefragung zur Attraktivität der beruflichen Bildung (StAB) beinhaltet Studierende, Studienabbrecher/-innen und Studienunterbrecher/-innen. Schülerinnen und Schüler sowie Absolventinnen und Absolventen wurden aus der Stichprobe ausgeschlossen – ebenso nicht vollständig ausgefüllte Fragebögen.

Die Stichprobe der Untersuchung weist keine systematischen Unterschiede zur repräsentativen Sozialerhebung auf. Die Zusammensetzung der Stichprobe zur siebten Befragungswelle (September 2015) wird mit der Zusammensetzung der 20. Sozialerhebung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) von 2012 und, wo möglich, mit aktuellen Zensusdaten des Statistischen Bundesamtes abgeglichen.


Die Größe der Netto-Stichprobe, die im September 2015 im Rahmen der Onlinebefragung zur Attraktivität der beruflichen Bildung erhoben wurde, beläuft sich auf (N=) 12.143 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus 11.894 Studierenden (97,95%) und 249 Exmatrikulierten (2,05%). Dabei handelt es sich bei den Studierenden mit 2,41% um jene, die sich im dualen Studium befinden. 1,38% der Studierenden hat die Hochschulzugangsberechtigung beruflich erworben. In der Gruppe der Exmatrikulierten befinden sich 183 Studienaussteiger (dies entspricht 1,5% aller Teilnehmer/-innen) und 66, die ihr Studium unterbrochen haben.

Aktueller Status 

Anzahl  Prozent 

Exmatrikuliert 

249  2,05 
Student/-in  11894 

97,95 

 

Status Exmatrikuliert  Anzahl  Prozent 
Studium abgebrochen  183  73,49 
Studium unterbrochen  66  26,51 

 

Wahrscheinlichkeit, das aktuelle Studienfach nicht abzuschließen

n=11.894

Insgesamt 29% der Befragten sind Studienzweifler. Sie geben an, dass die Wahrscheinlichkeit das Studium abzubrechen bei mindestens 20% liegt.

Laut DZHW und mit Blick auf die Absolventinnen und Absolventen von 2012 beträgt die Abbrecherquote an Universitäten in Bachelorstudiengängen 33%, an Fachhochschulen 23% (im Master sind es jeweils 11% bzw. 7%). Daraus ergibt sich im gewichteten Mittel eine Abbrecherquote von ca. 25%.

Zu berücksichtigen ist, dass in der StAB-Studie nicht nur Studienanfänger/-innen, sondern Studierende in allen Phasen des Studiums befragt wurden. Die Befragten haben im Durchschnitt ca. 40% des Studiums durchlaufen. Bei einer linearen Verteilung des Studienabbruchs wären noch 15% Studienaussteigende zu erwarten. Da jedoch keine Ergebnisse über den genauen Zeitpunkt (Semester) des möglichen Studienabbruchs vorliegen, ist diese Zahl als Schätzung zu betrachten.

Darüber hinaus werden einige Studierende aus dieser Gruppe ihr Studium nicht abbrechen (Fehler 2. Art) und einige Studierende, welche nicht als potenzielle Studienaussteigende klassifiziert wurden, ihr Studium dennoch nicht zu Ende führen (Fehler 1. Art). Wenn die Gruppe der potenziellen Studienaussteigenden leicht größer ist als die Gruppe der erwarteten tatsächlichen Studienaussteigenden lässt dies die Annahme zu, dass Fehler 2. Art häufiger sind als Fehler 1. Art. Dies ist positiv zu bewerten, da es sich bei dem Studienabbruch um einen gedanklichen Prozess handelt: Es ist besser ebenfalls Studierende zu messen, welche sich in diesem Prozess befinden und ihr Studium anschließend nicht abbrechen, als Studierende, welche ihr Studium tatsächlich abbrechen werden, gar nicht zu messen.

Aufgrund dieser Überlegungen und auf Basis vorhergegangener Befragungen wurde der Cut-Off bei 20% gesetzt – dies führt dazu dass 29% der Studierenden als potenzielle Studienaussteigende klassifiziert werden.

Geschlechtliche Verteilung

Mit Blick auf die geschlechtliche Verteilung der Teilnehmer/-innen zeigt sich für die Fachkraft-2020-Stichprobe ein bekanntes Befragungsproblem. Da weibliche Personen im Durchschnitt häufiger an Befragungen teilnehmen, sind auch im vorliegenden Datensatz weibliche Studierende überrepräsentiert. Ähnlich ausgeprägt ist diese Problematik im Rahmen der 20. Sozialerhebung.

Geschlecht Studierende 

FK2020

September 201

Sozialerhebung

2012 

destatis

2015 

Männlich  41,44%  41,70%  51,96% 
Weiblich  58,46%  58,40%  48,04% 

 

Vergleich Bundesländer

Die Verteilung der Stichprobe über die 16 Bundesländer entspricht im Rahmen der siebten Befragung zur Studienreihe Fachkraft 2020 mit geringen Abweichungen den durch das Statistische Bundesamt vorab veröffentlichten Zensusdaten (Wintersemester 2015/2016). Die 20. Sozialerhebung von 2012 bildet diese Verteilung im Vergleich schlechter ab.

Bundesland Studierende 

FK2020

September 2015 

Sozialerhebung

2012 

destatis

2015 

Baden-Württemberg  11,45%  17,04%  13,05% 
Bayern  14,52%  14,77%  13,69% 
Berlin  7,06%  5,29%  6,37% 
Brandenburg  1,95%  2,05%  1,79% 
Bremen  2,00%  1,08%  1,31% 
Hamburg  3,08%  2,11%  3,59% 
Hessen  9,34%  10,90%  8,84% 
Mecklenburg-Vorpommern  1,72%  1,83%  1,39% 
Niedersachsen  7,51%  8,03%  7,30% 
Nordrhein-Westfalen  23,90%  18,81%  27,22% 
Rheinland-Pfalz  4,39%  4,84%  4,39% 
Saarland  0,65%  0,89%  1,11% 
Sachsen  5,36%  5,22%  4,05% 
Sachsen-Anhalt  2,63%  2,82%  1,98% 
Schleswig-Holstein  2,23%  2,01%  2,10% 
Thüringen  2,22%  2,32%  1,82% 

 

Hochschulart

Eine Darstellung der Stichprobe nach Hochschulart zeigt, dass die real auf Universitäten und andere Hochschulen entfallenden Einschreibungen im Rahmen der siebten Welle der Studienreihe Fachkraft 2020 mit geringer Abweichung wiedergegeben werden. Die Sozialerhebung überrepräsentiert, auch mit Blick auf ältere Vergleichswerte, Studierende an Universitäten deutlich stärker.

Hochschulart Studierende 

FK2020

September 2015 

Sozialerhebung

2012

destatis

2015 

Universität 59,37%  74,30%  62,61% 
andere Hochschule 40,63% 25,70% 37,39%

 

Duale Ausbildung

Darüber hinaus haben knapp 13 % der Studierenden vor dem Studium eine duale Ausbildung abgeschlossen. Dieses Ergebnis liegt aufgrund der veränderten Fragestellung unter dem in vorherigen Fachkraft-2020-Erhebungen als auch im Rahmen der 20. Sozialerhebung gemessenen Wert. Denn hier wurde nach einer Berufsausbildung und nicht nach einer dualen Ausbildung gefragt.

Duale Ausbildung Studierende  Prozent 
Abgeschlossen  12,95
Abgebrochen   1,32
Nicht gemacht   85,73