Seite drucken Seite empfehlen Seite vorlesen BIBB REPORT Ausgabe 13/09

Bildungscontrolling: Vor allem in Großbetrieben ein Thema
BIBB-Umfragen von 1997 und 2008 im Vergleich
Bernd Käpplinger
Controlling hat in vielen Betrieben eine große Bedeutung. Doch wie sieht es mit dem Thema Controlling im Bildungsbereich aus? Im Jahr 2008 hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) nach 1997 eine erneute Befragung zum betrieblichen Bildungscontrolling durchgeführt. Hauptziel war es, empirische Ergebnisse zum Bildungscontrolling im Abstand von zehn Jahren zu vergleichen, um im Zeitverlauf Veränderungen, aber auch Kontinuitäten zu erkennen. Zusätzlich wurden aktuelle Themen wie das Controlling des Lernens am Arbeitsplatz erstmalig untersucht.
Ergebnis: Auf den ersten Blick scheint sich nicht viel verändert zu haben. Schaut man jedoch genauer hin, so erkennt man zum Beispiel große Unterschiede zwischen Groß- und Kleinbetrieben. Bildungscontrolling - insbesondere das Kostencontrolling - ist vor allem in Großbetrieben ein Thema.
RBS-Betriebsbefragungen
Betriebsbefragungen sind für das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wichtig, um Informationen über die Praxis der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu erhalten. Das "Referenzbetriebssystem" (RBS) des BIBB umfasst derzeit ca. 1.400 Ausbildungsbetriebe. Diese haben sich bereit erklärt, für drei bis vier schriftliche Befragungen im Jahr zu aktuellen Themen der betrieblichen Berufsausbildung zur Verfügung zu stehen. Im Gegenzug erhalten die Betriebe mit der Versendung jedes neuen Fragebogens kurze, kommentierte und grafisch aufbereitete Auswertungen der Ergebnisse der vorherigen Befragung (RBS-Informationen), die auch im Internet öffentlich zugänglich sind. Bereits 1997 gab es eine Betriebsbefragung zum Bildungscontrolling in derWeiterbildung (s. KREKEL/SEUSING 1999). Eine erneute RBS-Befragung zum Bildungscontrolling wurde im Frühjahr 2008 für das Referenzjahr 2007 durchgeführt. Dazu wurde der Fragebogen von 1997 an einigen Stellen geändert, allerdings nur moderat, um einen zeitlichen Vergleich der Befragungsergebnisse zu ermöglichen. 1.410 Betriebe wurden angeschrieben, von denen 410 antworteten, was einer Rücklaufquote von 29,1% entspricht.











