Flexibler, inklusiver und exzellenter
Erfolgsfaktoren einer resilienten Berufsbildung aus ordnungspolitischer Sicht
22.04.2026 | Von BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser
Deutschland leidet unter einer anhaltenden Wachstums- und Produktivitätsschwäche, verschärft durch demografischen Wandel und einen sich zuspitzenden Fachkräftemangel. Das weltweit anerkannte deutsche Berufsbildungssystem kommt bei der Bewältigung der aktuellen ökonomischen und gesellschaftlichen Herausforderungen spürbar an Grenzen. Der Fachkräftemangel droht zu einem dauerhaften Wachstumshemmnis zu werden. Der Beitrag argumentiert, dass Berufsbildungspolitik angesichts der Herausforderungen integraler Bestandteil von Wirtschafts- und Ordnungspolitik sein muss. Gefordert ist ein Paradigmenwechsel hin zu einem flexibleren, inklusiveren und exzellenteren Berufsbildungssystem mit modularen Qualifikationsstrukturen, beschleunigter Ordnungsarbeit, engerer Verzahnung von Aus- und Weiterbildung und einer stärkeren Förderung überfachlicher Zukunftskompetenzen. Ein resilientes Berufsbildungssystem wird damit zur zentralen Voraussetzung für Produktivität, Innovationsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.
Problemlage
Deutschland befindet sich in einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruchphase, deren Tiefe vielfach noch unterschätzt wird. Seit Jahren stagniert das Wirtschaftswachstum, ein in der Nachkriegsgeschichte beispielloser Befund. Ökonomen weisen seit Längerem darauf hin, dass sich konjunkturelle Schwäche und strukturelle Probleme überlagern: der Rückgang der Industrieproduktion, geringe Produktivitätszuwächse, eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung – preisbereinigt liegen private Investitionen heute etwa auf dem Niveau von 2015 (Die Presse 2025) –, hohe bürokratische Belastungen sowie ein sich dramatisch zuspitzender Fachkräftemangel. Die viel zitierte Robustheit der deutschen Volkswirtschaft hat dadurch spürbar gelitten. Die internationale Perspektive verstärkt diese Sorge. Deutschland verzeichnete 2025 das schwächste Wirtschaftswachstum unter den G-7-Staaten (Die Zeit 2025). Unter den 100 weltweit wertvollsten börsennotierten Unternehmen fanden sich 2025 mit SAP, Siemens und der Deutschen Telekom lediglich drei deutsche Konzerne. Selbst große deutsche Automobilhersteller sind nicht mehr unter den 300 wertvollsten Unternehmen vertreten (EY 2026). Diese Befunde sind Ausdruck eines tiefgreifenden Strukturwandels, in dem sich die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland neu bewähren muss.
Besonders gravierend ist die demografisch bedingte Verknappung des Arbeits- und Fachkräftepotenzials. Arbeit ist neben Investitionen und Innovationen eine der zentralen Stellschrauben für Wachstum und Wohlstand. Doch gerade hier verschärft sich die Lage. Zwar waren in Deutschland noch nie so viele Menschen erwerbstätig wie heute (Statistisches Bundesamt 2025), zugleich nimmt die Teilzeitbeschäftigung deutlich zu (IAB 2025). Deutschland war 2024 das Land mit der geringsten durchschnittlichen Jahresarbeitszeit pro Erwerbstätigen innerhalb der OECD (OECD 2025).
Der Fachkräftemangel entwickelt sich also einmal mehr zur zentralen Wachstumsbremse. Ein Drittel der Erwerbsbevölkerung wird in den kommenden zehn Jahren alters bedingt aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Branchen übergreifend berichten Unternehmen über zunehmende Engpässe bei Arbeits- und Fachkräften. 2025 meldeten 86 % der Unternehmen Besetzungsprobleme. Für viele Betriebe ist der Fachkräftemangel mittlerweile das größte Geschäftsrisiko. Volkswirtschaftlich betrachtet droht er, zu einem dauerhaften Hemmnis für Produktivität und Wohl stand zu werden.1
Aktuelle Qualifikations- und Berufsprojektionen, die das BIBB gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erstellt, unterstreichen diese Entwicklung. Zwar nimmt die Zahl der Personen mit Hochschulabschluss weiter zu, gleichzeitig wächst jedoch auch die Gruppe der Menschen ohne Berufsabschluss. Gerade diese Verschiebung ist problematisch, da die Nachfrage nach einfachen Helfertätigkeiten perspektivisch sinken dürfte. Rückläufig ist die Zahl der Personen mit beruflichem Abschluss, mit Aufstiegsfortbildung oder mit Bachelorabschluss. Die Zahl der sogenannten Fokusberufe mit Engpässen hat sich innerhalb kurzer Zeit von 20 auf 41 mehr als verdoppelt (Zika et al. 2025).
Trotz erwarteter Wanderungsgewinne von rund 4,6 Mio. Personen zwischen 2024 und 2040 wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter insgesamt zurückgehen. Bereits bis 2029 werden auf der Fachkräfteebene rund 530 000 Personen fehlen. Zusätzlich steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften in bestimmten Berufen, etwa im Bau- und im Verarbeitenden Gewerbe, ausgelöst durch umfangreiche Infrastruktur- und Verteidigungsinvestitionen (Zika et al. 2025).
Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser
Eine vielfältige und dynamische Arbeitswelt verlangt eine stärkere kunden- bzw. zielgruppenorientierte Ausgestaltung beruflicher Bildung. Nicht mehr die Menschen müssen sich den Strukturen des Berufsbildungssystems anpassen, sondern die Strukturen den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lebenslagen der Menschen. Das heißt ganz konkret: weg von der Angebotsorientierung hin zur Nachfrageorientierung in der Berufsbildung.
Berufliche Bildung ein Teil der Lösung?
Wachstums- und investitionspolitische Maßnahmen können unter diesen Bedingungen nur dann wirken, wenn sie konsequent von qualifikationssteigernden Maßnahmen flankiert werden. Berufsbildungspolitik muss damit integraler Bestandteil von Wirtschafts- und Wachstumspolitik sein – oder anders ausgedrückt: Wer unter diesen Bedingungen Wachstum und Wohlstand sichern will, muss die Qualifikationsbasis der Volkswirtschaft in den Mittelpunkt stellen.
Dabei kommt der beruflichen Bildung eine Schlüsselrolle zu. Sie ist nicht nur ein historisch bewährter Bestandteil des deutschen Wirtschaftsmodells, sondern ein zentraler Hebel für Produktivität, Innovationsfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Leistungsfähigkeit der dualen Berufsausbildung ist auf den ersten Blick beachtlich. Rund 1,2 Mio. Auszubildende, etwa 394 900 Prüfungen pro Jahr mit einer Erfolgsquote von 91 %, jährlich rund 100 000 Teilnahmen an Fortbildungsprüfungen in der höheren Berufsbildung sowie etwa 300 000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer aus der Praxis für die Praxis dokumentieren ihre hohe ökonomische Relevanz (BIBB 2025). Hinzu kommt ihre gesellschaftliche Wirkung: Für über 1 Mio. junger Menschen ist die berufliche Bildung ein zentraler Ort der Persönlichkeitsentwicklung, der sozialen Integration und der Teilhabe am Arbeitsmarkt.
Gleichwohl steht das Berufsbildungssystem unter erheblichem Druck. Berufliche Bildung zeigt seit Jahren strukturelle Schwächen. Ein markanter Einschnitt war das Jahr 2020, in dem die Zahl der Auszubildenden erstmals unter die Marke von 1,3 Mio. fiel, wurden doch im Jahre 2000 noch 1,7 Mio. Auszubildende gezählt. Eine nachhaltige Trendwende ist bislang nicht erkennbar. Besonders deutlich wird dies im Handwerk, das für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft eine Schlüsselrolle spielt. Im Vergleich zu früheren Jahren gesunkene Vertragszahlen, hohe Zahlen unbesetzter Ausbildungsplätze und eine hohe Quote vorzeitig gelöster Ausbildungsverträge deuten auf angespannte Perspektiven vieler berufsfachlicher Arbeitsmärkte hin (BIBB 2025).
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Stellungnahmen der Wirtschaft wider. Verbände und Kammern fordern seit Längerem einen grundlegenden Aufbruch in der beruflichen Bildung. Sie verweisen auf die hohe Zahl von Menschen ohne Berufsabschluss, auf wachsende Bürokratielasten und auf eine unzureichende Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.2 Auch aus ökonomischer Sicht wird zunehmend betont, dass Bürokratieabbau und eine Beschleunigung von Entscheidungs- und Anpassungsprozessen Voraussetzungen für mehr Dynamik, Produktivität und Innovation sind.3
Diese Kritik muss sich auch das Berufsbildungssystem selbst zu eigen machen. Tatsächlich bestehen hier erhebliche bürokratische Hemmnisse. Langwierige Neuordnungsverfahren, eine hohe Regelungsdichte in Aus- und Fortbildungsordnungen, Verzögerungen bei der Zuordnung von Abschlüssen im Deutschen Qualifikationsrahmen oder schleppende Implementierungsprozesse bei neu geordneten Fortbildungen mindern die Anpassungsfähigkeit des Systems. Bürokratie ist dabei nicht nur ein administratives Problem, sondern Ausdruck eines systemischen Misstrauens gegenüber den handelnden Akteuren.
Bürokratieabbau bedeutet folglich, wieder stärker auf die Kompetenz, Initiative und Verantwortung der Menschen zu setzen – in Betrieben, Berufsschulen, Kammern und Weiterbildungseinrichtungen ebenso wie in den Regionen.
Den Schalter herumdrehen – mehr systemische Resilienz in der beruflichen Bildung
Deutschland steht vor einer wirtschaftlichen Wende, die ohne einen kulturellen Wandel nicht gelingen wird. Ver traute Denkmuster müssen hinterfragt, Resilienz- statt Stabilitätsdenken in die Vorhand kommen. Warum? Insbesondere wirkt Künstliche Intelligenz (KI) als systemischer Beschleuniger von Unsicherheit und Strukturwandel auf Arbeitsmärkte und Qualifikationsanforderungen. Anders als frühere Technologien verändert KI nicht nur Tätigkeiten einzelner Berufe, sondern greift quer durch Berufsprofile, Qualifikationsniveaus und Branchen. Dadurch verlieren stabile, langfristig definierte Kompetenzanforderungen an Verlässlichkeit. Ein auf Passgenauigkeit und Stabilität ausgerichtetes Berufsbildungssystem gerät unter An passungsdruck, da Aktualisierungszyklen und Berufsbilder mit der Dynamik KI-getriebener Veränderungen nicht Schritt halten können. Aus diesem Grund geraten sogenannte resiliente Systeme in den Blick, die sich dadurch auszeichnen, dass sie Unsicherheit antizipieren und sich unter veränderten Bedingungen weiterentwickeln.4 Denn nur ein Berufsbildungssystem mit modularen Kompetenzentwicklungsstrukturen, lernfähiger Governance und starken überfachlichen Kompetenzen ist in der Lage, mit der Ungewissheit über zukünftige Tätigkeiten umzugehen. KI macht Berufsbildungspolitik damit zu einer dauerhaften Gestaltungs- und Anpassungsaufgabe, nicht zu einer periodischen Neuordnungsfrage. Die Transformation ist dar über hinaus geprägt von einer Verschiebung hin zu Dienstleistungen, von einer Fragmentierung der Globalisierung, von der grünen Transformation der Energie- und Infrastruktursysteme sowie vom Übergang in eine schrumpfende Gesellschaft.
Für die berufliche Bildung folgt daraus: Es darf keine Denkverbote geben. Eine vielfältige und dynamische Arbeitswelt verlangt eine stärkere kunden- bzw. zielgruppen orientierte Ausgestaltung beruflicher Bildung. Nicht mehr die Menschen müssen sich den Strukturen des Berufsbildungssystems anpassen, sondern die Strukturen den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lebenslagen der Menschen. Das heißt ganz konkret: weg von der Angebotsorientierung hin zur Nachfrageorientierung in der Berufsbildung. Allein angesichts von rund 3 Mio. jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss und jährlich etwa 250 000 Jugendlichen im Übergangsbereich ist dies nicht nur arbeitsmarktpolitisch, sondern auch gesellschaftspolitisch geboten. Berufliche Bildung in Deutschland muss deshalb inklusiver werden und möglichst alle Potenziale, die jetzt noch unberücksichtigt sind, für den Arbeitsmarkt erschließen.
Konkret erfordert dies eine stärkere Flexibilisierung der Berufsbildung auf der Grundlage des Berufsprinzips. Voraussetzung dafür ist jedoch eine konsequente Entschlackung der Ordnungsmittel und eine deutliche Beschleunigung der Ordnungsarbeit. Neuordnungsverfahren sollten innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Ordnungsmittel müssen sich auf zukunftsoffene Grobstrukturen beschränken, während inhaltliche und didaktisch-methodische Konkretisierungen flexibel und digital auf der untergesetzlichen Ebene erfolgen sollten. Fließtextcurricula in den bisherigen Ordnungsmitteln sollten also durch klar strukturierte, geschäftsprozessorientierte Module in digital zugänglichen nicht regulierten Medien ersetzt werden. Ausbildungsbausteine, Teilqualifikationen und Zusatzqualifikationen können individuelle Lernwege ermöglichen und bislang ungenutzte Potenziale für den Arbeitsmarkt heben. Entscheidend ist dabei: Das Berufsprinzip bleibt der Maßstab für Qualität. Eine vollqualifizierende Abschlussprüfung muss die conditio sine qua non beruflicher Bildung bleiben. Denn Flexibilität und Berufsprinzip sind keine Gegensätze. Modulare Strukturen erleichtern Übergänge, erhöhen Durchlässigkeit und unterstützen lebenslange Lernpfade. Sie eröffnen neue Zugänge für Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit unterschiedlichen Leistungsniveaus ebenso wie für Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten, Studienabbrechende, Berufswechselnde oder Langzeitarbeitslose.
Modulare Qualifizierungsangebote unterhalb der vollqualifizierenden Ausbildung sollten ebenso ordnungspolitisch verankert und bei erfolgreichem Abschluss zeitlich auf eine spätere Ausbildung angerechnet werden. Auf diese Weise können Übergänge aus dem Übergangssektor verbessert und gesellschaftliche Teilhabe gestärkt werden.
Darüber hinaus bedarf es einer weiteren Stärkung der höheren Berufsbildung durch mehr Exzellenz, ferner klarer Karrierepfade und einer systematischen Verzahnung von Aus- und Weiterbildung. Zusatzqualifikationen sollten zum Standard werden, ebenso verbindliche Aufstiegsoptionen bis hin zur Selbständigkeit. Eine früh ansetzende und systematisch aufgebaute Entrepreneurship Education kann dazu beitragen, unternehmerisches Denken und Handeln wieder stärker ab Ausbildungsbeginn zu fördern.
Renaissance der Schlüsselqualifikationen als Future Skills
Um den beschriebenen Herausforderungen wirksam zu begegnen, reicht es nicht aus, lediglich mehr Arbeitskräfte aus- und weiterzubilden. Entscheidend ist insbesondere die gezielte Entwicklung von Schlüsselqualifikationen als Zukunftskompetenzen, also Verhaltensmöglichkeiten, die Menschen befähigen, sich in einer dynamischen Arbeitswelt erfolgreich zu bewegen und Innovation aktiv mitzugestalten. Der aktuelle Bedeutungszuwachs von Schlüsselqualifikationen für die berufliche Bildung in der Transformation erinnert ohne Zweifel an die Thesen von Dieter Mertens in den 1970er-Jahren, die er zur „Schulung für eine moderne Gesellschaft“ entwickelte und angesichts der steigenden Dynamik des Strukturwandels – wie auch den damit verbundenen zunehmenden Prognosedefiziten im Rahmen der Qualifikationsforschung von damals – propagierte (Mertens 1974).
Die Förderung von Schlüsselqualifikationen als Future Skills braucht ein systematisches, langfristig angelegtes Zusammenspiel von Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Politik und Gesellschaft. Einzelne Maßnahmen, etwa neue Ausbildungsberufe oder punktuelle Weiterbildungen, wer den hier nicht ausreichen. Entscheidend ist ein integrierter Kompetenzaufbau entlang der gesamten Bildungs- und Erwerbsbiografie. Die Förderung von Future Skills, ins besondere systemisches Denken (Verständnis komplexer Zusammenhänge), Innovations- und Problemlösungskompetenz, digitale Souveränität, Nachhaltigkeitskompetenz, unternehmerisches Denken oder interdisziplinäre Zusammenarbeit, muss früh beginnen. Schulen sollten digitale Bildung nicht als Zusatzfach behandeln, sondern als integralen Bestandteil aller Fächer. Projektbasiertes Lernen, interdisziplinäre Ansätze und die Förderung von Problemlösekompetenz sollten stärker in den Vordergrund rücken.5
Was auch noch wichtig ist
Schließlich bleibt die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung eine zentrale bildungspolitische Aufgabe. Die rechtliche Verankerung des Deutschen Qualifikationsrahmens (Esser 2023), die Anerkennung non formal und informell erworbener Kompetenzen sowie eine stärkere Verankerung von Demokratiebildung gehören ebenso dazu, wenn es um die Umsetzung notwendiger und attraktivitätssteigender Maßnahmen in der beruflichen Bildung geht.
Die Herausforderungen sind groß, doch die Handlungsspielräume sind vorhanden. Ein flexibleres, inklusiveres und exzellenteres Berufsbildungssystem ist ein zentraler Schlüssel zur Bewältigung der Fachkräfteproblematik, zur Steigerung von Produktivitäts- und Innovationsvermögen und damit zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland.
Wirtschaftliche Erneuerung ohne eine mutige Weiterentwicklung der Berufsbildung zu einem resilienten System wird nicht gelingen. Jetzt ist die Zeit, die Berufsbildung entschlossen als Teil einer neuen wirtschafts- und sozial politischen Agenda zukunftsfähig zu machen.
Hinweis: Die Erstveröffentlichung des Beitrags von BIBB-Präsident Esser erfolgte im ifo Schnelldienst 3 | 2026.
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1
Siehe dazu exemplarisch DIHK (2025).
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2
Siehe dazu exemplarisch Kampeter (2023) und ZDH (2024).
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3
Siehe dazu exemplarisch DIHK (2024).
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4
Grundlegend für die resilienztheoretischen Überlegungen siehe exemplarisch Brunnermeier (2021).
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5
Siehe zu der Gesamtthematik Future Skills Bundesagentur für Arbeit (o. D.).
Die resiliente Gesellschaft: Wie wir künftige Krisen besser meistern können
Brunnermeier, M. K. | Aufbau Verlag, Berlin | 2021
Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2025 : Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung
| Bonn; Bundesinstitut für Berufsbildung | 2025
1 Online-Ressource (599 Seiten)
ISBN: 978-3-96208-539-1
IWF-Prognose: Deutsche Wirtschaftsentwicklung bleibt schwächste aller G7-Staaten
Die Zeit | 2025
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Deutsche Industrie- und Handelskammer – DIHK | 2024
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Deutsche Industrie- und Handelskammer – DIHK | 2025
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Mehr Gleichwertigkeit tut not! : ein Plädoyer für die Verrechtlichung des Deutschen Qualifikationsrahmens
Esser, Friedrich Hubert | 2023
Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis : BWP; 52 (2023) H. 1; Seite 10-11
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EY | 2026
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IAB Arbeitszeitrechnung für das dritte Quartal 2025: Immer mehr Beschäftigte arbeiten in Neben- und Teilzeitjobs
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung – IAB | 2025
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Schlüsselqualifikationen. Thesen zur Schulung für eine moderne Gesellschaft
Mertens, D. | 1974
Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung; 7 (1); 36-43
Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2024 auf neuem Höchststand
Statistisches Bundesamt | 2025
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