BP:
 

Grundstein gelegt, Kompetenzzentrum ausgezeichnet: Rückenwind für die berufliche Bildung in Osnabrück

Caroline Paskamp

Das Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim feierte gleich zwei Meilensteine: die Grundsteinlegung eines neuen Werkstattgebäudes und die Anerkennung als Kompetenzzentrum. Staatssekretärin Mareike Lotte Wulf begleitete beide Ereignisse in Osnabrück.

Präsident Nünemann hält eine Rede bevor die Zeitkapsel verbaut wird. Neben ihm stehen weitere Personen, darunter Staatssekretärin Wulf. Außerdem zu sehen: das Schild zum geplanten Bau

Grundsteinlegung: Neue Räume für moderne Ausbildung

Wo künftig an Maschinen gearbeitet, Wissen vermittelt und neue Technologien erprobt werden, wurde jetzt der Grundstein gelegt. Mit dem Bau eines neuen Werkstattgebäudes für das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim werden moderne Lernräume für die Land- und Baumaschinenmechatronik und die Kfz-Technik geschaffen. Davon profitieren die überbetriebliche Ausbildung ebenso wie die Fort- und Weiterbildung.

Andreas Nünemann Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

Andreas NünemannPräsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim

Wir legen hier heute mehr als den Grundstein für ein Gebäude. Wir legen einen Grundstein für moderne Ausbildung. Ein Grundstein für Fachkräftesicherung. Ein Grundstein für unsere Betriebe. Und damit auch einen Grundstein für die Zukunft unseres Handwerks in unserer Region.

Räume für praxisnahes und gemeinsames Lernen

Geplantes Gebäude auf einem Schild viualisiert

Der Neubau verbindet Werkstätten und Unterrichtsräume so miteinander, dass Theorie und Praxis unmittelbar ineinandergreifen können. Lerninseln ermöglichen konzentriertes, selbstständiges Arbeiten. Begegnungsbereiche bieten Platz für den Austausch zwischen Auszubildenden unterschiedlicher Gewerke.

So entsteht ein Umfeld, in dem gemeinsames Lernen, das Erproben neuer Technologien und das Entwickeln eigener Lösungen zum Alltag gehören.

Gemeinsam in den Neubau investieren

Das BIBB förderte den Werkstattneubau mit 12,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend (BMBFSJ). Auch das Land Niedersachsen beteiligte sich mit etwa 2,1 Millionen Euro und die Handwerkskammer übernahm mit rund 7,8 Millionen Euro die verbleibenden Ausgaben.

Der Grundsteinlegung gingen zahlreiche Planungsschritte voraus. Wulf dankte Präsident Nünemann, Geschäftsführer Ruschhaupt und ihrem Team sowie den weiteren Beteiligten für ihren Einsatz.

Auszeichnung: Anerkennung als Kompetenzzentrum

Übergabe der Urkunde durch Staatssekretärin Wulf

Neben der Grundsteinlegung stand die fachliche Entwicklung des Bildungs- und Technologiezentrums im Mittelpunkt: Es erhielt die Anerkennung als „Kompetenzzentrum für Steuerungs-, Regelungs- und Messtechnik in Land- und Baumaschinen“. Mit der Urkundenübergabe wurde diese Entwicklung gewürdigt. Das Kompetenzzentrum wird im neuen Werkstattgebäude seine Heimat finden.

Die ganze Maschine verstehen

Moderne Land- und Baumaschinen verbinden Hydraulik, Elektronik, Sensorik und digitale Steuerung. Wer sie wartet oder Fehler diagnostiziert, muss das Zusammenspiel dieser Systeme verstehen.

Dieses Systemverständnis steht im Mittelpunkt der Aus- und Weiterbildung in Osnabrück. Weiterentwickelte Schulungsstände, praxisnahe Lernkonzepte und digitale Medien unterstützen das Lernen. Neue Lehrgangsformate greifen unter anderem Steuerungs-, Hochvolt- und Diagnosetechnik auf. Hinzu kommen die Qualifizierung des Ausbildungspersonals und die Zusammenarbeit mit Betrieben und Berufsschulen.

Wissen, das in den Betrieben ankommt

Staatssekretärin Wulf betonte wie entscheidend es sei, dass neue Kenntnisse unmittelbar in die Praxis einfließen.

Mareike Lotte Wulf Parlamentarische Staatssekretärin beim BMBFSFJ

Mareike Lotte WulfParlamentarische Staatssekretärin im BMBFSFJ

Die berufliche Bildung lebt davon, dass Wissen nicht nur vermittelt, sondern praktisch angewendet wird. Die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten übernehmen dabei eine wichtige Aufgabe. Sie stärken die Qualität unserer Ausbildung, aber eben auch die Ausbildungskraft unserer Betriebe.

Die Wirkung des Kompetenzzentrums reicht über den Standort hinaus. In der Zusammenarbeit mit anderen Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Handwerksorganisationen werden Erfahrungen geteilt und neue Ansätze weitergetragen. Auszubildende und Fachkräfte nehmen das erworbene Wissen mit an ihren Arbeitsplatz und geben dort Impulse für Innovationen.

Mit dem Neubau und dem Kompetenzzentrum entstehen neue Möglichkeiten, das Handwerk zu erlernen, fachliches Wissen zu erweitern und den technischen Wandel in den Betrieben mitzugestalten.

Weitere Einblicke

Einbau einer Zeitkapsel
Zeitkapsel
Bauschild