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Weiterentwicklung von Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten zu Kompetenzzentren

Kompetenzzentren agieren als innovationsfördernde ÜBS. Sie setzen moderne berufspädagogische Konzepte für die überbetriebliche Berufsbildung um und entwickeln praxis- und betriebsnahe Qualifizierungsangebote für KMU in einem fachlichen Schwerpunkt.

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„Die Förderung von Kompetenzzentren durch das BMBF und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) verfolgt das Ziel, die Qualität der beruflichen Bildung zu steigern und sie kontinuierlich neuen technologischen und sozioökonomischen Anforderungen anzupassen. ÜBS als Kompetenzzentren nach dem Förderkonzept des BMBF haben die Aufgabe, innovative berufspädagogische Konzepte zu entwickeln, Qualifizierungsmaßnahmen für die Anwendung neuer Technologien und Verfahren zu erarbeiten und den Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in die betriebliche Ausbildungspraxis zu unterstützen.“ Gemeinsame Richtlinien des BMBF und BMWI

 

Aktuell laufende Projekte

Kompetenzzentrum-Entwicklungsprojekte

Aktuell werden durch das BIBB folgende ÜBS zur Weiterentwicklung zu einem Kompetenzzentrum gefördert:

Moderne Smart Homes sollen das Leben seiner Bewohner einfacher, bequemer, sicherer und intelligenter gestalten. Daneben lässt sich beobachten, dass sich das „Home Office“ zunehmend vom Ausnahmearbeitsplatz im privaten Umfeld zur echten Alternative zum klassischen Büroarbeitsplatz weiterentwickelt. Diese beiden Aspekte greift das Elektro Technologie Zentrum (etz) Stuttgart mit dem Projekt „Smart Working & Living“ auf, indem die voranschreitende Aufhebung der Grenzen zwischen Arbeits- und Lebenswelt in den Blick genommen werden. Denn hierdurch sind Überlegungen notwendig, wie eine arbeits- und lernförderliche Ausgestaltung des Home Office erfolgen kann,, z. b. hinsichtlich der Aspekte wie Beleuchtung, Abschirmung gegen Störungen wie Lärm aber auch gesicherte Zugriffsmöglichkeiten auf Informations- und Kommunikationsquellen.

Durch geeignete Weiterentwicklung der Aus- und Fortbildung bzw. Qualifizierung für Fach- und Führungskräfte in Elektrohandwerksbetrieben für das Technologiefeld Smart Working & Smart Living wird dieser Veränderung begegnet. Dabei liegt der Fokus darauf, die Sichtweise auf das Gesamtsystem aus Smart Working und Smart Living zu vermitteln.

Mit dem Kompetenzzentrumsentwicklungsprojekt werden zwei Zielgruppen in den Fokus genommen: Einerseits die Auszubildenden der Berufsbilder Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sowie Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik, aber auch die Informationselektroniker/innen. Die zweite Zielgruppe bilden die Teilnehmenden der Fort- und Meisterausbildungen im Bereich Informationstechnik und Elektrotechnik vorgesehen.

Bei der Entwicklung der Lernkonzepte und Lernmaterialien werden in Aus- und Fortbildung unterschiedliche, auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtete Vorgehensweisen zum Einsatz kommen.

 

Einbezogene Berufe:

  • Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik
  • Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik
  • Informationselektroniker

 

Kontakt:

Elektro Technologie Zentrum (etz)
Krefelder Straße 12
70376 Stuttgart

info@etz-stuttgart.de
www.etz-stuttgart.de

 

Die Potenziale der Auszubildenden auszuschöpfen und die Lehr- und Lernprozesse den individuellen Bedürfnissen anzupassen, sind wesentliche Ziele des Projektes der Gemeinschafts-Lehrwerkstatt (GLW) Arnsberg in der Weiterentwicklung zum Kompetenzzentrum.

Hiermit soll ein Angebot an die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) erarbeitet werden, sie in der Gewinnung von Auszubildenden zu unterstütze. Diese Aufgabe wird durch die demografische Entwicklung und den Strukturwandel zu einer immer größeren Herausforderung für KMU. Ferner sehen sich auch die Auszubildenden mit neuen Anforderungen, die sich durch eine zunehmende Komplexität in der Bedienung von Maschinen und Anlagen niederschlägt. Die Auswirkungen der Digitalisierung in der Arbeits- und Ausbildungswelt zeigen sich insgesamt immer deutlicher.

Um dem zu begegnen, zielt die GLW Arnsberg darauf ab, digitalisierte und methodisch-didaktische Entwicklungen aufzunehmen und in die überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) für die Metall- und Elektroindustrie zu integrieren. Dies soll durch die technologische Nutzung virtueller, digitalisierter Verfahren möglich werden. Mit dem Einsatz sogenannter Assistenzsysteme in projektbezogenen Situationen fokussiert die GLW die Förderung und Weiterentwicklung der Handlungskompetenz bei den Auszubildenden. Dabei gilt es, neue Lernsettings zu definieren und den wandelnden Anforderungen adäquat zu begegnen, dies sich mit dem Einsatz des Assistenzsystems in der Ausbildungspraxis an das Ausbildungspersonal ergeben. Dabei muss auch die Rolle des Ausbilders und der Ausbilderin dahingehend neu definiert werden.  

 

Einbezogene Berufe:

metallverarbeitende Ausbildungsberufe (z.B. Zerspannungsmechaniker/in)

                 

Kontakt:

Gemeinschafts-Lehrwerkstatt Arnsberg GmbH
Wiebelsheidestraße 44
 59757 Arnsberg

info@glw-online.de
www.glw-online.de

               

Kompetenzzentrum-Leitprojekte
Lassen sich im Verlaufe der Entwicklung des Kompetenzzentrums, sowie nach erfolgreicher Evaluation, weitere Fragestellungen, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie der Bedarf an ergänzenden Qualifizierungsangeboten identifizieren, können nach den geltenden Bestimmungen in einem Leitprojekt unter Bezug auf den fachlichen Schwerpunkt des Kompetenzzentrum weitere Fördermittel zur Durchführung eines solchen Leitprojekts beantragt werden.

Aktuell werden durch das BIBB folgende Leitprojekte gefördert:

Mit dem Leitprojekt knüpft das Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes GmbH (BUBIZA) an die Entwicklungsarbeiten des 2012 zertifizierten „Kompetenzzentrum des Zimmerer- und Holzbaugewerbes“ an.

Durch die Entwicklung neuer Ausbildungsinhalte für die überbetriebliche Ausbildung im Zimmererhandwerk sollen Auszubildende befähigt werden, die gesamte Wertschöpfungskette des Holzrahmenbaus kennen zu lernen. Es wird eine Weiterentwicklung der Ausbildungsinhalte dahingehend angestrebt, die Wertschöpfungskette insbesondere durch die Produktion und Montage von vorgefertigten Holzbauelementen zur Errichtung komplexer, moderner Holzkonstruktionen innerhalb des Kompetenzzentrums zu ergänzen. So soll es in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) möglich sein, vertiefte Kenntnisse und Einblicke in die Theorie und Praxis der Vorfertigung von Bauelementen zu erhalten. Darüber hinaus sollen auch für die Weiterbildung von Meisterschülern und Betrieben Kurskonzepte entwickelt und entsprechende Kurse durchgeführt werden.

Das Projekt umfasst zwei Schwerpunkte: Einerseits werden die Lehrgangskonzepte so angepasst, dass die Teilnehmenden die Möglichkeiten der digitalen Planung ebenso kennen lernen wie die Fertigung von Holzbauelementen an der CNC-gesteuerten Holzzuschnittanlage (Abbundmaschine). Weiterhin werden alle erforderlichen Schritte im Fertigungsprozess der Vorelementierung in den Kursen umzusetzen verbunden mit dem Ziel, eigene Lehrgebäude zu montieren.

Um dies zu ermöglichen, werden andererseits die Werkstätten entsprechend neu strukturiert. So wird der Maschinenraum neu ausgestattet und im Außenbereich werden Bodenplatten angelegt, die das Errichten der Lehrgebäude zulassen.

 


Einbezogene Berufe:

Überbetriebliche Berufsausbildung, Fort- und Weiterbildung im Zimmererhandwerk

 

Kontakt:

Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes gGmbH
Kompetenzzentrum des Zimmerer- und Holzbaugewerbes
Werner-Heisenbergstraße 4
34123 Kassel

info@bubiza.de
www.bubiza.de
 

30 Jahre Planung und Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten : von der überbetrieblichen Ausbildungsstätte zum Kompetenzzentrum für berufliche Bildung

Kielwein, Kurt; Bundesinstitut für Berufsbildung [Hrsg.] | 2005

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Überbetriebliche Berufsbildungsstätten (ÜBS) auf dem Wege zu dienstleistungsorientierten Kompetenzzentren : Ergebnisse eines bundesweiten Ideenwettbewerbs

Autsch, Bernhard [Hrsg.]; Meerten, Egon [Hrsg.]; Bundesinstitut für Berufsbildung [Hrsg.] | 2002

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