„U-Stahl ade“: Projektteam zieht positive Zwischenbilanz

Ein Jahr „U-Stahl ade“: Bei einem Konsortialtreffen im Bildungszentrum Wittgenstein kamen die Projektpartner nun zusammen, um den bisherigen Fortschritt zu reflektieren und sich über die nächsten Entwicklungsschritte auszutauschen. Auch das BIBB war beim Treffen vertreten.

07.04.2026

In den vergangenen zwölf Monaten arbeitete das Projektteam intensiv an den Grundlagen für ein neues Ausbildungskonzept. Dazu gehörten die Analyse bestehender Grundlehrgänge sowie Gespräche und Workshops mit Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern und regionalen Unternehmen.

Erste Erkenntnisse zeichneten sich bereits in der Analysephase ab: In Fokusgruppen mit Auszubildenden sowie Workshops in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) zeigte sich, dass klassische Übungsaufgaben oft als wenig motivierend empfunden werden.

Leitbildentwicklung des Projekts „U-Stahl ade“

Perspektivwechsel angestrebt

Im Projekt wird deshalb ein Perspektivwechsel in der metallischen Grundausbildung angestrebt. Statt traditioneller Übungsaufgaben – symbolisch steht dafür das sogenannte „U-Stahl-Feilen“ – soll künftig eine Azubi-Firma entstehen.

Auszubildende durchlaufen in diesem Übungsunternehmen die gesamte Wertschöpfungskette. Sie lernen praxisnah relevante Prozesse kennen – von der Produktidee über die Fertigung bis hin zum Vertrieb. Diese Form der Ausbildung soll bei Lernenden fachliche Kompetenzen als auch die Kreativität, die Problemlösefähigkeit und den Teamgeist stärken.

    • „Mit der Azubi-Firma wollen wir Ausbildung näher an die Realität moderner Betriebe bringen. Auszubildende lernen nicht nur handwerkliche Grundlagen, sondern erleben echte betriebliche Abläufe und übernehmen Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

    Universität Siegen weiterer Verbundpartner bei U-Stahl ade

    Beim Konsortialtreffen in Bad Berleburg nahm zudem – neu im Konsortium – die Universität Siegen teil, die neben dem Berufsbildungszentrum der IHK Siegen, dem BZW Bildungszentrum Wittgenstein, der LEWA Attendorn und der FernUniversität Hagen nun auch als Verbundpartner dem Projekt „U-Stahl ade“ angehört.