X

Sie verwenden einen veralteten Browser, mit dem nicht alle Inhalte des Internetauftritts www.bibb.de korrekt wiedergegeben werden können. Um unsere Seiten in Aussehen und Funktion in vollem Umfang nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, einen neueren Browser zu installieren.

Relative Bedeutung der Wege zur Berufsausbildung

Systematische Indikatorenbeschreibung

Name

Relative Bedeutung der Wege zur Berufsausbildung

Kernaussage (am Beispiel des Jahres 2009)

Zugang zu den aktuellen Daten

Im Jahre 2009 verteilen sich die Anfänger/-innen auf die Konten des Sektors Berufsausbildung wie folgt:

  • 67,4 % Berufsausbildung im dualen System nach BBiG/HwO (anerkannte Ausbildungsberufe) inkl. vergleichbare Berufsausbildung (§ 3 Abs. 2 Nr. 3 BBiG)
  • 21,1 % Landes- oder bundesrechtlich geregelte Ausbildung in Berufen des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens
  • 3,5 %  Bildungsgänge an Berufsfachschulen und Fachgymnasien, die einen Berufsabschluss und eine Hochschulzugangsberechtigung (HZB) vermitteln
  • 3,2 %  Vollqualifizierende Berufsausbildung an Berufsfachschulen, außerhalb BBiG/HwO
  • 2,9 % Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), kooperativ in Teilzeit
  • 0,9 %  Vollqualifizierende Berufsausbildung an Berufsfachschulen, nach BBiG/HwO
  • 0,9 %  Berufsausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis (Beamtenausbildung mittlerer Dienst)

Datenstand 21.06.2011

Aktualität

Auf Basis der sogenannten "Schnellmeldung" (STATISTISCHES BUNDESAMT 2011), kann der Indikator zum Berichtsjahr für die Merkmale Bundesland und Geschlecht bereits im März des Folgejahres berechnet werden. Ausdifferenzierte Daten zum Berichtsjahr stehen erst im Oktober/November des Folgejahres zur Verfügung.

Bedeutung für die berufliche Bildung

Die Angebote im Sektor Berufsausbildung entwickeln sich nicht unabhängig voneinander; daher ist es erforderlich, den gesamten Sektor in den Blick zu nehmen. Der Indikator gibt an, wie groß die relative Bedeutung der Konten

  • Berufsausbildung im dualen System nach BBiG/HwO (anerkannte Ausbildungsberufe) inkl. vergleichbare Berufsausbildung (§ 3 Abs. 2 Nr. 3 BBiG)
  • Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), kooperativ in Teilzeit
  • Landes- oder bundesrechtlich geregelte Ausbildung in Berufen des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens
  • Bildungsgänge an Berufsfachschulen und Fachgymnasien, die einen Berufsabschluss und eine HZB vermitteln
  • Vollqualifizierende Berufsausbildung an Berufsfachschulen, außerhalb BBiG/HwO
  • Vollqualifizierende Berufsausausbildung an Berufsfachschulen, nach BBiG/HwO
  • Berufsausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis (Beamtenausbildung mittlerer Dienst)

innerhalb des Sektors Berufsausbildung ist, beschreibt die Beteiligung unterschiedlicher Anfängergruppen in den Konten des Sektors Berufsausbildung (daraus lässt sich möglicher Förderbedarf ableiten) und beschreibt vergangene und aktuelle Entwicklungen.

Bezugsgrößen

Zähler:
Anfänger/-innen des jeweiligen Kontos

  • Berufsausbildung im dualen System nach BBiG/HwO (anerkannte Ausbildungsberufe) inkl. vergleichbare Berufsausbildung (§ 3 Abs. 2 Nr. 3 BBiG)
  • Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), kooperativ in Teilzeit
  • Landes- oder bundesrechtlich geregelte Ausbildung in Berufen des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens
  • Bildungsgänge an Berufsfachschulen und Fachgymnasien, die einen Berufsabschluss und eine HZB vermitteln
  • Vollqualifizierende Berufsausbildung an Berufsfachschulen, außerhalb BBiG/HwO
  • Vollqualifizierende Berufsausbildung an Berufsfachschulen, nach BBiG/HwO
  • Berufsausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis (Beamtenausbildung mittlerer Dienst)

Nenner:
Summe aller Anfänger/-innen im Sektor Berufsausbildung

Berechnungsformel

Berechnungsformel (Anfänger des jeweiligen Kontos )/( Summe der Anfänger im Sektor Berufsausbildung) * 100
(Anfänger des jeweiligen Kontos )/( Summe der Anfänger im Sektor Berufsausbildung) * 100

Mögliche Differenzierungen

  • Berichtsjahr (ab 2005)
  • Geburtsjahr
  • Geschlecht
  • Konto
  • Bundesland
  • Staatsangehörigkeit (deutsch/nicht deutsch)
  • Staatsangehörigkeit/Geschlecht
  • Vorbildung (höchster allgemeinbildender Abschluss)
  • Vorbildung/Geschlecht
  • Vorbildung/Nationalität/Geschlecht

Hinweis: Da die iABE auf Aggregatdaten zurückgreift, sind nur die oben genannten Merkmalskombinationen auswertbar.

Datenquellen

Integrierte Ausbildungsberichterstattung (iABE):

  • Statistik Berufliche Schulen (Destatis)
  • Personalstandstatistik (Destatis)

Stichtag/Betrachtungszeitraum

Der Indikator ist stichtagbezogen. Die Stichtage variieren zwischen den (Bildungs-)Konten, entsprechend der genutzten Datenquelle. Die Stichtage aller genutzten Statistiken liegen in der zweiten Jahreshälfte. Auch innerhalb der Konten, welche durch die "Statistik Berufliche Schulen" abgebildet werden, variieren die Stichtage  (vgl. STATISTISCHES BUNDESAMT 2011, S. 40).

Hinweise zur Güte des Indikators

Der Indikator spiegelt die Nachfrage der Konten des Sektors Berufsausbildung im Kernbereich der iABE wider. Für eine vollständige Betrachtung des Sektors, müssten auch "Branchen- und unternehmensspezifische Berufsausbildungen" (z. B. Pilot/-in, Flugbegleiter/-in etc.) berücksichtigt werden. Hierzu liegen derzeit keine belastbaren Zahlen vor. Der Sektor greift auf Daten aus unterschiedlichen Quellen zurück, weshalb sich sowohl die Stichtage als auch die Anfängerdefinitionen unterscheiden (vgl. Stichtag/Betrachtungszeitraum).

Unter "Anfängern" werden in der "Statistik Berufliche Schulen" i. d. R. Schüler/-innen zusammengefasst, die zum ersten Mal in dieser Schulform unterrichtet werden oder die erste Klassenstufe besuchen. Ab dem Jahr 2009 wurde die Definition vereinheitlicht: Anfänger/ innen sind seither i. d. R. Schüler/-innen, die zum ersten Mal in der Schulform unterrichtet werden (Statistik Berufliche Schulen).

Für das Konto "Berufsausbildung im dualen System nach BBiG/HwO (anerkannte Ausbildungsberufe) inkl. vergleichbare Berufsausbildung (§ 3 Abs. 2 Nr. 3 BBiG)" werden die Teilzeitschüler/-innen in entsprechenden Bildungsgängen der Berufsschulen gezählt.

Weiterhin umfasst die Zahl Auszubildende zur Beamtin/zum Beamten im mittleren Dienst (halbierte Jahreszahl des Bestandes, Personalstandstatistik).

Für die landes- und bundesrechtlich geregelten Ausbildungen in Berufen des Gesundheits- und Sozialwesens liegen für Hessen nur geschätzte Zahlen vor. Auch die Merkmale stehen für dieses Konto eingeschränkt zur Verfügung (vgl. DESTATIS 2011, S. 23).

Sonstige Interpretationshinweise / (Häufig gestellte Fragen)

Wer wird gezählt?
Es werden altersunabhängig alle Anfänger/-innen erfasst, die eine Qualifikation beginnen, unabhängig davon, wie lange diese Qualifikation dauert.

Wer wird nicht gezählt?
Anfänger/-innen, die Bildungsangebote wahrnehmen, die statistisch nicht erfasst sind, z. B. Branchenberufe (vgl. Hinweise zur Güte des Indikators).

Welche Auswirkungen haben demografische Schwankungen?
Bei der altersunabhängigen Betrachtung werden alle Anfänger/-innen eines Bildungskontos in Relation gesetzt zur Summe der Anfänger/ innen im gesamten Sektor. Hierdurch wird der Indikator durch schwankende Anfängerzahlen beeinflusst, die beispielsweise durch doppelte Abiturjahrgänge oder einen Bevölkerungsrückgang verursacht sein können.

Können Bildungsverläufe dargestellt werden?
Bildungsverläufe können nicht dargestellt werden. Hierfür sind personenbezogene Individualdaten in Verbindung mit einer Identifikationsnummer erforderlich. Auf Basis von Pseudokohortenverläufen können jedoch erste Hinweise auf Bildungsverlaufsmuster gewonnen werden.

 

Auszug aus: Dionisius, Regina; Lissek, Nicole; Schier, Friedel: Beteiligung an beruflicher Bildung - Indikatoren und Quoten im Überblick. - Bonn, 2012
(Wissenschaftliche Diskussionspapiere / Bundesinstitut für Berufsbildung ; 133)

Literaturhinweise

  • Zentrale Veröffentlichungen
    SCHIER, FRIEDEL; DIONISIUS, REGINA; LISSEK, NICOLE: Integrierte Ausbildungsberichterstattung - Bildungsstatistik und Indikatorensystem. Laufend. 2010. - URL: http://indikatorik.bibb.de
  • BAMMING, RUTH; SCHIER, FRIEDEL: Ausbildungsberichterstattung - Mehr Transparenz durch einen integrierten Ansatz. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis 39 (2010) 1, S. 39 42
  • BUNDESINSTITUT FÜR BERUFSBILDUNG (Hrsg.): Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2011: Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung [HTML-Version]. 2011. - URL: http://datenreport.bibb.de [letzter Zugriff: 01-07-2011]
  • DIONISIUS, REGINA; LISSEK, NICOLE; SCHIER, FRIEDEL: Einmündungen im Übergangsbereich rückläufig. In: Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis 40 (2011) 4, S. 4 5
  • STATISTISCHE ÄMTER DES BUNDES UND DER LÄNDER (DESTATIS): Qualitäts- und Ergebnisbericht - Integrierte Ausbildungsberichterstattung. Wiesbaden 2011
  • STATISTISCHES BUNDESAMT: Schnellmeldung integrierte Ausbildungsberichterstattung - Anfänger im Ausbildungsgeschehen nach Sektoren/Konten und Ländern - 2010. Wiesbaden 2011