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Top im Job - auch in Deutschland

BIBB-Portal informiert zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Frau Monteu im Ärztekittel in einem Krankenhaus

Wie ausländische Berufsabschlüsse in Deutschland anerkannt werden können, darüber informiert das Portal „Anerkennung in Deutschland“. Als besonderer Service leitet die Website Ratsuchende mit wenigen Klicks zu der für die Antragstellung zuständigen Behörde oder Kammer.

Seit dem 1. April 2012 ist das „Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“, kurz Anerkennungsgesetz des Bundes in Kraft. Es vereinheitlicht und erweitert die Verfahren zur Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen auf Bundesebene. Für die landesrechtlich geregelten Berufe gibt es entsprechende Ländergesetze.

Michelle-Ange Monteu (34) ist Anästhesistin. Die gebürtige Kamerunerin hat in Mali Medizin studiert und dort auch einige Jahre als Ärztin gearbeitet. Der Liebe wegen kam sie vor sechs Jahren nach Deutschland. Als das neue Anerkennungsgesetz im April 2012 Kraft trat, konnte sie beruflich endlich richtig durchstarten: Nach einem Fachsprach-Intensivkurs und einem Vorbereitungskurs auf die Gleichwertigkeitsprüfung erhielt sie im November 2012 ihre Approbation und arbeitet jetzt in einem Krankenhaus in Mannheim. „Hier in Deutschland habe ich tolle Möglichkeiten“, sagt Monteu.

Anerkennungsgesetze regeln Verfahren

So wie Michelle-Ange Monteu können viele andere Fachkräfte mit ausländischen Qualifikationen von den gesetzlichen Regelungen zur Anerkennung profitieren. Seit dem 1. April 2012 ist das Anerkennungsgesetz des Bundes in Kraft. Es vereinheitlicht und erweitert die Verfahren zur Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen auf Bundesebene. Es umfasst die dualen Ausbildungsberufe, Meisterberufe, sonstige Fortbildungsabschlüsse und weitere in Fachgesetzen geregelte Berufe wie zum Beispiel Ärzte oder Rechtsanwälte. Für die landesrechtlich geregelten Berufe (zum Beispiel Lehrer, Fachärzte, Architekten oder Sozialpädagogen) gibt es entsprechende Ländergesetze.

Zur erfolgreichen Umsetzung des Gesetzes hat die Bundesregierung eine Reihe von Unterstützungsangeboten geschaffen. Das zentrale Informationsportal zum Gesetz heißt „Anerkennung in Deutschland“ und hat vor allem eine Wegweiser-Funktion. Denn in Deutschland gibt es keine bundesweite Stelle, die für die Bearbeitung der Anträge zuständig ist. Die zuständige Stelle richtet sich nach dem Wohnort und folgt je nach Beruf und Bundesland einer anderen Systematik.

„Anerkennungs-Finder“ leitet zur zuständigen Stelle

Ein praktisches Online-Tool namens „Anerkennungs-Finder“ liefert nach wenigen Klicks die Adresse der für den jeweiligen Beruf zuständigen Stelle.

In den „Anerkennungs-Finder“ kann man seinen Beruf eingeben und anhand des angezeigten Berufsprofils den deutschen Berufsabschluss recherchieren, der zu der im Ausland erworbenen Qualifikation passt. Um die für den Antrag zuständige Stelle herauszufinden, wird der (gewünschte) Wohnort in Deutschland abgefragt. So bekommt man mit wenigen Klicks die Adresse, bei der man den Antrag auf eine Gleichwertigkeitsprüfung stellen kann. Derzeit verzeichnet die Datenbank mehr als 1.500 verschiedene Kontaktadressen für die Anerkennungsverfahren von Berufen in Bundes- und Länderzuständigkeit. Außerdem werden an dieser Stelle alle wichtigen Informationen für die Antragsstellung zusammengefasst – zum Beispiel, welche Unterlagen man dafür braucht. Das Angebot ist auf Englisch und Deutsch verfügbar. Im „Profi-Filter“ können vor allem Beratungsfachkräfte nun noch bequemer und differenzierter nach zuständigen Stellen und Berufen suchen.

Das Portal “Anerkennung in Deutschland” wird vom BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) betrieben. Gefördert wird es im Rahmen des Förderprogramms “Integration durch Qualifizierung – IQ”, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit (BA) getragen wird.